Warum wird Suizid als schlecht gesehen?

85 Antworten

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Das Problem ist, dass man dies auch andersherum sehen kann:

Wie egoistisch muss jemand sein um sich einfach so seines Leides zu entledigen ohne die Folgen zu betrachten, oder sich gar nicht erst dafür zu interessieren, wie es beispielsweise seinen Freunden, Verwandten, seiner Familie oder seiner Partnerin/Partner es gehen wird wenn er weg ist?

"Wie kann man eigentlich das Leben als absolut gut und den Tod als absolut schlecht sehen, wenn wir doch gar nichts über den Tod wissen?"

Das ist in der Tat eine gute Frage und ich finde, dass das auch eine blöde Behauptung ist eine Sache als gut, und die andere als schlecht zu sehen ohne komplette Einsicht über beides zu haben.

"Eine Person, welche an der Brücke steht und kurz davor ist zu springen, hat einen mutigen Schritt gemacht aus dessen schlechtem/sinnlosem Leben zu entkommen. Wie egoistisch sind Menschen, dass sie wollen, dass ein gequälter Verstand am Leben gehalten wird nur weil sie selbst das Leben als gut sehen?"

Ich würde nicht sagen, dass es per se etwas mit Egoismus zu tun hat, zumindest nicht in den meisten Fällen.Ein Mensch hat das Verlangen am Leben zu bleiben, von Natur aus, und die meisten Menschen die sich selbst umbringen wollen sind nicht zwingend (in den allermeisten Fällen nicht) mit rationalem Denken auf diese Entscheidung gekommen. Diese Menschen sind oft depressiv und somit von ihrem Schmerz gelenkt und wollen ihn natürlich schnell beenden. Selbstmord ist eine offensichtliche und schnelle Lösung, aber es ist kurz gedacht. Wenn man seinen Schmerz los ist, kann die Welt schön sein und somit lebenswert, aber das sehen solche Menschen nicht. Wie sollten sie auch? Sie werden von ihrem Schmerz geleitet und können damit nichts anderes sehen. Sie sehen natürlich auch keine Möglichkeit ihren Schmerz zu beenden, selbst wenn sie Familie und Geliebte haben.

Wenn sie absolut alles verloren haben und sich nichts mehr aufbauen können, finde ich Selbstmord sogar angebracht und verständlich.

Ein mutiger Schritt ist es meiner Meinung nach nicht. Es ist manchmal nur unüberlegt, aus genannten Gründen.

Außerdem hast du Recht: Es kann egoistisch sein einen Menschen am Leben halten zu wollen, wenn es aus Liebe ist. Der Grund ist oft Liebe, oder, wenn es Polizisten sind: Die Gründe die ich genannt habe, weswegen Menschen Suizid begehen(ihre Blindheit). Liebe ist egoistisch und das ist in dem Fall gut so, denn wenn das Opfer diese wieder fühlt kann es sich für diese lohnen am Leben zu bleiben.

"Warum trauert man, wenn sich ein Familienmitglied oder ein Freund das Leben genommen hat? Sollte man nicht froh drum sein, dass diejenige Person nun schmerzfrei/zweifellos/ungestört ist? Trauert man nur aus dem eigenen Egoismus heraus, da man gerne mehr Zeit mit der Person, gegen ihren Willen, verbringen würde?"

Man kann nicht froh darüber sein, dass eine geliebte Person tot ist.Dieser konnte man nämlich nicht helfen und das bedeutet, das diese Person mit dem Tod zwar schmerzfrei aber auch frei von allem anderen ist. Es klingt zwar schön, aber ich finde man kann es mit Langeweile gleichsetzen.Basierend auf der Annahme, dass es kein Leben nach dem Tod gibt.Aber ob diese "Neutralität" gut oder schlecht ist, ist subjektiv zu bewerten.Außerdem bedeutet der Tod einer Person automatisch ein Verlust für die Menschen die ihm nahe standen, und das kann man in erster Linie nur betrauern.Schlecht kann man es nicht nennen, mit der Person Zeit verbringen zu wollen, weil sie wahrscheinlich depressiv ist, im Gegenteil, das ist nämlich eine Hilfe für die gefährdete Person. Egoismus ist es in bestimmten Sinne jedoch schon, da es aus Liebe motiviert ist, aber das ist, wie gesagt, in Ordnung sonst würde unsere Welt nicht funktionieren, wie wir sie kennen. Gegen ihren Willen ist es zwar, aber dieser Wille ist durch genannte Blindheit geblendet und deswegen ist das natürlich, meiner Meinung nach, in Ordnung.

