Warum wirken Klimademos auf mich so scheinheilig?

22 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Weil sie es sind.

Warum wirken Klimademos auf mich so scheinheilig?

Deonstrationen sind oftmals scheinheilig. Beispiel Stromerzeugung: Da wurde in der Vergangenheit in D bei jedem neuen KKW oder Kohlekraftwerk protestiert, aber selbst ist man natürlich zu geizig, mal in Ökostrom zu investieren.

Ganz ähnlich bei diesen in meinen Augen schier lächerlichen Klimademonstrationen. Davon abgesehen, dass es nicht einmal bewiesen ist, dass der Mensch die alleinige Kontrolle über den Temperaturverlauf dieser Erde hat, sehe ich unter den "Demonstranten" einige mit den immerneuesten Schlautelefonen, groß wie Frühstückstabletts. Natürlich mit fest verbautem Akku, d.h. maximal umweltschädlich also. Und: Zerrissene Hosen, welche ja auch nicht umweltfreundlich hergestellt werden (mit Chemikalien künstlich gealtert), wenn man mal übersieht, dass die absichtliche Vernichtung von neuer Kleidung sowieso von Grund auf maximal hirnrissig und unökologisch ist. Ich halte es auch für äußerst unrealistisch (auch wenn ich es nicht weiß), dass alle Demonstranten vegan leben, denn so viele Veganer gibt es gar nicht.

Fortbewegen tut sich dann so mancher Demonstrant mit angeblich hippen Schrotthaufen wie Vespa und Simson aus den 70er Jahren. Stoßen ja so superwenig CO2 aus. Dass diese Dinger, frei von jeglichen Abgasreinigungsanlagen, sowie nach dem veralteten Zweitaktprinzip (offener Gaswechsel mit erheblichem Frischgasverlust, Altölentsorgung über den Auspuff) operierend, hinsichtlich ihrer Schadstoffemissionen quasi als mobile Giftgasanlagen bezeichnet werden müssen, wissen sie natürlich nicht oder ignorieren es.

Ich demonstriere nie, obwohl ich einen kritischen Blick auf die Geschehnisse auf dieser Erde habe. Ich bin mir darüber im Klaren, dass ICH ein Teil von der Masse bin, die es in der Hand hat, was auf dieser Welt geschieht. Wenn alle so denken würden, bräuchte man nicht einen einzigen Demonstranten, aber es würde sich etwas tun.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Weil du das so sehen willst, vermute ich. Zwischen richtigen politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen und individuellem Verhalten muss man schon unterscheiden.

  • So weiß ich schon, was ich tue, wenn eine Autofahrt von X nach Y und zurück mit dem Auto 1,50 € kostet, mit Bus und Bahn aber 6,50 €.
  • So weiß ich schon, was ich tue, wenn eine Autofahrt von X nach Y und zurück mit dem Auto 3 Stunden dauert, mit Bus und Bahn aber 17 Stunden.

So fahre ich Auto, aber bin trotzdem dafür, Autos, zumindest aus großen Städten zu verbannen. Achte aber ansonsten darauf, das so schonend wie möglich zu tun. So fahre ich gern Strecken, wo ich kürzer und sparsamer unterwegs bin, aber schon deutlich länger.

Individuelles Verhalten mit politischen Richtungen aufzurechnen, ist m.E. nicht "zielführend". Ist eine Meinung denn deswegen falsch, weil ein Vertreter nicht in allen Details konsequent ist?

Das Internet ließe sich auch besser gestalten. Ich brauche so mein Volumen, und nichts spricht dagegen, dass ich auch dafür bezahle, und auch für Reaktionszeiten.

Ich sehe da eine Doppelmoral. Wenn du für das Klima nicht bereit warst den vollen Preis zu bezahlen, warum sollen es andere richten? Die Forderungen sind meistens eben nicht schonend und realistisch.

1
@astera7

Ich habe nur eine gewisse Menge Geld. Ich kann es mir schlicht nicht leisten, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen und Bioprodukte zu kaufen.Was soll ich noch mehr tun als verschlissene Kleidung zu tragen und auf Essen zu verzichten, das mir schmeckt und gut tut?

Wenn du da eine Doppelmoral siehst, ist dir nicht zu helfen. Du willst einfach blind sein. EOD

0
@ThomasJNewton

Ein eigenes Auto ist günstiger als die öffentlichen Verkehrsmittel?

Meinung kann wahr oder falsch sein?

