Warum wollen Jugendliche psychisch krank sein?

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18 Antworten

Tatsächlich haben viele junge Menschen während der Pubertät depressive Gedanken und Verstimmungen. Dass diese nicht die Kriterien einer echten Depression erfüllen, ist ihnen oft gar nicht bewusst. Sie leiden unter ihrer Traurigkeit und nehmen den nächsten Begriff dafür, der sich anbietet, und das ist nun mal "Depression". Wenn sie älter und stabiler sind, werden sie sehen, dass sie nicht krank sind - aber bis dahin bleiben halt die Traurigkeit, die Hoffnungslosigkeit, die Hilflosigkeit, die Einsamkeit, die Verzweiflung, die Zukunftsangst und alle anderen Bedrängnisse der Pubertät.

Hallöchen gesagt.

Vorab schon mal meine Entschuldigung dafür, falls es keine allzu qualifizierte Meinung sein sollte, es ist aber eben MEINE.

Bin da voll auf Deiner Seite. Finde auch die Frage wichtig und hervorragend gestellt.

Ich geh` mal "nur" von den jungen Leuten hier auf der Seite aus (glaube das reicht). Viele (nicht Alle) stellen hier Fragen , eben auch über das Thema "Depressionen", weil sie zu jung sind, um mehr erlebt zu haben und damit auch die Themen begrenzt sind, die sie diskutieren wollen/können, bzw. zu Denen sie Antworten suchen. Auch scheint es eine irrige Ansicht, das Depressionen wohl eine Art Zivilisationskrankheit darstellen. Schade eigendlich, denn damit geht die Ernsthaftigkeit ihrer Situation der wirklich Betroffenen irgendwie unter.

Natürlich hat auch mit dem Verhalten "in der wahren Welt" zu tun. Respekt, bzw. eben leider auch dessen Verlust bestimmt da zum großen Teil auch das Handeln. Man denkt immer weniger nach, was die Taten für Folgen haben können.

Ich betone, es gibt hier auch sehr nette, intelligente junge Menschen. Viele haben auch echte Probleme, wobei man sehr gern mit Rat zur Seite steht.

Die Art und Weise, wie wichtige Themen (im Allgemeinen), völlig unbegründet benutzt werden, nur um Aufmerksamkeit zu erhalten, da kann man nur den Kopf schütteln.

Leider kann man Dies nicht wirklich ändern.

Man kann aber entscheiden, ob man sich Das weiter antut, also weiterhin verbleibt.

Ich tue es, mit dem Wissen, es sind auch positive Erlebnisse die ich erlebt habe und erleben werde.

Lieben Gruß aus Berlin

Das sehe ich sehr ähnlich... Bloß das ich denn Teil der wirklich betroffenen größer einschätzen würde. Und wie du gesagt hast, nimmt diese Menge dem ganzen die Ernsthaftigkeit. Ich denke, wenn man hier um Hilfe bittet, hofft man als wirklich betroffener, auf etwas das einen Aufmuntert (So wie ich damals (Vor 2 Jahren also nicht damals, aber egal), und jetzt schickt mich in die Höle, weil ihr denkt, ich suche auch nur aufmerksamkeit)

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@DepressedWeirdo

btw. dir ist sicher mein Name aufgefallen, welchen ich als anlehnung auf meine Früher Häufigeren und heute seltenen Anfällen gewählt habe.

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@DepressedWeirdo

Wenn ich das Gefühl habe, da braucht jemand Antwort/Aufmerksamkeit, dann bekommt er/sie Diese auch weiterhin. Es spielt dann auch keine Rolle, ob es Depressionen sind, oder nur ein schlechter Tag.

Wer bin ich jemanden zur Hölle schicken zu wollen?

Und bitte auch nicht immer gleich alles auf sich selber beziehen, das ist auch so ein Thema was mich stört. JEDER FÜHLT SICH SO SCHNELL ANGEGRIFFEN

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Geht es um die veränderte Wortwahl? Heute sagt man ja häufig, man sei depri/depressiv, wenn man schlecht drauf ist.

