Warum wollen alle nur Hunde verkaufen, trotz Notlage?

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12 Antworten

Hallo,

weil Leute selbst an den "Dingen", die sie loswerden wollen, noch Geld verdienen wollen. Dieses Verhalten resultiert tatsächlich eher daraus.

Wer einen Hund abgeben muss (aus welchen Gründen auch immer), den er sehr lieb hat, dem wird ein guter Platz wichtiger sein, als 300 oder 400 Euro. Der wird dieses Geld - das natürlich sein muss, denn "geschenkt ist auch nichts wert" - wahrscheinlich dann tatsächlich dem Tierschutz spenden.

Aber all die Leute, die ihren Begleiter los werden wollen, weil er lästig geworden ist, sie zu sehr einschränkt etc. pp, die haben im Kopf: Mensch, da hab ich so viel investiert - da will ich jetzt auch was für haben. Und ich bin überzeugt: denen ist auch dann völlig egal, wo der Hund landet - Hauptsache, der Preis wird bezahlt.

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Kommentar von ElGimpo
22.01.2016, 14:08

Super, danke dir. Genau so einen Standpunkt vertrete ich auch. Das ist genau der Grund, warum ich die Frage im Endeffekt gestellt habe.

Großteils ist es hier nur um Geld gegangen, jedoch nicht um das Wohl der Tiere. Bei meinen Beispiel: Die verstorbene Besitzerin hat in den 8 Jahren sicher einiges investiert und die Erben wollen natürlich das Geld zurück. Peinlich sowas.

Wenn die wirklich einen guten Platz für den Hund wollen, so können sie doch persönlich bei mir vorbeischauen um zu sehen, das mein Hund einen Garten hat, gepflegt ist, das Umfeld passt. Weiters noch Katzen im Haushalt sind die mit Hunden können, etc.

Das wäre das mindeste, wenn man einen Hund "wirklich" vermitteln will. Jedoch hier sehe ich nur Euro Zeichen ^^.

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Wer Tiere verschenkt, muss damit rechnen, dass es ihnen beim neuen Besitzer eventuell schlecht geht. Denn wer nicht bereit ist, etwas für das Tier zu bezahlen, kann vielleicht nicht genug Futter kaufen oder mit dem kranken Tier nicht zum Tierarzt gehen, denn der ist ja nicht billig. Oder die Tiere landen z.B. im Labor oder im Fall von Pferden im Schlachthof, was man ja verhindern möchte.

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Kommentar von ElGimpo
22.01.2016, 11:19

In meinem Fall wäre es ein 8 Jahre alter Hund wo die Besitzerin verstorben ist. Ich wollte hier eigentlich nur etwas gutes tun und auch für meinen 10 Jahre alten Hund einen etwas älteren, nicht mehr soooo agilen Gefährten zu Seite stellen. Und wie gesagt, Besitzerin verstorben - also wer will hier dem Hund etwas gutes tun mit 350 Euros :)

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Das Ding ist leider, wenn die Leute von Privat ein Tier verschenken, denken viele nicht ausreichend drüber nach. Ungefähr so : "Da ist ein Hund zu verschenken, den können wir uns ja holen. Wenn er nichts taugt kann er wieder weg, immerhin haben wir ja nichts dafür bezahlt." 

Der Preis ist natürlich etwas sehr hoch. 150€ reichen vollkommen. Das ist die normale Schutzgebühr, die man auch als Privatperson veranlassen sollte. Wer sich richtig um sein Tier gekümmert hat, hat nämlich Tierarztkosten usw. gehabt.


Über Ebay Kleinanzeigen kommt jeder an die Tiere. Auch Leute die eigentlich ein Tierhalteverbot haben. Und wenn es wenigstens über 100 Euro sind, können sich Menschen die nicht aus ihrem Leben gemacht haben, sich auch nicht den Hund leisten. 


Ich habe meinen jetzigen Schäferhund auch zu verschenken bei Ebay Kleinanzeigen gefunden. Ich hatte Glück das ich ihn bekam. Da haben sich unglaublich viele Leute gemeldet, die ihn haben wollten. Und ich glaube kaum, dass jeder von denen die Körpersprache der Hunde versteht. Was als Hundebesitzer eigentlich Pflicht ist.

Er wurde dort wo ich ihn rausgeholt habe schwer Misshandelt, geschlagen und eingesperrt. Sein Futter bestand aus Müll. Und da schick dann einen Anfänger hin, der den Hund will, weil er nichts kostet.