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Das mit dem egoismus am Anfang erinnert stark an die Theorien von Thomas Hobbes. Er ging davon aus, dass der Mensch bei allem was er tut egoistisch ist. Er tut alles um sein wohl zu erlangen. Und wenn das wohl darin liegt sich umzubringen tut er es.

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Was ich nicht verstehe, warum ist es egoistisch Suizid zu begehen? Ich mein wer sagt denn dass es die betroffenen nicht weiter denken und warum glaubt man, dass es sie nicht interessiert? Ich mein ein Mensch möchze sich nur umbringen wenn er einfach keinen sinn mehr sieht und das hat nichts damit zu tun, ob man seine Familie oder so liebt. Selbst wenn man weiß dass die Familie und Freunde für einen da sind, und dass sie leiden werden wenn ma nicht mehr da ist, aber irgendwann geht es einfach nicht mehr und dann ist es ihnen nicht egal, sondern sie sind so weit unten dass sie einfach nicht mehr können und ich mein wirklich nicht mehr können. Aber das verstehen die normalen Menschen die das nicht kennen einfach nicht. Jeder Mensch ist egoistisch, das liegt in unserer Natur, auch wenn wir es nicht wollen. Also warum sollen sich einzelne verändern? Es kommt immer auf die Perspektive an!

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@Schokycookie

Warum sie nicht weiterdenken habe ich erklärt.

Ein Mensch möchte sich natürlich meistens nur umbringen, wenn er keinen Sinn mehr im Leben sieht, aber würdest du sagen, dass Familie und Freunde, die dich lieben und du sie normalerweise auch, kein guter Sinn zum Leben sind?Diese Liebe ist was sie durch genannte Blindheit vergessen, das ist meine Einschätzung.

Was meinst du mit: „Warum sollen sich einzelne verändern?“

Ich erinnere mich nicht das geschrieben zu haben und sehe es im Moment auch nicht. Korrigiere mich, wenn ich falsch liege.

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@Fragenbombe

Ich hab das geschrieben. Ich meine warum sollen wir uns verändern und weiterleben obwohl wir nicht wollen, warum verändern sich nicht die anderen und sagen halt einfach, er wird schon einen Grund haben, lassen wir ihn doch.

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@Schokycookie

Erwartest du etwa, dass Personen die dich lieben dich einfach so gehen lassen, obwohl sie wissen wie es dir geht und dir helfen könnten?

Außerdem muss man sich nicht ändern. Man muss nur wiederfinden was man schon hatte: Einen Sinn.

Und das ist oft möglich, wie aus meiner Argumentation rauskommen sollte.

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Egoistische der Familie gegenüber..

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Aber angenommen ich bleibe nur am Leben für Freunde/Familie etc., wird es mir höchst wahrscheinlich noch schlechter geh'n. Und die für die du am Leben bleibst merken das nicht danken nicht und helfen dir nicht, du fällst also noch tiefer und irgenwann kannst du nicht mehr. So könnte man ja sagen das die Leute im Umkreis zum Teil schuld sind. Aber wieso machen sie nichts, oder bemerken es nicht?

Ganz einfach es wird nicht aufgeklärt, in der Schule, Medien, Arbeit und anderen Orten. Leute wissen nicht mal die wahren simtohmeund & denken nur an die Vorurteile.

Sorry für jegliche Reschtschreibfehler ich habe LRS....

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Es ist schmerzlich, wenn du heute noch mit deinem Bruder Witze reißt und du am Tag danach von der Polizei angerufen wirst, um seine Leiche zu identifizieren. Du bleibst mit einem riesigen Warum zurück. Da kommen quälende Fragen wie: "Wieso habe ich nichts gemerkt?", "Wieso hat er nicht mit mir gesprochen?" usw. usf. Er ist auf einmal weg und reißt ein Loch in dein Leben. Und du kämpfst mit den Schuldgefühlen, weil du nichts gemerkt hast, obwohl du etwas hättest merken müssen, so denken zumindest viele. Oder du fragst dich, inwiefern du ihm das Gefühl gabst, nicht mit dir sprechen zu können. Dann realisierst du Stück für Stück das Leid, das dieser Mensch klammheimlich auf seinen Schultern trug und wie sehr er gelitten hat, um diesen Weg zu gehen, sein Heil im Tod zu suchen, weil er im Leben keinen Ausweg sah. Vieles ergibt erst dann rückblickend einen Sinn und du machst dir Vorwürfe, wie blind du doch gewesen bist. Auf der einen Seite versuchst du noch zu verstehen, was gerade passiert ist und auf der anderen fragst du dich, was ihn gequält hat, warum du nicht geholfen hast usw. Natürlich hatte er einen Grund, klar, aber war dieser Grund Grund genug? Vielleicht hätte er eine Lösung finden können, sein Problem zusammen mit anderen anpacken und aus der Welt schaffen können. War das überhaupt eine durchdachte Tat, nicht beeinflusst durch Hoffnung, Angst und andere irrationalen Gefühle? Wurde sie vorher studiert? Hat er sich Zeit gelassen, um sich zu versichern, dass das der richtige Weg ist oder handelte er aus Affekt, weil eine momentane und eben keine permanente Situation ihn belastete? War er klar im Kopf oder so sehr im Moment gefangen, im Schmerz, dass er nicht weiter sehen konnte? Oder war er psychisch krank und die Suizidalität eine Symptomerscheinung seiner Erkrankung? Fragen über Fragen.