Den Satz finde ich sehr treffend, das habe ich auch schon oft gehört. Gerade diese Verniedlichung ,,depri", habe ich noch nie von tatsächlich Depressiven gehört. Man sagt auch nicht ,,Krebsi" oder sowas.

Ich frage mich auch, woher das kommt. In meiner Schulzeit habe ich ,,depri" noch nicht gehört. Von welchen sozialen Gruppen oder Vorbildern dieser Begriff wojhl kommt...

Das Prinzip kenne ich aber aus der Jugendsprache. Bestimmte Worte, die niemand an der Schule kennt oder benutzt, die plötzlich die Runde machen.

Die Hauptproblematik ist wohl die, dass sich Depressionen von "normaler" Traurigkeit schlicht nur in Stärke und Dauer unterscheiden.(Soweit ich das selbst jetzt verstanden habe. Ich selbst bin mir nämlich auch nicht sicher, ab wann das, was ich empfinde eine "Depression" ist)

Schlußendlich führt diese Ähnlichkeit dazu, dass Personen, die noch keine "echte" Depression erlebt haben ihre kleine Depression als solche "echte" Depression sehen.

Das ganze wird noch problematischer deswegen, da die Begriffe "depremiert" udn "depressiv" inhaltlich eigentlich auch dasselbe Ausdrücken können und auch oft dasselbe ausdrücken. und zudem keine wirklich ansehnliche Nomoinalisierung von "deprimiert" existiert.

Schlußendlich wird sich das wohl langfristig so entwickeln, dass die Krankheitsbezeichnung der "Depression" entsprechend so abgeändert wird, dass aus ihr klar hervorgeht, dass es sich eben nicht nur um kurzzeitige Phasen der niedergeschlagenheit, sondern eben um mehr handelt. Der Begriff "anhaltende Depression" oder irgendeine Wortkombination mir Begriffen wie "Störung" oder "Syndrom" oder was auch immer möglicherweise besser passt.

Das in der Schule erklärt wird, was Depressionen im medizinischen Kontext eigentlich sind wäre mir unbekannt und war bei mir auch nicht der Fall. Sicherlich würde Aufklärung in der Thematik helfen, Lösungen zu finden.

Auf folgenden Punkt will ich noch eingehen:

Und wieso fehlt ihnen jegliche Einsicht, wie respektlos ihr Verhalten gegenüber den Menschen ist, die wirklich psychisch krank sind, die dadurch nicht mehr ernst genommen werden?

Was das angeht kann ich in gewisser Weise beide Seiten verstehen, die Person "ohne Einsicht" und den Anklagenden.

Denn ich denke schlußendlich beruht die Ansicht, die Einsicht würde fehlen, lediglich auf einem Missverständniss. Dem, das Angeklagter und Ankläger die Begriffe unterschiedlich auffassen.

Zur Lösung des Konflikts ist es vermutlich hilfreich, das Missverständniss höfflich zu beseitigen. Denn auf Anschuldigungen reagieren viele Personen abblockend. Dann mag es zwar sein, dass der Angeklagte die Anschuldigung versteht und nachvollziehen kann, dann aber dennoch scheinbar ohne Einsicht reagiert.

Sollte nach Klärung des Missverständnis keine Einsicht vorhanden sein, dann kann ich nur noch bedingt die Position des Angeklagten verstehen.

Die Hauptproblematik ist wohl die, dass sich Depressionen von "normaler" Traurigkeit schlicht nur in Stärke und Dauer unterscheiden.

Nein!! Genauso ist es nämlich nicht. Eine Depression ist eben nicht eine starke Traurigkeit. Bei einer Depression hat man sehr viele verschiedene Symptome, von denen viele von einem Laien nie einer Depression zugeordnet werden würde. Deshalb kann ein Laie auch keine Depression diagnostizieren.