Da wäre die Erziehung schon in der ersten Woche gescheitert und der Hund wäre wieder auf der Suche nach einem neuen zu hause. und so würde es immer weiter gehen. Das ist die übliche Geschichte der meisten Tierheim Tiere. Die meisten waren mal einfach nur ein Geschenk.

Deswegen ist es eben auch wichtig einen Preis auszuwählen, den Jugendliche oder A****geigen sich nicht leisten können.


Es ist ein Lebewesen und kein Spielzeug das jeder der will haben sollte. Viele Menschen sind einfach unfähig richtig mit Tieren umzugehen.


Richtig ist es aber nicht, dass man Tiere bei Ebay Kleinzeigen wie Ware verscherbelt. Ich habe Ebay Kleinanzeigen auch schon öfters deswegen angeschrieben aber leider wurde nichts geändert.


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Kommentar von offeltoffel
22.01.2016, 10:57

Das Ding ist leider, wenn die Leute von Privat ein Tier verschenken,
denken viele nicht ausreichend drüber nach. Ungefähr so : "Da ist ein
Hund zu verschenken, den können wir uns ja holen. Wenn er nichts taugt
kann er wieder weg, immerhin haben wir ja nichts dafür bezahlt."

Wäre es dann nicht eine schöne Geste zu sagen: gegen eine Spende von 150€ an das lokale Tierheim, haben wir unseren Hund abzugeben.

Das signalisiert dem "Käufer", dass das Geld wirklich als reine Schutzgebühr betrachtet wird. Ein echter Hundeliebhaber wird das gespendete Geld auch nicht bereuen und der "Verkäufer" weiß, dass es dem anderen ernst ist.

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Kommentar von XLeseratteX
22.01.2016, 11:20

Das ist natürlich eine super Möglichkeit. Man muss aber bedenken das Menschen die sich nicht mal die Mühe machen ein Fachwissen aufzubauen, sich kaum für die Tierheim Tiere interessieren. Wenn man jemanden hat, dem es mit dem Hund ernst ist, ist das aber alle mal eine sehr schöne Idee. Wenn das wirklich ans Tierheim geht, würde ich persönlich sogar die 300€ für einen Hund bezahlen. Man tut damit ja gleich mehrere gute Dinge.

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Kommentar von ElGimpo
22.01.2016, 11:24

Naja, jetzt böse gesagt. Jedoch wer nimmt sich schon einen 8 Jahre alten Hund. Jeder möchte doch Welpen haben, oder sagen wir mal so, der Großteil. 

Ich bin mir auch bewusst, das dieser in dem Alter auch schon  krankheitsanfälliger ist. 

Mein Onkel hat sich auch einen älteren Hund mit Asthma genommen. Und ja, er war sich im klaren was er tut und wollte diesen Hund unter anderem auch helfen.

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Kommentar von XLeseratteX
22.01.2016, 11:33

Ich nehme z.B. immer ältere Tiere oder welche die eine Behinderung haben oder wenn Körperteile fehlen. Das sind immerhin auch noch Lebewesen die Gefühle haben. Mein Hund war auch 7 Jahre als ich ihn geholt habe, unser Kater hat nur einen halben Schwanz und meine Katze ist geistig nicht ganz normal. Und auch Tiere mit Verhaltensstörungen bekommen bei mir noch ein zu Hause. Momentan sind es Kaninchen aus Einzelhaltung. Teilweise sehr aggressiv. Sind eben Folgen einer nicht artgerechten Haltung. Leider geht es bei vielen wirklich nur nach dem Aussehen. Aber dennoch gibt es auch genug die wissen das auch solche Tiere ein zu Hause verdient haben. :) Die Krankheitsanfälligkeit ist heutzutage nicht mehr so hoch wie vor 30 Jahren. Die Medizin ist ein ganzes Stück weiter. So können auch ältere Tier top fit sein. Es kommt halt auf Pflege, Haltung und Ernährung an. Respekt an Deinen Onkel. Finde ich gut das er das gemacht hat.

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Gleich vorneweg: Bitte verallgemeinere das nicht.

Es gibt in der Hinsicht zwei Typen von Mensch. Einer, der sein Tier verkaufen möchte, um so möglichst zu verhindern, dass das Tier in schlechte Hände gerät.
Was Geld kostet, ist gleich viel wertvoller als etwas, das es umsonst gibt. Traurig aber wahr.
Dazu wollen viele, die keine Ahnung von (in dem Fall) Hunden haben, einen möglichst billigen Hund. Umsonst ist natürlich noch besser.
Das es der Hund da meist auch noch leider nicht gut hat, er verzogen wird oder oder, ist fast schon vorausgesetzt...
Nur sehr wenige, die sich einen Hund wie ein Handy anschaffen, kriegen die Kurve und belesen sich und erziehen den Hund gut.