Bioprodukte und verschlissene Kleidung sind für dich Klimaschutz?

Politische Entscheidungen haben keine wirtschaftlichen Konsequenzen?

1
@astera7

Hast du auch was zu sagen, außer zu fragen? Jede Antwort erscheint mir als Zeitverschwendung.

0
@ThomasJNewton

Für dich: Autos sind im Unterhalt oft teurer, Meinung ist weder wahr noch falsch, Klimaschutz ist mehr als verschlissene Kleidung tragen, politische Entscheidungen sind nicht so klar von wirtschaftlichen zu trennen wie behauptet.

Für mich: Technologische Lösungen sind meiner Meinung nach relevanter als die Bemühung auch den letzten über das Klima informiert zu haben.

Das Problem liegt zum Großteil im Ursprung bei den Konsumenten ( eben auch den Teilnehmern der Demos).

Die Demos machen aufmerksam sind an sich im Grunde der gute Will, sind eventuell für viele -aber nicht für alle- eine Art Umgang die eigene Verantwortung als Konsument von sich zu schieben.

0

Es gibt in jeder Bewegung Heuchler und Leute die sich einfach profilieren wollen.

Wie viele von den Teilnehmern Leben vollständig so, wie man leben müsste um das Klima zu schützen? Ich würde vermuten die wenigsten, wenn man überlegt wie schädlich schon die reine Internetnutzung für das Klima ist.

Praktisch keiner. Menschliches Leben ist immer irgendwie umweltschädlich - man müsste schon nackt in einer Hütte im Wald leben. Aber das müssen sie auch gar nicht.

.... weil sie es ist.

  • während der Schulzeit streiken bedeutet nichts anderes ich bin nicht bereit eigene Zeit aufzubringen um das Klima zu schützen.
  • sie fordern immer nur dass andere sich ändern sollen.
  • hab noch von keiner Disko gehört, die wegen mangelnder Nachfrage von Klimaschützern schließen musste. Man streikt Freitags während der Schulzeit, damit man am Freitag Abend und Samstag Abend in der Disko abfeiern kann.
  • streiken ist das falsche Zeichen, Bäume pflanzen als Symbol wir jugendlichen machen was für die Umwelt wäre sinnvoller.
  • die Reisebranche verzeichnet ein Umsatzplus von 5% auf die Vorbuchungen für den Sommerurlaub. Dies ist deutlich höher als das Wirtschaftswachstum. Zumindest in der Familie scheinen die jungen Klimaaktivisten wenig Überzeugungskraft zu haben.

Klimaschutz ist geil wenn DU dich ändern musst, damit wir länger so weiter machen können, sollte auf den Plakaten stehen.

Schüler verzichten freiwillig auf ihr Recht auf Bildung. Ich habe noch nie gehört, dass die IG-Metall sich abends um 19 Uhr trifft, damit alle brav zur Arbeit gehen können. Das ist nicht der Sinn eines Streiks.

Deine restlichen Argumente beziehen sich nur auf die Personen, die mitlaufen. Das ist unerheblich, denn es geht um die Thesen des Protests und nicht um die Leute, die demonstrieren gehen.

Die Forderung lautet: "wir müssen uns ändern" und nicht "ich bin so gut und ich will, dass du es auch bist".

0
@offeltoffel

wieso gehen dann die Demonstranten nicht mit gutem Beispiel voran und bringen Ihre Handys zum Recycling?

Bleibt dabei scheinheilig.

0
@WAYKOW

Das tut überhaupt nichts zur Sache. Zumal es sich oft genug zeigt, dass diejenigen, die mit gutem Beispiel voran gehen dann sich in ihrem Luxus einschränken, während der Rest lachend weiter konsumiert. Und das ist nicht Sinn der Sache.

Die Forderungen der Leute haben nichts damit zu tun, wer diese Leute sind und wie sie sich verhalten.

0
@WAYKOW

Scheinheilig ist, wenn man so tut, als wäre man selbst ein "Heiliger" obwohl man es nicht ist. Ich kann nicht für alle auf der Demo sprechen, aber ich kenne sehr viele, die diese Meinung nicht von sich haben. Mich mit eingeschlossen. Sie haben einfach nur Forderungen. Um diese Forderungen geht es und um nichts anderes. Nicht um ihre Kleidung, um ihren Bildungsstand, um ihren Konsum ... überhaupt nicht um ihre Personen. Einfach nur um das, was auf ihren Schildern steht.

0

Was möchtest Du wissen?