Hier einige der Symptome:

  • Verlust von Interesse und Freude
  • depressive Stimmung
  • verminderter Antrieb
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwäche
  • Schuldgefühle, Selbstzweifel und Selbstvorwürfe 
  • verminderter Appetit
  • negative und pessimistische Zukunftssicht
  • vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen;
  • Suizidgedanken / -handlungen
  • Schlafstörungen
  • ....
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@Calla83

Die "Folgen" dieser Traurigkeit habe ich nicht genannt.

Die von dir genannten Symptome hatte ich alle bei meiner Formulierung im Hinterkopf.

Ich bin mir lediglich nicht sicher, ob diese Folgen psychischer oder physicher natur sind.

Sind sie physicher Natur, dann liege ich mit meiner vermutung falach, dass das "Folgen"/Begleiterscheinungen der Traurigkeit sind.

Sind sie aber psychischer Natur, dann verdeutlich gerade eben dieser Sachverhalt die Problematik, nämlich eben die, dass sich eine Depression eben erst dann als eine solche im medizinischen Sinne auszeichnet, wenn sie stark genug ist, um bemerkbare Symptome zu verursachen.

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@Destranix

Die "Folgen" dieser Traurigkeit habe ich nicht genannt.

Die Ursache einer Depression ist keine Traurigkeit! Das ist viel komplexer und individueller.

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@Calla83

Die Depression wäre bei mir selbt eine Traurigkeit, nur eben stärker und länger andauernd. Die Ursachen dafür offen. Die Symptome die von dir genannten.

Sollte dies nicht so sein, muss ich dich bitten, dies aufzuklären. Ich bin nicht vom fach und nur mäßig informiert.

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@Destranix

Ich bin im ersten Moment nicht verärgert, wenn sich jemand nicht auskennt. Ich hab zb. von Autos keinen blaßen Schimmer. Ich würde mir einfach nur wünschen, dass die grundsätzliche Bereitschaft dazu besteht, sich etwas erklären zu lassen. Gerne kann natürlich auch jeder selbst recherchieren. Bei einer Depression muss eine gewisse Veranlagung vorhanden sein. Es wird von einer Stoffwechselstörung im Gehirn ausgegangen. Meist führen langjährige Erlebnisse dazu, dass sich eine Depression langsam entwickelt. Hab dir noch paar offizielle Infos eingefügt.

Möchte aber noch auf die Schwere eingehen. Bei einer schweren Depression (es gibt auch leichte und mittelschwere) ist es kaum noch möglich den Alltag alleine zu bewältigen. Betroffenen ist es teilweise kaum noch möglich aufzustehen. Der Verlust es Arbeitsplatzes und eine Berentung sind mögliche Folgen. Auch bei jungen Menschen. 15% begehen Suizid. Das sind jährlich ca. 9000 Menschen alleine in Deutschland. Und dann kommt Max Mustermann und behauptet er habe eine schwere Depression weil er gestern eine schlechte Schulnote bekommen habe... Das ist wie ein Schlag ins Gesicht.

Ursachen: Was sind die Auslöser einer Depression?

Wie eine Depression entsteht, ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. Experten gehen jedoch davon aus, das eine Depressionen nicht nur eine Ursache hat, sondern mehrere Faktoren zusammen kommen. Dabei spielen biologische, genetische und psychosoziale Aspekte eine Rolle. Daraus ergeben sich auch bestimmte Risikofaktoren als Auslöser:

