Warum würde ein Perpetuum Mobile nicht funktionieren?

10 Antworten

Wenn Du ein Perpetuum Mobile Erster Art meinst:

Die Struktur der klassi­schen Mechanik erlaubt es Dir nicht, aus einem zeit­invari­an­ten System un­beschränkt Energie heraus­zuholen, und ein ab­geschlos­se­nes System muß zeit­invariant sein.

Das heißt: Ein P.M. Erster Art kann nicht funk­tionie­ren, wenn nicht die klassi­sche Mechanik falsch ist. Das wiederum ist sehr un­wahr­schein­lich, weil die seit Newtons Zeiten schon etliche Male getestet wurde.

Natürlich könnte es irgendwo einen Effekt geben, der in der klassi­schen Mecha­nik nicht enthalten ist aber in der Natur funk­tioniert, und der könnte viel­leicht sogar ein P.M. erlauben. Aber die beliebte Methode der Crack­pots, ein System zu bauen, das einfach nur zu kom­pliziert ist um intuitiv ver­stan­den zu werden, und dann Blöd­sinn zu rechnen, wird niemals zum Erfolg führen.

Stattdessen müßte man einen Efffekt in der Natur finden, der der klassi­schen Mechanik funda­mental wider­spricht (“New Physics”), und den zum Bau eines P.M. nutzen. Viel Spaß beim Suchen.

Nun wirst Du aber vielleicht einwenden: Und wie ist das mit Relativitäts­theorie? Quanten­theorie? Super­strings? Das ist alles Zeugs, das über klas­si­sche Physik hinausg­eht. Zu­min­dest, als es ent­deckt wurde, war es New Physics. Kann man nicht damit ein P.M. bauen?

Spezielle Relativitätstheorie und Quantenmachanik erhalten die Energie genauso wie klassische Mechanik, die bringen also genau gar nichts.

Anders sieht es mit der Allgemeinen Relativitätstheorie aus. Die kennt im all­gemei­nen Fall keine Energie­erhal­tung. Mit der richtigen Metrik kannst Du wahl­weise Energie ver­schwin­den lassen oder aus dem Nichts hervor­hexen. Diese Theorie, ex­perimen­tell passabel veri­fiziert, ist genau das, was sich die P.M.-Bauer immer schon ge­wünscht haben (das gilt auch für spekulative Er­weite­run­gen wie Superstrings).

Andererseits ist das schon seit hundert Jahren bekannt, und bis heute hat nie­mand einen funk­tions­fähigen Prototypen eines P.M. nach der All­gemei­nen Rela­tivitäts­theorie konstruiert. Das zeigt, daß es wohl nicht ganz so einfach sein kann. Die Wech­sel­wirkun­gen innerhalb des Sonnen­systems taugen nichts für Ver­letzun­gen des Energie­satzes, da brauchen wir nicht­stationäre Metriken, z.B. ein kol­labie­ren­des Uni­versum oder was Ähnliches — wenn das jemand im Labor bauen kann, dann haben wir sofort ein Perpetuum mobile.

Vielleicht wird die Menschheit das irgendwann einmal schaffen, aber rechne nicht, daß die heute Geborenen dann noch am Leben sein werden.

Da du immer eine "Start Energie" benötigst!

2tes großes Problem würde darstellen wie du die Energie nutzt die umgewandelt wird! Da ja das Energie Erhaltungsgesetzt besagt dass Energie im genauen nicht verbraucht sondern nur verschoben wird in Energie Formen die wir nicht gut bzw garnicht nutzen können! Und da ist wieder die Frage: "Wie gut können wir diese Energie nutzen?" (die ugeformt umgewandelt wird bzw wurde)

Durch diese Probleme wird es meiner Meinung nach und Meinung nach vielen anderen leuten unmöglich sein ein Perpetuum Mobile zu erschaffen und erfolgreich zu betreiben!

Ein Perpetuum mobile, das Energie aus dem Nichts erzeugen kann, gibt es
leider nicht. Energie geht nie verloren und wird nie erzeugt: Sie wird
stets nur umgewandelt – von einer Form in eine andere.

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