Warum wollen auf einmal so viele Flüchtlinge nach Deutschland?

9 Antworten

Die Flüchtlingsfrage existiert seit länger. Man kann nicht so tun, als wäre erst seit dem 01.01.2015 Krieg in Syrien, Irak, Libyen.

Hinter den Kulissen tobt seit längerem der Streit in der Flüchtlingsfrage.Traditionelle Auffangländer wie Italien, Griechenland, Spanien, beklagten, dass die Situation außer Kontrolle zu geraten drohe. Sie können nicht mehr. Der Norden Europas ignorierte es immer wieder und schob es vor sich her. Nach dem Motto "Ihr macht das schon". Wie oft hat Italien um Unterstützung gebeten? Und wie hörte sich das hier an? Dass Italien um irgendwelche Hilfsgüter bettelt.

Die EU-Länder im Osten wollten schon vor 2015 überhaupt nichts von Flüchtlinge wissen. Der franz. Außenminister hat nicht ohne Grund dahin gezeigt.

Die Lage in der EU war also schon vorher angespannt. Und, es wurde schlimmer.

Mit Gaddafis Regierung hatte man eine erste Barriere für Flüchtlinge. In Syrien war das Leben vor dem Krieg nicht so wie hier immer wieder gesagt. Und, die Flüchtlinge aus dem Irak - nach Saddam - sagten alle wie im Chor: Unter Saddam, hätten sie kostenlos lesen, schreiben lernen und eine Ausbildung genießen dürfen. Nach Saddam, könnten sie sich noch nicht mal die Grundschule für die Kinder leisten.

Dazu der isis, der auch nicht erst seit Januar 2015 aktiv ist.

Und dann der Gipfel. Die östl. EU-Länder, die allesamt genauso pleite sind wie die südl. EU-Länder, das aber, darf nicht gesagt werden, maßen sich an, die südl. EU-Länder zu erpressen.

Entweder die südl. EU-Länder gehen auf den gewünschten Kurs gegenüber Russland und Ukraine oder die Flüchtlingsfrage bleibe ein Problem der südl. EU-Länder.

Das klingt alles merkwürdig. Ist auch verständlich. Sie lächeln alle, dort in Brüssel, beim Gruppenfoto.

Herr Roland Freundenstein war so freundlich, Aufklärung zu betreiben, als er von sich gab: "Die südliche Flanke der EU wird bei der Einwanderung kein Verständnis der östlichen Flanke finden, wenn sie weiter die existentiellen Bedrohungen des Ostens nicht versteht oder sich weigert zu verstehen."

Das war Anfang 2015. Herr Freundenstein ist stellv. Leiter des Martens Centre, eine Stiftung der EVP. Stiftung klingt unschuldiger. Und EVP ist das größte Parteienbündnis in der EU.

Bin davon überzeugt, dass die besagte südl. Flanke der EU sich mehr oder weniger sagte: "Wenn das so ist, hier habt ihr einen Vorgeschmack auf unser Problem" - und eine angenehme Weiterreise wünschte.

Ich kann mich irren. Denke nicht, dass ich falsch liege.

Hast du die letzen Jahre genauso geschlafen wie die Regierung, die Länder und die Kommunen? Die wundern sich auch wo die alle herkommen und warum hierher.

Deutschland hat den besten Arbeitsmarkt europaweit, z.B. Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt, warum sollten die Flüchtlinge in ein armes Land wollen, wo die Einheimischen selber nix zum beißen haben?

Wo die plötzlich alle herkommen? Die kommen nicht plötzlich, die hätte man erwarten müssen. Die flüchten vor Isis und Taliban, Asad und anderen. Z.B. aus Millionenstädten die Aleppo in Syrein, das völlig zerstört ist. die wollen nicht, daß ihre Frauen und Mädchen verschleppt werden und ihre Väter und Brüder erschossen oder geköpft werden.

Die Kapazitäten der dirketen Nachbarländer zu Syrien sind alle völlig erschöfpt, kleine Länder wie Jordanien haben Millionen Flüchtlinge aufgenommen, die Türkei anderhalb Millionen.

Überraschend ist da nix, wenn man aber bis zuletz den Kopf in den Sand steckt, erscheint es einem so.

Hallo,

weil in D es eine sog. "Grundsicherung" für jeden gibt !

siehe:

http://www.huffingtonpost.de/2014/08/27/warum-fluechtlinge-deutschland_n_5722474.html

Emmy


Und denkst wirklich die Kriegsflüchtlinge kommen wegen der Grundsicherung?

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@Bitterkraut

nein, nicht nur, aber das zählt doch, oder, das sog. soziale Netz ?

Emmy

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