  • erbliche Veranlagung: Studien haben gezeigt, dass das Risiko, an einer Depression zu erkranken, höher ist, wenn enge Familienangehörige bereits erkrankt sind.
  • weibliches Geschlecht: Frauen erkranken etwa doppelt so häufig an einer Depression wie Männer. Experten vermuten, dass hormonelle Schwankungen die Ursache sein könnten, beispielsweise vor der Menstruation und nach einer Schwangerschaft (Wochenbettdepression). 
  • Ungleichgewicht bestimmter Botenstoffe im Gehirn: Es gibt Hinweise darauf, dass ein gestörter Botenstoffwechsel im Gehirn für eine Depression mitverantwortlich sein könnten und den Austausch zwischen den Nervenzellen beeinträchtigen. Das wiederum beeinflusst Gefühle und Gedanken negativ.
  • körperliche Erkrankungen: Schwere Erkrankungen wie Krebs, aber auch Schilddrüsenerkrankungen, Hormonstörungen und chronische Erkrankungen wie Diabetes und schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehen mit einem erhöhten Risiko für Depressionen einher.
  • Stress und chronische Belastung: Stress bedeutet in der Regel immer einen Verlust an Lebensqualität. Das macht Betroffene auf Dauer anfällig für Depressionen. 
  • Verlusterfahrungen: Auch der Tod eines Angehörigen oder eine Trennung können in die Depression führen.
  • Trauma-Erfahrungen: Psychisch stark belastende Erlebnisse wie Missbrauch, häusliche Gewalt oder Kriegserlebnisse machen ebenfalls anfällig für Depressionen. 
  • Persönlichkeitsfaktoren: Menschen, die zu negativen Denkmustern neigen und ein geringes Selbstwertgefühl oder ein negatives Selbstbild haben, sind anfälliger für Depressionen. 
  • Einsamkeit: Menschen ohne Familie und Partner haben ein höheres Risiko, an einer Depression zu erkranken,.
  • Medikamente: Bestimmte Arzneimittel – darunter auch Betablocker, Schmerzmittel und die Antibabypille – können ebenfalls Depressionen begünstigen.
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@Calla83

Das würde sich etwa mit meinem Bild decken.

Insoweit stimmen wir also inhaltlich überein.

Ist der Begriff der "Traurigkeit" immernoch Streitpunkt? Oder kannst du meine Denkweise inzwischen nachvollziehen?

Ich verstehe nämlich durchaus, dass dich eine scheinbare Reduktion auf "Traurigkeit" verärgert, möchte aber darauf hinweisen, dass eine Reduktion meinerseits dahingehend nicht stattfand, sondern ich lediglich versuchte, das zu beschreiben, als was eine Depression für mich ungeachtet ihrer Folgen oder Ursachen erscheint.

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@Calla83

In einem anderen Kommentar auf meine Antwort wurde dre Begriff der getrübten Stimmung statt dem der Traurigkeit vorgeschlagen.

Möglicherweise wird dies als passender empfunden.

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@Destranix

Ich verstehe dass man sich nicht von allem ein ausführliches Bild machen kann. Man macht sich einen Eindruck durch seine vorhandenen Infos. Das ist ja nicht schlimm. Toll ist es, wenn man bereit ist, seinen Horizont zu erweitern. (Soll nicht so klingen, als hielte ich mich für besonders schlau). Auf dich wirken depressive traurig und das stimmt ja auch. Die Situationen, bei denen ein Kranker (egal durch was) in der Klinik ist oder nicht aus dem Haus gehen kann, bekommen nur die Angehörigen und Freunde mit. So will ja auch keiner von Fremden gesehen werden. Außerdem erzählt man ja auch nicht Jedem von seinen körperlichen Beschwerden, Schmerzen, Ängsten und schon gar nicht seinen negativen Gedanken. Das ist zu privat.

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@Calla83

Ich lasse das mal so stehen. Auch wenn ich denke, dass du davon ausgehst, ich hätte den Begriff der Traurigkeit wegen mangelnder Infos gewählt, was so nicht ganz stimmt.

Abers eis drum. Das ist quasi nur Formsache. Schlußendlich denke ich, dass du schon verstanden hast, worauf ich ursprünglich hinaus wollte und das ist ja, worauf es ankommt.