Und natürlich trauerst du um den Verlust. Er leidet zwar nicht mehr, aber er fehlt. Er fehlt so sehr. Dieser Schritt ist so endgültig, dass er vielen grausam erscheint. Du trauerst, weil so viel Potential verloren ging und du ahnst oder vielleicht sogar weißt, dass es eine Lösung für sein Problem gab, aber er wusste es nicht. Der Sog des Todes war so groß, dass er diesen Weg gar nicht sah oder empfand es als eine Zumutung für andere, wollte ihnen nicht eine Last sein. Du bedauerst, dass es dazu überhaupt kommen musste. Und du fragst dich, habe ich ihm je das Gefühl gegeben, eine Last zu sein, nicht geliebt zu werden? Er wird nie deine Kinder, vielleicht seine eigenen Kinder nicht aufwachsen sehen. Das Begräbnis deiner Eltern in später Zukunft wirst du allein bewältigen und organisieren müssen. Du wirst wütend, weil er dir das angetan hat und bekommst dann Schuldgefühle, weil er es nicht aus Bosheit getan hat, sondern weil er nicht mehr konnte. Natürlich freust du dich nach einer Weile, wenn der Schmerz etwas in den Hintergrund getreten ist, dass er keine Schmerzen mehr erleidet oder an seiner Existenz verzweifelt. Aber der Schmerz bleibt. Nach einigen Jahren schaffst du es wieder schmerzfrei zu atmen und lernst damit zu leben, es wird auch jeden Tag besser, aber die Trauer bleibt und kommt hier und da immer wieder hoch. Und es ist wichtig, weiterhin mit dem Toten eine Beziehung zu pflegen, also mit dem innerpsychischen Bild des Toten, um den Riss in Heilung wandeln zu können.

Das ist die eine Seite.

Die andere Seite ist, dass der Tod im Westen, wenn nicht verteufelt, dann eben ignoriert wird. Und wenn er ignoriert und doch einmal an deine Tür klopft, bist du ganz erschrocken. Es herrscht ein irrationaler Dualismus in Kategorien von Gut und Böse: Das Leben ist gut, der Tod böse. Die christliche Religion, ob religiös oder säkularisiert, hat noch einen großen Einfluss auf viele Menschen, wir baden eigentlich in ihren Kategorien, selbst im Recht, und merken es nicht, weil sie eben werteneutral daherkommt; sie beflügelt diesen Dualismus. Dann haben wir einen Moralismus, der einen Steuerzahler abhandengekommen sieht, und überhaupt: "So was tut man doch nicht." Das ist Egoismus, weil der Kritiker seine Bedürfnisse nicht von den Bedürfnissen des nun Toten unterscheiden kann. Was für ihn gilt, muss doch allgemein gültig sein. Außerdem ist der Gedanke vom Verlust des Ichs, mit dem sich fast alle identifizieren, ein so schrecklicher Gedanke, dass der Mut, das Heroische des Suizids übersehen wird. Und die Psychiatrie idealisiert das Leben und führt eine ungesunde Beziehung zum Tod, vor allem zum Suizid, den sie pathologisiert und nur als Symptom sieht, nicht aber als die logische Konsequenz einer stringenten Logik und Einstellung. Ich würde es nie wagen, irgend einem Menschen Feigheit zu unterstellen, weil er sich suizidiert hat, weil das eine so intime Handlung ist, der psychologische Zustand für die allermeisten gar nicht verständlich, dass sich jedes Urteil verbietet. Hier zeigt sich, ob jemand wirklich Achtung vor der viel zitierten Würde des Menschen hat.

Es gibt also unterschiedliche Gründe, weshalb ein Hinterbliebener trauert, wie es unterschiedliche Arten und Gründe für einen Suizid gibt. Es hängt auch von der eigenen Reife ab, ob du nur an die Tat denkst und die Beweggründe, und hier stecken bleibst, oder ob du irgendwann auch den anderen Standpunkt verstehen kannst und dich freust, dass er seine Schmerzen zumindest los ist und seinen Verstand gerettet hat, bevor dieser vollends dem Wahn verfallen ist. Es wäre ganz ungesund, nicht zu trauern oder trauern zu können. Das ist auch etwas, was die modernen Gesellschaften befällt: Die Unfähigkeit zu trauern.

