Warum wollen Menschen sich "rächen"?

Das Ergebnis basiert auf 24 Abstimmungen

Ich fühle nicht so 67%
Ich mache das auch 33%

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ich fühle nicht so

Menschen, die sich rächen wollen, sind ganz kleingeistige Menschen, ohne Selbstbewusstsein und Selbstwert...

Begründung:

Sie tun Dinge, die sie selber verachten und verabscheuen - wie schizophren ist das!

Aber: Auch diese Menschen sollte man nicht verurteilen, denn jeder Mensch durchläuft Lernprozesse - wie ein Kleinkind auf dem Weg ins Erwachsenenalter und darüber hinaus. Um zu verstehen resp. mitzufühlen, was Rache genau ist, ist die Eigenschaft 'Empathie' zu erlernen...

Das Gesetz 'Auge um Auge, Zahn um Zahn' wird ganz falsch interpretiert. Hierbei geht es nicht um 'Wie Du mir, so ich Dir', sondern um das Gesetz des Karma: 'Was ich tu, das geschieht mir'...

Rache ist ein Übel der Menschheit - jeder Rächende tut Übles...

Verletzte Menschen schieben ihre Verletzung anderen zu, sprich machen den anderen verantwortlich für den eigenen Schmerz. Dabei kann der andere nichts für den Schmerz des einen, denn dieses Gefühl ist ja in diesem bereits gegeben. Der andere hat(te) nur einen bestimmten Knopf gedrückt in diesem verletzten Menschen...

Der andere hat ja dieses Gefühl der Verletzung nicht in die verletzte Person hineingegeben. Diese Verletzung war bereits in der Person vorhanden, da (noch) nicht verarbeitet und aufgelöst. Erst die Un-Tat des anderen lässt dieses wieder emporkommen, um (endlich) aufgearbeitet und aufgelöst zu werden: Von der verletzten Person selbst...

Ist diese dann aufgearbeitet und aufgelöst, wird keiner je wieder diesen Knopf drücken können, da dieser nicht mehr vorhanden ist. Die Person wird nicht mehr verletzt werden können, weil das eine Thema dann aufgelöst ist...

Rache wird niemals die (Auf)Lösung der inneren und gegebenen Verletzung sein. Im Gegenteil, sie macht es nur noch schlimmer, denn die Verletzung wird ja jedesmal größer...

Jeder, der diese Verletzung nicht aufarbeitet und auflöst, sondern mit Rache(-gedanken, -taten) agiert, gerät in eine größer werdende Spirale, die einen herunterziehen wird...

Gruß Fantho

Ich gebe dir Recht, dass Rache keine Lösung ist. Ich kann aber so eine Handlungsweise in extremen Fällen nachvollziehen, z. B. bei Mord.

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@Patchouli

Nachvollziehen nur in Anbetracht der Kleingeistigkeit jener Rächer...

So sehr man zB den Mord an einem Familienmitglied verurteilt und verabscheut, so sehr sollte auch ein Rachemord verabscheuungswürdig und verurteilenswert sein, ansonsten sollte man den Mörder seines Familienmitglieds nicht verurteilen, denn man befindet sich dann auf dessen Stufe...

Fememord zB ist ein primitives Verhaltensmuster eines homo sapiens sapiens...

Gruß Fantho

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@Fantho

Selbstjustiz ist nicht richtig, aber trotzdem für mich manchmal nachvollziehbar.

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Danke. Jetzt hab ich verstanden warum.

Ich Stimme zu.

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Ich fühle nicht so

Natürlich mach ich irgendwas aber jetzt nichts aus Rache raus wenn mich z.B jemand Betrügt gibt es eine Ansage und ich will diese Person nimmer sehen und das war es dann auch

Ich fühle nicht so

Nun, ich denke, es ist ein Lernprozess. Als mein Ex-Herzliebster mich (lange Jahre zurück) verliess und sich mit einer anderen Frau vergnügte, da war ich sogar für Giftmord zugänglich = alle beide sollten bitterböse leiden. Aber mega-bitterböse.

Die Phase war lediglich eine Momentaufnahme, ich verschloss die Idee des Giftmordes in der untersten Schublade meines Gedankenschatzkästchens und warf sie dann kurzerhand ungenutzt weg.

Rache ist keine Lösung, Rache ist kein Weg. Gerechtigkeit wird durch Rache nicht erreicht. Und andere leiden lassen? Ach, das können sie alle selber viel, viel besser verursachen, sollen sie das mal fein selbst machen, sich das Leid und Elend in's Leben zu holen, dafür braucht's keinen Rächer.

😂😂😂Es heisst ja immer, dass bei einem Giftmord meist eine Frau dahintersteckt. Du bist der beste Beweis!!! Aber Abführmittel würde als Rache schon ausreichen.

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Das sind meiner Meinung nach schlechte Beispiele.

Ich z.B.wollte mich jahrelang für das Mobbing rächen, was mir vieles genommen hat. Inzwischen habe ich zwar verziehen (obwohl es sogar noch weiterging und es keine Wiedergutmachung gab), aber ge*** bin ich trotzdem. Das ist zwar nicht der einzige Grund, aber eine Hauptursache. Da ich aber weiß, dass solche Dinge mörderisch und grausam sind, kann ich jene verstehen, die es nicht vergeben. Auge um Auge, Zahn um Zahn - in meinem Fall regelt sich das auch ohne meine Zutun.

in meinem Fall regelt sich das auch ohne meine Zutun

Das ist doch immer so. Ich wurde/werde auch gemobbt.

Aber rächen wollte ich mich nie. Klar ich wollte in Ruhe gelassen oder anders behandelt werden aber anderen oder meinen Mobbern an zu tun was sie mir angetan haben...

Der Gedanke alleine gib mir Ekel.

Die bekommen schon was sie verdienen. Warum sich rächen?

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@MCath

Ich wollte mich rächen, weil sie sich gut fühlen mit dem Wissen, dass ich mein Leben nie mehr wirklich normal leben werden kann.

Inzwischen ist mir das aber egal, wenn es zu schlimm wird, verabschiede ich mich so oder so. Ich sehe es als meinen persönlichen Sieg an, diese Gnade zu hinterlassen. Ich tue das nicht für die, sondern für mich.

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Die Rache ist normalerweise als Strafe gemeint. Es soll damit eine Gerechtigkeit wiederhergestellt werden, die vermeintlich verletzt worden ist.

Rache ist so nicht definiert.

Aber danke!

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@MCath

Du fragst nach dem Warum. Ich denke schon, dass es meist so ist, wie ich behaupte.

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