Warum wurde der Immobilienfonds SEB ImmoInvest geschlossen und aufgelöst?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Das ist praktisch wie bei griechsichen Banken, bei denen auf einmal alle Kunden ihre Sparguthaben ausgezahlt bekommen möchten. Die Bank muss schliessen, weil sie nicht genug reale Barreserven zur Verfügung hat.

Genauso in Deinem Beispiel: Der Fond musste schließen, weil er Anleger nicht auszahlen konnte, die ihre Anteile zurück­geben wollten. Dem Fonds wurde zum Verhäng­nis, dass Immobilien sich nicht so schnell verkaufen lassen wie etwa Aktien.

In der Finanz­krise floss viel Geld aus Immobilienfonds ab. Anleger bangten um ihre Einlagen und wollten diese so schnell wie möglich ausgezahlt bekommen. Die Fonds konnten die Immobilien nicht rasch genug verkaufen, um diese Anleger auszuzahlen, und stellten die Anteils­rück­nahme ein.


Kann ein Fonds nach zwei Jahren nicht wieder öffnen, muss er frist­gerecht abge­wickelt werden. Die Immobilien werden verkauft, das Geld ausgezahlt.




Huflattich 27.04.2017, 20:37

Kann ein Fonds nach zwei Jahren nicht wieder öffnen, muss er frist­gerecht abge­wickelt werden. Die Immobilien werden verkauft, das Geld ausgezahlt.

*Ha,ha,ha,* - das ich nicht lache, nicht das Geld, sondern das was übriggeblieben ist an Wert - also das, was die Immobilien (durch den Zwang des Verkaufens noch an Wert haben  - was im Gegensatz zu den hochgejubelten Einkaufspreisen extrem wenig ist) wird effektiv ausbezahlt .

Wenn der SEB wirklich nicht mehr öffnet und abgewickelt wird (was ich nicht weiß), können die Anleger mit massiven Geldeinbußen rechnen .

Beim  Grundbesitzfonds  der Deutschen Bank ist es damals gut gegangen - er öffnete wieder - beim DGI Europa Immobilienfonds der ehemaligen Dresdner Bank war es desaströs (leider war ich selber Opfer)   

Ich habe mich massiv betrogen gefühlt  und keiner half .

0

In der Finanz­krise floss viel Geld aus Immobilienfonds ab. Anleger bangten um ihre Einlagen und wollten diese so schnell wie möglich ausgezahlt bekommen. Die Fonds konnten die Immobilien nicht rasch genug verkaufen, um diese Anleger auszuzahlen, und stellten die Anteils­rück­nahme ein.

Nur zum Teil richtig: die institutionellen Anleger haben hier ihr Geld "geparkt" und es da sie riesen Verluste in anderen Bereichen hatten, plötzlich hier abgezogen um diese auszugleichen, das bedeutet für den ehemaligen Fonds das er zu viele liquide Mittel brauchte um Geld auszahlen zu können. 

Leider hatte der Fonds als Immobilienfonds natürlich alle Mittel in den Immobilien, die verkauft werden mussten. Dies verringerte den Wert der millionenschweren Immobilien .Das wußten die Käufer und bezahlten einen Bruchteil des vorherigen Wertes  - die Immobilien wurden quasi "verschenkt" 

Der Privatanleger ist Opfer der großen Anleger geworden .

Nicht nur beim SEB Immofonds....!!!

Weil der Fonds, was ungewöhnlich genug, gerade für einen offenen Immobilienfonds, von anderen Fonds für ihre Anlage gekauft wurde.

Vor allem solchen Fonds die eher konservativ anlegten, für die aber dei Crux war, das Anleihen nicht mehr genug Ertrag abwarfen.

Manche Fonds oder Pensionskasen sind gezwungen, qua ihrer Regularien, nur biszu einer bestimmten Risikoklase zu investieren - oft in sogenannte mündelsicher Papiere .

Das wiedrum sind / waren bis damals Anliehen mit einem AA - Rating UND auf - Antrag konnten auch offene Immobilienfonds als mündesicher erklärt werden.

Da  Immoblienfonds in der regel langfristig anlegen, meist in Gewerbeobjekte mit langen Mietveträgen, lassen sich bei einem Abzug der Gelder aus dem Fonds, die  Objekte nicht ohen weiters bverkaufen - schlcht das Geld zu Rurückzahlung warnicht da.

Da natürlich auch die Investoren in dem Bereich wissen, wie groß der Druck auf den Fonds für einen Verkauf der Objekte ist, haben diese qusi den Fonds am langen Arm " verhungern " lassen  um den Preis der Immobilien zu drücken.

Daher wurden die betroffenen Fonds " eingefroren " um ihnen Zeitzu geben, die Verkäufe abzuwicklen.

Daher rührt auch das Gesetz zur Mindesthaltefrist bei offenen Immobilienfonds von zwei Jahren bei einer Kündigungsfrist von 12 Monaten laut Kapitalanlagegesetzbuch ( KAGB ).

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Was möchtest Du wissen?