Woher ich das weiß:
Recherche
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Dem oberen Teil kann ich ur zustimmen

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Das ist eine großartige Antwort und sie verdient große Anerkennung und Achtung. Du hast mir so sehr aus dem Herzen gesprochen. Du gibst an, es war eine Recherche, bei mir waren es mehrere Erfahrungen im Leben, die Du in Deiner Antwort so Klasse wieder gegeben hast! Ich fühle mich total verstanden. So fühle ich. Und das habe ich so erlebt und erfahren!

Das verdient einen Stern!

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Das Traurige am Suizid sind die Beweggründe. Denn wenn alles supi wäre, würde sich jemand nicht umbringen wollen. Das Traurige ist, dass derjenige die Probleme nicht bewältigt bekommen hat oder nicht genug Hilfe. Und genau deswegen versuchen so viele Menschen, zu helfen. Das ist kein egoistischer Akt, sondern ein altruistischer, denn wie du schon sagst, könnte eigentlich einem anderen Menschen es egal sein, ob jemand sich umbringt. Setzt man sich für jemanden ein, denkt man an andere. Das ist kein Egoismus.

Jedem steht seine Meinung zu. Es ist vollkommen einleuchtend, dass jemand, der sich nicht umbringen will, das Leben wertschätzt und deswegen meint, dass das Leben für andere auch einen Wert haben sollte. Das kann man denjenigen nicht zum Vorwurf machen.

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Könntest du mir den Zusammenhang zum Altruismus nochmal deutlich machen?

Ich sehe da keinen Altruismus im erhalten eines Lebens, welches nicht Leben will.

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@DerBaumMitTraum

Der Altruismus besteht darin, zu verhindern, dass sich jemand die Chance auf ein glückliches Leben nimmt.

Du schreibst, dass du nicht depressiv bist, aber deine Gedankengänge sind typisch depressiv. Als Nichtdepressiver solltest du den Wert des Lebens eigentlich kennen und ich müsste nichts mehr erklären.

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@Suboptimierer

Ich habe nicht den direkten Drang mir das Leben zu nehmen. Ich nehme es lediglich hin, dass ich existiere und versuche nicht es um jeden Preis zu behalten oder zu beenden. Das Leben hat keinen wirklichen Wert in meinen Augen, da es keinen gegebenen Grund gibt für unsere Existenz.

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@DerBaumMitTraum

Du gehst davon aus, dass jemand den Suizid "freiwillig" begeht. Das ist falsch. Ein Suizid geschieht immer in einer Ausnahmesituation. Das Denken ist eingeschränkt und die Entscheidungen nicht logisch.

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@BadWolf27

"Das Denken ist eingeschränkt und die Entscheidungen nicht logisch."

Das halte ich für Quatsch.

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@ThadMiller

Wirklich? Kannst du deinen Einwand genauer erklären? Ich halte es nämlich für plausibel, dass jemand, der sich umbringen möchte, ein eingeschränktes Sichtfeld hat. So jemand hat sehr große Probleme mit sich. Wie soll er sich in so einer Situation um Gott und die Welt Gedanken machen? Die Gedanken kreisen in sehr eng gezogenen Grenzen. 

Innerhalb dieser Grenzen können sie in vollem Ausmaß logisch sein. Bezieht sich dein Einwand darauf?

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@Suboptimierer

Ja, "Ein Suizid geschieht immer in einer Ausnahmesituation." das sehe ich auch so. Suizid ist logischerweise (und glücklicherweise) nicht der Normalzustand. Trotzdem gibt es gerade ältere Menschen oder auch unheilbar Kranke, die das in aller Ruhe planen. Teilweise wird dafür ja sogar ins Ausland gereist usw...

Von Kurzschlussreaktion oder pupertärer geistiger Gefangenheit kann in solchen Fällen meiner Meinung nach nicht die Rede sein.

Ich habe zwar hoffentlich noch etliche Jahre, trotzdem sieht auch mein Plan vor, selbst zu bestimmen wann es letztedlich genug ist.

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Bitte helft mir, und nein, ich weiß ich werde hier keine Tipps bekommen, wie ich Suizid begehen soll, ich will einfach nur Hilfe, wie ich diese Suizidgedanken wegbekommen. Ich will auch keine Suizidshotline haben, da ich sehr introvertiert bin und nicht gerne mit anderen Menschen rede. ICh danke im vorraus...

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