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@Destranix

Das trifft es etwas besser, denn eigentlich sind Depressive eher emotional leer und weinen selten. Sie würden gerne weinen, aber können nicht. Aber das trifft nicht auf alle zu.

Allgemein muss ich auch mal erwähnen, dass ich hier meist von schweren Depressionen spreche. Man kann durchaus an einer (leichten) Depression erkrankt sein und hat nur wenige Einschränkungen, die auch kein Außenstehender bemerken würde. Sie sind vielleicht einfach nur weniger belastbar, können aber ihrem Job und ihren Hobbys problemlos nachgehen.

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Schlußendlich wird sich das wohl langfristig so entwickeln, dass die Krankheitsbezeichnung der "Depression" entsprechend so abgeändert wird, dass aus ihr klar hervorgeht, dass es sich eben nicht nur um kurzzeitige Phasen der niedergeschlagenheit, sondern eben um mehr handelt. Der Begriff "anhaltende Depression" oder irgendeine Wortkombination mir Begriffen wie "Störung" oder "Syndrom" oder was auch immer möglicherweise besser passt.

Diese begrifflichen Unterschiede gibt es bereits. Aber wenn man sich nicht mit dem Thema beschäftigt (die Fragesteller) kennt man sich damit wohl nicht aus.

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@Calla83

Damit meinte ich mehr, dass sich auch umgangssprachlich, etc. ein entsprechend anderer Begriff entwickeln müsste. Bisher wird ja quasi überall unter "Depression" auch der medizinische begriff verstanden.

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@Destranix

Klar verstehe ich schon, aber dann muss diese Bezeichnung auch angenommen werden. Das ist das, was ich meinte, dass die Betroffenen oder die sich auskennen das in der Antwort erklären und dann trotzdem die Behauptung folgt, sie seien trotzdem an einer schweren Depression erkrankt. Sie lassen sich nicht überzeugen. Ihnen ist es nicht schlimm genug, solange es keine anerkannte Krankheit ist

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@Calla83
Klar verstehe ich schon, aber dann muss diese Bezeichnung auch angenommen werden.

Selbstverständlich. Sonst passiert das gleiche wie mit Begriffen wie "sitt sein".

Sie lassen sich nicht überzeugen.

Das Überzeugen ist im allgemeinen eine schwierige Angelegenheit. Man trifft nur wenige Menschen, die sich tatsächlich überzeugen lassen.

Ihnen ist es nicht schlimm genug, solange es keine anerkannte Krankheit ist

Ich verstehe den Satz nicht ganz. Das, was medizinisch als "Depression" bezeichnet wird ist doch anerkannt. Oder hast du dich auf etwas anderes bezogen?

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@Destranix

Ich meine damit: sie wollen behaupten dürfen, dass sie eine richtige Depression haben. Und zwar in diesem Schweregrad wo keine Lebensqualität mehr beim Erkrankten vorhanden ist. Einfach nur eine depressive Verstimmung / schlechte Laune/ extrem Niederlagen zu sein / zu haben reicht nicht. Einfach nur sehr sehr traurig wegen des Liebeskummers zu sein erscheint zu harmlos. Es muss eine richtige Depression sein. Diese haben sie aber nicht.
Zu sagen ich habe einen Kratzer am Bein reicht nicht. Sie wollen sagen, das Bein sei gebrochen.

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Denn ich denke schlußendlich beruht die Ansicht, die Einsicht würde fehlen, lediglich auf einem Missverständniss. Dem, das Angeklagter und Ankläger die Begriffe unterschiedlich auffassen.

Anfangs sicher ja. Aber wenn dann jemand die Frage beantwortet und ausführlich erklärt was eine Depression ist, die Symptome nennt usw. bleiben viele der Fragesteller dennoch bei ihrer Aussage, dass aber ihre schlechte Laune, die sie seit gestern wahrnehmen, eine schwere Depression sei.

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@Calla83

Darauf bin ich direkt im Anschluss in meiner Antwort eingegangen...

