Warum wollen viele nicht mehr an Gott glauben, wo es doch so viele Fakten für seine Existenz gibt, zB hat er uns doch die Erde zum Leben gegeben?

43 Antworten

Gläubigkeit ist etwas Schönes und Tröstliches, aber durch Fakten ist er natürlich nicht gestützt.

Gott hat uns nicht die Erde gegeben, denn die war viele Millionen Jahre vor uns schon vorhanden. Allerdings hat etwas der Erde den Menschen gegeben (bzw. eher sie mit der Menschheit gestraft), nämlich die Evolution.

Und wenn man daran glaubt, dass Gott die Evolution als eine Art Werkzeug genutzt hat, um all das so entstehen zu lassen, wie es eben heute ist, dann kann man das natürlich tun. Dann wäre er übrigens ungeheuer clever gewesen, denn das Prinzip, nach dem sein Werkzeug namens Evolution arbeitet, ist wirklich genial konstruiert.

Wenn man freilich daran glaubt, dass die Erde 6000 Jahre alt ist und Dinosauerierknochen Fälschungen, mit denen Gott uns verarschen will, dann ist man – mit Verlaub – ein Dödel. (Möglicherweise aus dem amerrikanischen "Bibelgürtel")

Erster Fehler: Warum wollen so viele Menschen nicht mehr an Gott glauben?

Das hat nichts mit wollen zu tun. Wenn man an etwas glauben will, dann tut man so, also ob das eigene Wollen ein Grund sei, etwas zu glauben. Man macht also die eigene Hoffnung zur Grundlage dessen, was man über die Welt erfahren will. Man setzt voraus, was eigentlich erst zu zeugen wäre. Aber nichts wird dadurch wahr, dass man will, es möge wahr sein.

Tatsächlich habe ich früher an Gott glauben wollen, dann aber schließlich festgestellt, dass ich es nicht kann.

Zweiter Fehler: Es gibt keine Fakten, die für Gott sprechen.

Gott wird gerne so definiert, das alle Fakten für ihn sprechen, was aber in Konsequenz dazu führt, dass keine Fakten für ihn sprechen können. Zum einen können Fakten dann und nur dann für eine Sache sprechen, wenn man auch angeben kann, wie Fakten aussehen, die dagegen sprechen. Wenn man nicht sagen kann, welche Fakten gegen eine Hypothese sprechen, so ist die Hypothese sinnfrei.

Die Hypothese "Gott" enthält also zunächst keinen Sinngehalt. Es käme jetzt darauf an, eine sinnvolle Definition anzugeben, leider scheitern die Gläubigen meist daran.

Kleine Aufgabe für Gläubige: Nenne eine einzige Hypothese, die sinnvoll ist, aber gegen die keine Fakten sprechen können? Wenn Du keine findest, wieso sollten wir dann die Hypothese "Gott" akzeptieren, für die dergleichen nicht angegeben wird?

Ein Beispiel für die Beliebigkeit: Die Ordnung der Welt durch die Naturgesetze soll ein "Beweis" dafür sein, dass es Gott, den Gesetzgeber, der die Naturgesetze erschuf, geben soll. Gleichzeitig beruft man sich aber auch auf Wunder - definiert als ein "Verstoß gegen die Naturgesetze". Geschieht etwas im Rahmen der Naturgesetze - deutet es auf Gott. Verstößt etwas gegen die Naturgesetze - soll es auch auf Gott deuten. Wenn aber alles und sein Gegenteil auf Gott deutet, deutet in Wahrheit nichts auf Gott.

Hervorragende Antwort. Vor Allem der letzte Absatz bringt das auf den Punkt, was ich immer diffus als "Gott ist unbeweisbar, weil er genau so definiert wurde und wird" formuliert habe.

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Wenn jemand noch nie eine Krähe gesehen hat und dann hört, daß Krähen 6 Beine und einen Chitinpanzer haben und 500 Meter tief tauchen können, dann würde er vermutlich davon ausgehen, daß es sich um eine Spinnerei handelt und daß es Krähen nicht gibt.

Auch wenn jemand behaupten würde, daß "Pi" grün ist und 5 Ecken hat, könnte er allenfalls Ultra-Flachdenker von seiner Ansicht überzeugen.

So ähnlich verhält es sich mit "Gott". Maßgeblich ist - wenn sich da schon nichts vorzeigen läßt - wie ein solcher Gott definiert ist oder was man überhaupt darunter versteht.

Die Religionen liefern da ganz unterschiedliche, aber in jedem Fall der Logik nach unsinnige Definitionen, und obendrein spricht ihre Entwicklungsgeschichte ohnehin dafür, daß da gezielt entweder gelogen und betrogen wird oder daß da schwerwiegende geistige Störungen zu Gottessensationen erhoben wurden.

Selbstmord wegen krebs

Hallo mein leben hat entgpltig kein Sinn mehr und das obwohl ich erst 16 bin ... ich habe mich zurück ins leben gekämpft als ich an meinem 15 geburtstag eine schwere gehirnoperation vollzogen bekommen hatte. Die Zeit war schrecklich ... im koma, auf der intensivstation, in der Reha. Meine Psyche ist dermaßen kapitt das ich mit 16 Jahren schon mehrere Medikamente bis 3x täglich einnehmen muss um den Tag zu überwinden und meine Gesundheit mit zitternden Beinen hochhelfen zu können Zu den Medikamente gehören zb AntiDepressiva, Laif 1800 und weitere. Schon die ganze zeit bin ich der meinung das dass nicht das umfeld für ein 16 jährigen sein sollte oder? zudem kommt das ich nach meiner gehirnoperation noch mehr soziale kontakte verloren hab als in meiner frühen kindheit. Mein Geldgeler und auch psychich kranker vater versucht nach der scheidung irgendwie mit allen mitteln das geld von ihr zuholen damit wir kein geld für ein kleines häuschen oder zum essen haben. Ich bin russicher orthodox und habe schon so oft zu meinen göttern heulend, auf den knien zu ihnen gebetet aber nie sprachen sie zu mir oder halfen mir weiter beim rat. Was habe ICH falsch gemacht? bin ich des himmels verbannt? was und wer erwartet mich dort wenn ich tot bin? ich habe keine kraft fürs leben mehr und bin schon am ende angekommen 1 monat habe ich überlegt ob ich das hier schreiben soll oder nicht. Letzenendes bringt sich ein Jugendlicher selber um weil er dem Terror der Natur, Erde, nicht gewachsen war oder wie?ein junge der trotz schweren krebs, sogar vom leiblichen Vater terroriesiert wird? Mit 16 Jahren Antidepressiva nehmen muss und keine freunde hat weil er etwas "anders" ist? DAS kann nicht die Welt sein wie ich sie kenne ... alle meine pläne für die zukunft mit medizin studium waren umsonst, wril GOTT mir nicht mehr hilft! GOTT * Leute mit Krebs !? Ich habe beschlossen das ich dem nicht mehr länger genug dem ganzen stress standhalten kann und ich lange genug der D*pp für alle war...Gott hat mich im stich gelassen. Diese Woche wird die letzte für mich sein hier ...Könnte wenigstens einer zum letzten mal anstelle von mir zu Gott beten und ihn fragen ob ich das wirklich verdient habe? bitte bitte (lieber gott) ich brauche hilfe und zwar schnell, ansonsten werde ich sünden müssen indem ich mich selber umbringe ... ich hab an viel schmermittel mit viel alkohol gedacht, habs auch schon organiesiert

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