Der zweite Typ Mensch, der seinen Hund verkaufen möchte, will noch Profit aus dem ganzen schlagen.
So nach dem Motto "Wenn ich ihn schon nicht haben kann, will ich wenigstens Geld für ihn!"

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Wenn jemand Geld für einen Hund bezahlt, ist er ihm auch etwas wert. Das ist oft der Hintergund. Jemand, der kein Geld für die Anschaffung hat oder ausgeben will, der wird auch keines für den Tierarzt z.B. ausgeben können oder wollen. Es handelt sich alo imme um eine Art Schutzgebührt, auch wenn es sowas rechtlich gar nicht gibt.

Ich für einen meiner Hunde nichts bezahlt, hab mich aber an den Aufzuchtskosten beteiligt, weil das ja auch nicht ganz billig ist. Der Hund kam aber von Freunden, die wußten, daß der Hund bei mir ein gutes Leben haben wird, und daß sie jederzeit nach ihm sehen können.  Wenn man aber einen Hund an Fremde gibt, will man wissen, das der Hund auch wertgeschätzt wird und nicht bei nächster Gelegenheit, weil man ihn nun doch nicht brauchen kann, an den nächsten Baum gebunden wird.

Und dann gibt es natürlich noch die Hundemafia und die Puppymills, die Vermehrer, die wollen Geld machen und die haben auch keine Not. 

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Ein gewissen Betrag verstehe ich, weil es auch eine Art Schutzgebühr ist und das wird auch jedem empfohlen. Allerdings sollte es sich im Rahmen halten - also ähnlich wie im Tierheim sein und auch ein Schutzvertrag geben. Problem ist, was nichts kostet, ist nichts wert und daher ist es wichtig etwas zu verlangen.

Wenn es um einen reinen Verkauf geht mit viel Geld, dann verstehe ich es auch nicht.

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Was habt ihr für ein Problem mit dem Verkauf von Tieren?

Hunde und Katzen sind Nutztiere - genauso wie Schweine, Rinder und Pferde. Die werden kommerziell oder hobbymäßig gezüchtet und zu marktüblichen Preisen verkauft. Das ist ganz normal.

Das auf gute Haltungsbedingungen beim Käufer so gut wie möglich geachtet werden soll, finde ich richtig, aber auch da ist nichts wirklich prüf-  geschweige denn durchsetzbar. Ein potentieller Käufer kann dir von einem Paradies erzählen in dem der Hund bei ihm leben wird und ihn hinterher heimlich im Keller schlachten. Da kann niemand etwas dagegen tun.

Hier in der Frage geht es um einen geerbten Hund, den keiner der Erben übernehmen kann oder will. Also wird er logischerweise verkauft. Ein geerbtes Häuschen verschenkt ja auch keiner, nur weil er nicht selbst drin wohnen mag.


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Eine Schutzgebühr sollte schon sein, die finde ich auch richtig. Aber bei solchen Anzeigen geht es nicht mehr um eine Schutzgebühr sondern um reines Geld machen.

Als wir unsere Katze geholt haben, mussten wir auch 30Euro abgeben und die Frau sagte das Geld würde sie am Tierheim spenden. Ich habe nach einer Woche eine Quittung bekommen das sie es getan hat. Das finde ich dann super, Sie hat uns die Kitte verkauft aber das Geld gespendet. Das sehe ich als sinnvoll an.

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Kommentar von Bitterkraut
22.01.2016, 10:49

Wenn die Halter Kosten für den Tierarzt haben, Impfen, Entwurmen, Chippen, vor der Abgabe, kann man die auch übernehmen. Auch, wenn nicht gespendet wird. Es ist j nicht so, daß ein Tier bis zur Abgabe nichts kostet.

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Wenn die Leute solche Inserate ganz konsequenz ignorieren würden, gäbe es keinen Markt dafür.

Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass hier teilweise zulasten der Hunde eine persönliche Profitgier im Vordergrund steht. Wie du schon sagst: Rassehunde kosten eben, weil der Züchter davon lebt. Tierheime verlangen Schutzgebühren - z.B. gerade damit Leute nicht später auch noch Kapital aus deren Not schlagen.

