Warum wollten früher in der DDR zeit alle von Ost Deutschland nach West Deutschland fliehen?

11 Antworten

Alle, sicher nicht.
Bis 1961, zum Mauerbau, waren es um 3 Mio.
Danach deutlich weniger.

Was dem Umstand geschuldet war, dass eine Flucht kein Spaziergang gewesen ist.
Einige schaffte es, unter der Mauer hindurch, oben drüber und mittendurch ging zuweilen auch.
Um etwa 45.000 wählten den Weg über das "Reisebüro Stasi", per Bus Richtung Westen, Abfahrtsort ein Gefängnis, die politischen Häftlinge.
Letztere motivierte die Freiheit, ob nun Mauer oder Gefängnis waren beide gleich, deutlich freiheitseinschränkend.

Mich selbst erwischte es mit der Aussage "Die DDR ist ein Staatsgefängnis".
Da wurden die von der Stasi sowas von Sauer.
Dabei sagte ich denen "man kann über alles reden, oder".
Die Stasi wollte nur nicht reden.
Nach 8 Monaten Haft buchten die mir einen Sitz im Bus und ab gings gen Westen.

Hätten die auf mich gehört, wäre das deutlich schneller gegangen.
Nicht nur für mich, sondern gar für alle, denn ich forderte die Wiedervereinigung.
Statt sich zu beruhigen wurden die noch sauerer.
Nur 13 Jahre nach meiner Ausreise machte es Schwups und wech war se, die Mauer und die DDR.
Frei nach Konfuzius: "Die Zeit ist mit jenen die geduldig sind", oder.
Kann auch Laotse gewesen sein, der das sprach.

Habe eine Bekannte die auch in der DDR aufgewachsen ist und sie sagte die Ressourcen Knappheit hätte ein "überwältigendes Gefühl des Zusammenhalts" erzeugt und die DDR "wäre klar die bessere Republik gewesen" wenn es nicht die Stasi gegeben hätte. Kannst du das als ehemaliger DDR Bürger bestätigen?

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@DarknessWing

Die DDR lässt sich nicht relativieren.
Die Stasi gehörte sicher zu den Fehlern im System.

Im Bereich Bildung und Berufsaubildung war die DDR klar besser als der Westen. Ebenso bei der Versorgung mit Kita's.
Die soziale Sicherheit und das Gesundheitssystem sehr viel besser.

Die Politk war realitätsfern. Was ebenso wie die Stasi die Ursache für die Fehlentwicklungen war.

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"Der Mensch, der schreit, wird zwar gehört, aber seine Worte werden vergessen - der ruhige Mensch braucht gar nicht zu reden, seine Taten sprechen für sich selbst."

"Es ist keine Ehre, von einem Narren gelobt zu werden."  

"Lernen, ohne zu denken, ist eitel! Denken, ohne zu lernen, ist gefährlich." 

"Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort! Aber wer Worte hat, hat darum nicht notwendigerweise Geist."

"Der Weise sucht, was in ihm selber ist, der Tor, was außerhalb von ihm ist."

Rate mal, von wem das ist.

Richtig! Kong Fuzi.

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"ALLE"??

Wo hast du das Märchen her?

Nur als kleine Info: ich war in meinem aktiven Wehrdienst an der Grenze Thüringens zu Bayern. Der erste Minenverletzte, den ich aus der Sperre holte, war ein Grenzverletzer von West nach Ost!

Ich nenne dir das Datum und den Grenzabschnitt, wenn es sein müsste.

Muss es aber nicht bei diesem geballten "Wissensstand"!

Du hättest besser auf Ulbricht (SED) hören sollen, der die Massen aus dem Westen in die DDR lotsen wollte.
Das ist so'n Minengürtel denn doch eher hinderlich.

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@soisses

"Ulbricht (SED)"??

Gab es denn noch einen??

Es hätte genug unverminte Grenzübergänge gegeben :-)

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Es gab in der DDR keine Freiheit. Man konnte nicht einfach eine Firma eröffnen wenn man eine gute Idee hatte. Man konnte nicht einfach sagen was man wollte. Man konnte in der Zeitung immer nur die gleichen Lügen lesen und nie die Wahrheit. Dazu kam der höhere Lebensstandard im Westen. Da musste man nicht lange überlegen.

Vor allem wegen fehlender Grundsubstanz zum "Überlegen"!

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Im Westen gab es viele Dinge, die es in der DDR nicht gab. Außerdem konnte man seine Meinung äußern, ohne Angst haben zu müssen, hinter Gitter zu kommen.

Weil der Westen jedem sehr viel mehr individuelle Freiheiten bot. Dass das mit Eigenverantwortung gekoppelt und der Glanz des freien Konsums mit Nachteilen verbunden ist, wurde Manchen erst später klar.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Jahrelang in Partei und Initiativen tätig

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