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Danke für deine Diskussionsbereitschaft und dein Interesse

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Es ist schon mal eine falsche Denkweise, dass man Depressionen mit Traurigkeit vergleicht.

Depressive Menschen sind niemals traurig, sie haben eine gedrückte Stimmung!

Wenn jeder, der behauptet depressiv zu sein bzw. Depressionen zu haben, wüsste, wie krank depressive Menschen wirklich sind, würden mit Sicherheit 90 % der angeblich depressiven Menschen „von einer auf die andere Minute gesunden“ sich nie wieder dahingehend äußern, zumal viele u.a. überhaupt nicht wissen, dass diese Krankheit tödlich enden kann.

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@Ramboline
Es ist schon mal eine falsche Denkweise, dass man Depressionen mit Traurigkeit vergleicht.
Depressive Menschen sind niemals traurig, sie haben eine gedrückte Stimmung!

"Traurigkeit" und "getrübte Stimmung" hatte ich mehr oderw eniger gleichgesetzt. Dein Begriff ist aber wohl treffender, da weiter greifend.

zumal viele u.a. überhaupt nicht wissen, dass diese Krankheit tödlich enden kann.

Ich denke schon, dass sich so ziemlich jeder bewusst ist, dass Depressionen zu Suiziden führen können wenn es doof läuft.

Wenn jeder, der behauptet depressiv zu sein bzw. Depressionen zu haben, wüsste, wie krank depressive Menschen wirklich sind, würden mit Sicherheit 90 % der angeblich depressiven Menschen „von einer auf die andere Minute gesunden“ sich nie wieder dahingehend äußern

Das mag stimmen. Wie gesagt hilft Aufklärung dahingehend sicherlich, die Zahl derer zu minimieren, die den Begriff der Depression "falsch" verwenden.

Ich selbst verwende auch inzwischen häufiger den Begriff "deprimiert", um verwechslungen zu vermeiden.(Fühle mich dann aber ziemlich blöd, wenn ich derartiges auf Englisch ausdrücken will, denn mir wäre nicht bekannt, inwieweit eine Unterscheidung der Begriffe in der englischen Sprache existiert.)

Allerdings ist anzumerken, dass es wohl zielführender wäre, den eingebürgerten Begriff für das, was als "Depression" bekannt ist so zu verändern, das keine Verwechslungsgefahr mehr besteht, denn der Begriff der "Depression" wird wohl auch langfristig sonst falsch verwendet werden, da es an einfachen Alternativen zu diesem Wort mangelt.

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Hey.

Willkommen im Internet. Ein Ort wo es keine Mimik und Gestik gibt. Du bekommst hier garnicht mit, wie viel Schlagkraft, hinter einen Wort steht.

Ich könnte dir, das eben hier auch, eher aggressiver erzählen oder eher distanziert kühl.

Das einzige, was dich darüber urteilen lässt, ist wie du dich gerade fühlst.

Emotionen gibt es hier also nicht. Jeder kann etwas falsch verstehen, wenn er es nur will.

Vll hast du sie auch nur falsch verstanden. Worte für sowas, wie Depression, sind schnell gefallen und werden gerne genommen um auch einen gewissen Nachdruck, hinter seine Argumente zu bekommen.

Aber ich gebe dir Recht. Wir haben mittlerweile, wirklich viele Menschen, die vergessen haben, wie man lebt. Wir haben in unserer Sozialhilfe, Massen an anfragen, von einsamen Menschen. Das Internet sollte eig da sein uns zu verbinden, aber es trägt uns auseinander.

Keine zwischenmenschliche Gefühle. Nur Worte die du jemanden an den Kopf schmeißen kannst, ohne mit den Konsequenzen leben zu müssen.

Sowas führt natürlich auch zu Depressionen.

Mein beschriebener Sachverhalt ist hier ein Massenproblem. Jeden Tag wird mehrfach behauptet psychisch krank zu sein, ohne Diagnose und doch voller Überzeugung.

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