Warum wollen Aktivisten den Ausstieg aus der Braunkohle aber nicht aus der Steinkohle?

10 Antworten

Die Klimaschutz-Aktivisten (und nicht nur sie) wollen den Ausstieg aus allen Arten Kohle und aus den fossilen Brennstoffen überhaupt.

https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/fossile-energien

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/12/11/oekonomen-rufen-zum-sofortigen-ausstieg-aus-fossilen-brennstoffen-auf/

Für den Ausstieg gibt es eine logische Reihenfolge: Wenn man die fossilen Brennstoffe nach ihrer spezifischen CO2-Emission sortiert, also danach, wie viel CO2 pro gewonnener Energie bei der Verbrennung entsteht, dann liegt die Braunkohle ganz weit vorn, und die Steinkohle folgt mit nicht sehr großem Abstand.

https://www.volker-quaschning.de/datserv/CO2-spez/index.php

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/co2-emissionsfaktoren-fuer-fossile-brennstoffe (Tabelle 16, S. 45-47)

Die Aktivisten wollen den schnellstmöglichen Ausstieg aus der gesamten Kohle, aber als Anfang eben den sofortigen Ausstieg aus den ineffizienten Braunkohledreckschleudern.

Auch die Kohlekommision arbeitet ja an einem Gesamtausstieg aus der Kohle.

Die Braunkohle ist dabei logischerweise als erste dran - Braunkohle hat je erzeugter Kilowattstunde den höchsten CO2-Ausstoß unter den fossilen Brennstoffen:

Schlechter sind nur noch Torf (siehe den brennenden Truppenübungsplatz aktuell) und Holz, falls mehr Holz verbrannt wird als im kurzfristigen Kohlenstoffkreislauf wieder nachwächst. (zzgl Energieaufwand für Einschlag un Verarbeitung).

Ausserdem sind die sehr schlecht regelbaren Braunkohlekraftwerke bei der Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien hinderlich.
Da Braunkohlekraftwerke langsam regelbar und nur langsam An-und Abschaltbar sind, tragen sie zu den negativen Strompreisen bei Starkwind und Sonnenschein bei.

 - (Strom, Energie, Klima)

Wieso sind die Grünen gegen eine Rodung des Hambacher Forstes, obwohl sie es selbst entschieden haben?

Die Rot-Grüne Regierung in NRW hat noch im Jahre 2016 selbst die Rodung des Hambacher Forstes durchgewunken. Wie kann es jetzt sein, dass sich die Grünen wieder als Weltretter und Naturschützer aufspielen, obwohl Sie es selbst zu verantworten haben? Sind die Grünen nicht schon längst keine Umweltschutzpartei mehr und versuchen das Image nur als Stimmenfängerei aufrecht zu erhalten?

https://www.focus.de/politik/deutschland/glaubwuerdigkeit-sieht-anders-aus-hambacher-forst-noch-2016-trugen-gruene-rodung-mit-nun-protestieren-sie-dagegen_id_9655914.html

2016 saßen die Grünen in Regierung, als der Hambach-Beschluss fiel
Umweltschützer haben den Forst schließlich längst zum Symbol des Widerstands gegen die Kohle und die damit verbundene Klimabelastung hochstilisiert. Die Grünen werfen der Landesregierung zudem vor, die angespannte Situation durch die Räumung nur weiter zu eskalieren.
Die so deutliche Positionierung der Grünen ist jedoch erstaunlich. Schließlich saßen sie 2016 mit am Kabinettstisch, als die Rodung des Hambacher Forstes quasi durchgewunken wurde. Die Grünen regierten in NRW damals zusammen mit der SPD. „Braunkohlenabbau ist im rheinischen Revier weiterhin erforderlich, dabei bleiben die Abbaugrenzen der Tagebaue Inden und Hambach unverändert“, heißt es im Beschluss der damaligen Landesregierung.
„Damals waren ihnen Ministerposten offenbar wichtiger als die Bäume im Forst“
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Was denkt ihr über den Hambacher Forst?

Meine Meinung ist zwiegespalten, denn einerseits brauchen wir ja Strom, aber anderseits geht es um unsere Zukunft, da Braunkohle sehr schädlich ist.

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Warum findet man in Deutschland die Braunkohle meist nahe an der Oberfläche, während Steinkohle in großer Tiefe liegt?

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