Warum würde der Meeresspiegel steigen?

7 Antworten

Auf Grönland liegen so viele Eiswürfel, wenn die schmelzen dann steigt der Meeresspiegel um etwa 7 Meter an. Schmelzen dann auch noch die Eiswürfel auf der Antarktis steigt er weiter auf 60 bis 70 Meter. Das Eis liegt auf dem Land und das Wasser fließt ins Meer. Da muss es einen Anstieg geben. Am Nordpol hingegen gibt es keine Gletscher. Dort ist dein Gedankengang richtig. Wenn das Eis dort vollständig schmilzt erhöht das nicht den Meeresspiegel.

Es gibt hier verschiedene Punkte zu beachten:

  • Zum einen gibt es Eismassen, welche sich auf Festland befinden (Antarktis, Grönland usw.). Das Schmelzen dieser führt offensichtlich zu einem Anstieg.
  • Dann gibt es noch Eisberge. Auch das Schmelzen dieser führt zu einem leichten Anstieg des Meeresspiegels, da Eisberge nahezu aus reinem Wasser bestehen und somit das spätere Schmelzwasser eine geringere Dichte aufweist als das salzreiche Meerwasser.
  • Es gibt dann auch noch Meereis, welches sich ständig aus Meerwasser bildet und eine durchschnittliche Lebensdauer von ein paar Jahren hat. Je älter dieses ist desto geringer ist der Salzgehalt und somit geringer die Dichte des Wassers.

Das "Eiswürfel-Prinzip" gilt eben nur, wenn das Eiswürfelwasser aus dem gleichen Wasser besteht wie das umgebende Wasser. Besteht der Eiswürfel aber aus reinem Wasser und der Rest ist salzreiches Wasser dann führt das Schmelzen eben doch zu einer kleinen Erhöhung.

Zusätzlich zu diesen kleinen Effekten kommt noch, dass sich eben auch dieser Wasser unter Erwärmung ausdehnt. Man sollte die oben genannten Effekte also nicht vernachlässigen.

Üblicherweise spricht man von Gletschern bei auf Landmasse liegendem Eis.Es ist also weniger das Meereis, sondern vielmehr die Gletscher in der Region, die zur Meeresspiegelerhöhung beitragen.

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