Warum wurde früher Salz mit Gold aufgewogen, wo es doch massenhaft im Meer vorliegt?

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7 Antworten

Es durfte aber nur von ganz wenigen gewonnen oder abgebaut werden. Selbst in Indien war zur Kolonialzeit den Indern die Salzgewinnung per Gesetz verboten.

Ohne Salz stirbt der Mensch! Salz ist wertvoller als gold früher! Schau mal das Märchen der Salz Prinz!

ja, schön und gut, aber für den täglichen Bedarf kann ich ja auch einen kleinen Schluck Meerwasser trinken

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Es gab damals aber noch nicht die Technik, die heute zur Salzgewinnung genutzt werden kann.

Brauche ich das Salz denn unbedingt in kristalliner Form? Kann ich nicht mit Meerwasser (evtl verdünnt) genauso gut Kochen?

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Weil ja Meer auch immer überall ist. Da taucht man einmal die Kelle ein und hats umsonst. Stimmt.

Man hat nicht immer ein Meer dabei (z.B. im Ötztal).

Ohne Genaueres zu wissen, kann man mutmaßen, dass man immer genau soviel für etwas bezahlen musste, wie es den Menschen Wert ist.

  • 'Gibst du mir einen Sack Salz für zwei Ziegen?' - 'Nein' - 'Gibst du mir einen Sack Salz für 10 Ziegen?' - 'Nein' - 'Wieviele Ziegen möchtest du denn dafür?' - '1000!' - 'Dann behalt dein Salz!' - 'Gut, dann gib mir 12 Ziegen' - 'OK'


Ich verstehe nur folgendes nicht: Man gewinnt äußerst aufwendig Salz, um es dann zum Kochen wieder im Wasser zu verflüssigen. Warum nicht gleich das kostenlose Meerwasser (evtl. verdünnt mit Süßwasser) zum Kochen hernehmen? Wenn Salz wirklich mit Gold aufgewogen würde, dann hätte sich sicherlich auch der Transport von Meerwasser in Fässern ins Ötztal rentiert...

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@Katzenpfote73

Wenn du es genauer wissen möchtest, wirst du dich vermutlich in Büchern schlau machen müssen. Ich weiß nur, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, Salz zu gewinnen, z.B. gibt es Salzwüsten oder Stellen, an denen das Wasser regelmäßig verdunstet. Und z.B. Salzminen in der Sahara, die im Tagebau abgebaut werden können (https://de.wikipedia.org/wiki/Salzkarawanen_in_der_Sahara#Zentren_der_Salzgewinnung_in_der_Sahara). Und dann den Salzbergbau auch in weiter nördlicher Richtung (https://de.wikipedia.org/wiki/Salzstra%C3%9Fe). Da immer Angebot und Nachfrage den Preis entscheiden, wird es so gewesen sein, dass jemand, der einen Sack Salz mit einem bezifferbaren Aufwand produzieren konnte, damit nicht weiter gereist ist, als dass er mit Gewinn zurückkehren konnte.

  • Als Salzstraße bezeichnet man alte Handelswege, auf denen Salz transportiert wurde. Im Mittelalter war der Transport von Waren über weite Strecken sehr mühsam und teuer. Nur edle und besonders begehrte Waren, wie zum Beispiel Silber, Salz, Bernstein, Seide und Gewürze wurden über große Entfernungen transportiert.
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Das ist schon richtig. Es ist jedoch sehr aufwändig zu gewinnen. Ich empfehle dir ein Buch zu diesem Thema: Jean-Claude Hocquet: Weißes Gold. Das Salz und die Macht in Europa von 800 bis 1800. Klett-Cotta, Stuttgart 1993, ISBN 3-608-91365-3.

Ich verstehe nur folgendes nicht: Man gewinnt äußerst aufwendig Salz, um es dann zum Kochen wieder im Wasser zu verflüssigen. Warum nicht gleich das kostenlose Meerwasser (evtl. verdünnt mit Süßwasser) zum Kochen hernehmen? Wenn Salz wirklich mit Gold aufgewogen würde, dann hätte sich sicherlich auch der Transport von Meerwasser in Fässern ins Ötztal gelohnt ...

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@Katzenpfote73

Im Mittelalter gab es keine Kühlschränke. Fleisch wurde gepökelt ( mit Salz haltbar gemacht ). Noch etwas: 1 Kubikmeter Wasser=1000 kg. Darin sind 23 kg Salz. Viel Spass beim Transport.

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@DerMuffti

das bedeutet aber 23g Salz für 1 kg, also etwa 1 Liter Wasser. D.h. 23g Gold für 1 Liter Wasser, klingt aber nicht so, als wäre das nicht rentabel ...

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@Katzenpfote73

Kann es sein, das eine Tonne Wasser doch beschwerlicher ist als 23 kg Salz. Im Mittelalter, ohne Sattelzüge oder Eisenbahn? Glaubst du tatsächlich, das die Menschen, nur weil sie keine heutige Technologie zur Verfügung hatten, dumm waren? Und was willst du mit Gold, wenn du wegen Salzarmut stirbst?

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@DerMuffti

kannst Du Dir vorstellen, wie extem aufwändig es für einen einzelnen Menschen ist, 23g Gold ohne besondere Hilfsmittel zu schürfen? Ich rede ja auch nicht von Tonnen, sondern von kleinen, für den einzelnen transportierbaren Mengen. Ich denke auch im Mittelalter dürfte es kein Problem gewesen sein, 1-2 Liter Wasser zu transportieren. Wäre mal interessant den Zeitaufwand auszurechnen für das Schürfen von Gold und für den entsprechenden Transport von Meerwasser ...  

Was aber das Lagern von verderblichen Waren angeht, hier hast Du natürlich Recht und das wird auch der eigentliche Grund sein ...

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Weil Salz wertvoll war und man die Methode des Salz aus dem Meer Gewinnen nicht kannte

Muss ich das Salz denn unbedignt aus dem Wasser gewinnen, wenn es nachher eh wieder ins Wasser gekippt wird? Wenn ich kochen will, dann nutze ich doch gleich das Salzwasser (und verdünne es evtl. mit Süßwasser) ...

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