Warum wurde die Berliner Mauer eigentlich wirklich gebaut...?

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10 Antworten

die Gründe für den Mauerbau waren sicherlich wirtschaftlicher, aber auch politischer Natur.

Eine Mauer hat es ja schon lange an der innerdeutschen Grenze gegeben. Berlin war davon jedoch ausgenommen, wegen des Viermächtestatus. So konnte man sich in der Stadt noch einigermaßen frei bewegen. Zwar gab es schon zuvor Kontrollen, die aber nicht direkt an der Sektorengrenze durchgeführt wurden.

Weil in West-Berlin Freiheit und Rechtsstaatlichkeit vorherrschte, in Ost-Berlin und der DDR hingegen nicht, obwohl die Verfassung der DDR die Grundrechte garantierte, waren immer mehr Menschen gewillt, ihr Land zu verlassen. Dies war eben nur über West-Berlin möglich, was die DDR-Führung schon vor dem Mauerbau dazu veranlasste, an der Außengrenze Ost-Berlins zu kontrollieren.

Das alles war wenig effizient. Hunderttausende verließen das Land, was auch wirtschaftlich problematisch wurde. Darum sperrte die DDR die Wege zwischen den beiden Stadthälften und ließ die Mauer errichten.

Dies war zwar ein Verstoß gegen den Viermächtestatus, doch die Westalliierten griffen nicht ein und beschränkten sich auf Symbolpolitik, die allerdings wichtig war, um das Vertrauen der West-Berliner nicht zu verspielen. Der freie Zugang nach West-Berlin war für die Alliierten weiterhin gewährleistet, und so bestand kein Anlass, um aktiv gegen den Mauerbau vorzugehen.

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Aus Sicht der Ostzone\\ DDR ging es (neben der Verhinderung weiterer Abwanderung der Bevölkerung) BESONDERS darum, dass Westbürger nicht weiter speziell für die östliche Bevölkerung subventionierte Waren wie Lebensmittel und Kinderkleidung billigst (wegen unrealistischen Wechselkurses von D-Mark zu Mark der DDR) weggeschleppt werden konnten. Zu Beginn der Teilung der Stadt Berlin kauften Westbürger mit "schwarz" getauschtem Geld den "Ossis" Waren weg, die speziell für sie billig gehalten wurden. Ein weiteres "Problem" war der öffentliche Personennahverkehr: Die "Reichsbahn"=Staatlicher Eisenbahnbetrieb der DDR war auch im Berliner Nahverkehr federführend: S-bahn und U-Bahn liefen unter Reichsbahn-Regie und mußten mit D-Mark bezahlt werden. Auf YOUTUBE gibt es erhellendes Filmmaterial dazu: "Als der Osten durch den Westen fuhr"- sehr interessant!

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In ERSTER Linie aus WIRTSCHAFTLICHEN Gründen: Der Staat konnte nicht weiter zulassen, dass Westbürger mit der D-Mark, die nur zu einem völlig unrealistischen Kurs schwarz zu tauschen war, die für DDR-Bürger hoch subventionierten Lebensmittel, sowie Kinderkleidung wurden der Bevölkerung einfach "weggekauft" und da es ja noch keine effektiven Grenzkontrollen gab, mußte die östliche Führung etwas dagegen unternehmen. Damit sich jetzt niemand über den "alten Ossi", der nichts gelernt hat, aufregt: Ich bin von Geburt Wessi und habe nie in der DDR gelebt, sondern war nur mal zu Besuch und hunderte Male im Transit dort.

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Kommentar von Karl37
01.05.2016, 20:46

Das du nie in der DDR gelebt hast ist aus deinen Worten verständlich, denn du hast keine Ahnung.

Die DDR vor dem Mauerbau musste ein Aderlass vor allen von jungen Menschen hinnehmen. Da konnte man bereits 1958 an zwei Fingern abzählen wie lange das noch gut geht. Aus meinem Abiturjahrgang haben z.B. 90% die DDR wie ich verlassen.

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Ich kenne noch die Zeit wo unserer Lehrer getürmt war. Fachkräfte, Ärzte,Akademiker konnten "Drüben" mehr Geld verdienen.SED Kritiker kamen vor Verhaftung davon in dem sie über Westberlin die DDR verlassen haben.In Berlin gab es Pendler die lebten für 50 Mark/Ost in einer Dreizimmerwohnung und verdienten bei Siemens in Westberlin gutes Geld was sie in den vielen Wechselstuben zu Ostmark umtauschen konnten.Das brachte das System an den Rand des Abgrundes und da war die Schließung der Grenzen eine Notbremsung.

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Weil sonst die DDR aus Menschenmangel eingegangen wäre.

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Die Menschen sind damals in großer Zahl aus der DDR ausgereist. Die DDR-Führung hatte Angst, dass das Land "ausblutet" und hat deshalb die Grenzen geschlossen und die Mauer gebaut.

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Vermutlich war - aus DDR-Sicht - der Bau der Mauer eine Notwendigkeit. Ab 1959 bis zum Mauerbau haben gut 2 1/2 Millionen Menschen den zweiten deutschen Staat über Berlin verlassen.

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Es sind zu viele Menschen in den "Westen" abgehauen. Das konnte sich die DDR nicht mehr länger leisten.

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Weil den Stalinisten die Bevölkerung davongelaufen ist.

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Weil sich der Westen, so wie der Osten politisch nicht einige waren.

Der Westen arbeitete mit den Amerikanern sehr eng zusammen, während der Osten eine art Überwachungsstaat war (stasi etc.).

Sie wollten damit die Auswanderung in den "besseren" Westen verhindern.

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