Warum wollen manche die Vereinigten Staaten von Europa?

10 Antworten

Die Geschichte hat gezeigt das Vereinigung immer Vorteile hat, siehe Vereinigte Arabische Emirate, United Kingdom/Commonwealth, United States of America,... Sowjetunion... ;) Römisches Reich, Hellenisches Reich, Persisches Reich, usw.

Auch Deutschland ist eine Vereinigung aus einzelnen Fürstentümern, wenn auch widerwillig entstanden, genau wie die meisten anderen Nationen oder früheren Königreiche.

Europa ist aufgrund der kulturellen Diversität und Historie bei dieser globalen Entwicklung eher speziell... oder wie Donald Rumsfeld es mal formulierte: "der alte Kontinent", welche von der modernen Zeit abgehängt wird.

Weil das langfristig die einzige Möglichkeit ist, sich außenpolitisch effektiv gegen den Machtanspruch der Vereinigten Staaten, Russlands, Chinas und demnächst dann möglicherweise auch Indiens und ein paar anderer zunehmend mächtiger Kandidaten zu wehren.

Eine Union mit 27 verschiedenen Staaten ist dafür vollkommen ungeeignet selbst wenn es nur 10 wären, wäre sie ungeeignet.

1-2 unzufriedene finden sich in so einem Verbund immer und die sind für auswärtige Mächte leicht zu instrumentalisieren um den ganzen Verband zu lähmen und zu sabotieren.

Auf diesem Weg haben die Franzosen über Jahrhunderte sehr effektiv die römisch-deutschen Kaiser Bekämpft und ihre Macht sukzessive auf Kosten des alten Reiches ausbauen können.

Der die unterschiedliche Interessenlage innerhalb der EU muss aufgelöst werden um so eine Entwicklung zu verhindern, so lange sie noch nicht so virulent ist, dass keine sinnvollen Lösungen mehr gangbar sind.

Das wird teuer, weil man da jede Menge Widerstände und Sonderinteressen wird abkaufen müssen, nur muss man da einfach realist sein. Wenn wir die nicht kaufen, und uns durch einen gemeinsamen Bundesstaat so weit aneinander binden, dass das ohne weiteres nicht mehr auseinander zu bekommen ist, dann werden die Chinesen, die Russen und die Amerikaner im entsprechenden Maße Einfluss kaufen und uns den europäischen Gesamtverband lähmen und zerpflücken.

Und mit der nationalstaatlichen Ebene braucht man überhaupt nicht anfangen. Wir sind eine Bevölkerung von knapp 80 Millionen Menschen. Alleine das und was an Potentialen drann hängt, ist offensichtlich nicht mehr ausreichend um in der Weltpolitik eine gewichtige Rolle zu spielen.

China und Indien gehen beide auf die 1,3 Milliarden Menschen. Das sind 15 mal so viele, wie wir hier haben. USA über 300 Millionen, Brasilien und Indonesien über 200 Millionen, Japan, Philippinen, Russland, Nigeria über 100 Millionen, Pakistan dito.

Was das angeht, rangieren wir mittlwereile auf einer Ebene mit Ägypten, Iran, Türkei Vietnam und Staaten dieser Größenordnung.

Unseren industriellen Vorsprung werden wir nicht ewig halten können. In Zeiten, wo der überwiegende Teil der Weltbevölkerung alphabetisiert ist, die Welt global und digital vernetzt ist, der Erwerb und die Verbreitung von Wissen im Eiltempo vonstatten gehen und wir für die moderneren Industrien auch auf keinen begehrten Schlüsselrohstoffen mehr sitzen, ist klar, dass andere zunehmend aufholen werden.

Damit schwinden dann auch unsere Einflussmöglichkeiten und als Nationalstaat alleine werden wir mittelfristig auf in den Rang einer bestenfalls noch drittklassigen Macht herabsinken. da braucht man sich keine Illusionen zu machen und entsprechend leicht zu bearbeiten würden wir für die tatsächlichen Großmächte dann sein.

Also lieber den Einfluss und die Prosperität, die wir jetzt noch haben in eine dauerhafte, gesicherte und verteidigungsfähige Einflusszone investieren, bevor beides Verfällt und wir Spielball anderer Mächte werden, zu deren Gunsten die Rahmenbedingungen nach denen sich die Welt entwickelt, derzeit einmal laufen.

Machtpolitisch läuft die Zeit gegen uns und wir solten unsäre Schäflein im Rahmen eines europäischen Bundesstaates ins Trockene bringen, so lange wir das noch können.

Wenn die Hälfte der kleineren europäischen Staaten erstmal finanziell und militärisch von den USA; China oder Russland abhängig sind, ist es zu spät.

Die Gründe, warum einige das wollen, kenne ich nicht. Aber ich will noch nicht einmal den stetigen Kleinkrieg und Konkurrenzkampf zwischen den Kommunen und Landkreisen in Deutschland, und deshalb will ich derartiges auch nicht europaweit (obwohl das alles schon längst stattfindet).

Diese Idee ist schon älter, schon seit napoleonischen Zeiten.
Meist ein großkopferte Gedanke, der sich nicht realisieren läßt.

Im wesentlichen steht dem die Verfassungswirklichkeit der Nationalstaaten entgegen.
"Der Nationalstaat ist kein Provisorium, er wurde auf Dauer geschaffen" ex-EU Präsident Jean Claude Junker.

Warum nicht? Die Nationalstaaten bauen ja größtenteils Mist. Siehe Ungarn, Polen, Slowakei aber auch Deutschland. Mit einer gemeinsamen Linie wäre Schluss mit diesem Zeug.

Dann würden sich alle gleich doof verhalten oder es kommt zu sonem bremsklotz wie die EU.

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Damit müsste gar nicht Schluss sein. Kalifornien oder Alabama sind auch US-Bundesstaaten, die von den übrigens Staaten als "peinliche Problemkinder" angesehen werden, die immer wieder für Kuriositäten sorgen :D

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