Ansonsten könnte ich mir nur vorstellen, dass die Leute einen Teil der Kosten (Futter, Behandlung) etc wieder reinholen wollen. Erneut ist fraglich, ob tatsächlich die Not des Tieres dabei im Vordergrund steht.

Fest steht für mich: wenn jemand einen Hund abgibt und Geld dafür verlangt, dann bekommt er keinen Cent von mir und hoffentlich auch von keinem anderen Tierliebhaber.

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Kommentar von Bitterkraut
22.01.2016, 10:51

ich kenne keinen Züchter, der von der Zucht lebt/leben kann. Dir scheint nicht klar zu sein, was es kostet, zu züchten. Und Welpen bis zur Abgabe aufzuziehen.  Und so ein Hund wirft ja auch nicht 5 mal im Jahr. 1-2x im Jahr einen Wurf für vielleicht inseesamt 5000 Euro abzugeben - wer kann davon leben, wenn man die Kosten für Zucht und Aufzucht noch abzieht? Platz, Zeit Tierarzt?

Die Hundemafia und die Puppymills leben vielleicht davon, ein ordentlicher züchter kann das nicht, der muß froh sein, wenn er kein Geld  mitbringen muß.

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Kommentar von melinaschneid
22.01.2016, 13:58

Ich weiß nicht wie es bei Hunden ist aber bei Katzen verdient ein seriöser Züchter keinen Cent daran. Damit die Tiere einen Stammbaum bekommen muss man in einem Verein angemeldet sein und damit etliche Auflagen erfüllen. Die Elterntiere werden vor der Paarung auf Leukose usw. untersucht, Kot Probe und Parasiten auszuschließen, Gentest, Herzschall usw. Da bist du schon vor dem decken an die 600€ los + evtl decktaxe wenn man keinen eigenen Kater hat. Die Kitten Kosten dann Futter bis zur 12 Woche, 3x entwurmen, Impfen, Chippen, die Ausstellung des Stammbaumes kostet auch. Wenn einem Züchter da vielleicht 50€ pro Kitten über bleiben hat er Glück. Sollte der Wurf mal Durchfall oder so haben legt er drauf. Mal davon abgesehen das ein Zuchttier in der Anschaffung mindestens 1200€ kostet. Die kosten darf man in der Rechnung gar nicht berücksichtigen. Katzen züchten ist reines Hobby bei dem man meist sogar drauf legt. Dafür hat man als Ergebnis Tiere die für gewöhnlich gesund sind und durch gezielte Anpaarung keine Gendefekte haben. Fakt ist das Rassetiere aus einer seriösen Zucht ihren Sinn erfüllen. Jedes Tier sollte es verdienen möglichst gesund auf die Welt zu kommen.

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Wenn man für den Hund bezahlt ist er den Leuten was wert ( hoffentlich,meistens). Und wer nicht mal das Geld für einen Hundekauf aufbringen kann, kann vielleicht nichtmal die Futterkosten,TA usw. Bezahlen.

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Nein es geht darum volldeppen abzuschrecken.

Jemand der zu geizig oder sich nicht leisten kann 350€ zu zahlen, kann sich auch kein Hund leisten.

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Kommentar von ElGimpo
22.01.2016, 14:00

Also wenn ich von meiner Großmutter den Hund bekomme, versuche ich nicht Profit daraus zu schlagen, sondern ihm den bestmöglichen Platz zu suchen "persönlich". Ich brauch die paar Euro nicht. Und was passiert wenn die den Hund nicht "VERKAUFEN" können? Wo kommt er dann hin? Tierheim? Sehr super Lösung.

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Ja das frag ich mich auch manchmal. Ne Schutz Gebühr halte ich auch für sinnvoll damit sie nicht als Tierfutter oder was weiß ich enden. Aber manche Preise muss man nicht verstehen. Mit nem Tier sollte man kein Geld verdienen. Nicht in den Ausmaßen.

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Kommentar von Georg63
22.01.2016, 12:54

Mit nem Tier sollte man kein Geld verdienen.

Bist du Veganer?

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Kommentar von MissRatlos1988
22.01.2016, 13:20

Nein garantiert nicht 😂 geht eher um die Haustiere wie in diesem Fall der Hund. hab ich wohl etwas unglücklich ausgedrückt. in dem beschriebenen Fall sollte das Wohl des Hundes an erster Stelle stehen und nicht noch möglichst viel Geld raus zu schlagen

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