Warum wird so wenig gutes getan?

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6 Antworten

Ich kann dich wirklich gut verstehen, da man tagtäglich mit Sorgen und Ängste konfrontiert wird.

Die Menschheit ist meiner Meinung nach viel zu offen geworden. Sämtliche Tabu-Themen sind heute keine mehr und das sind für mich die ausschlaggebenden Punkte, die unsere Kinder und uns selber schaden. 

Zum nachdenken:

  • Kinder wachsen heute sehr früh mit PCs, TV und Smartphone auf. Die wissen dann wahrscheinlich schneller wie man den Jugendschutz wegbekommt als man selbst.
  • Wir sind süchtig nach aller Art von Medien, da wir bombardiert werden von ständig wechselnder Werbung und Anreize. Deswegen haben wir das Bedürfnis von einer Sache nie genug zu bekommen.
  • Alles wird freizügiger. Die Kinder, besonders die Mädels wollen dann auch so aussehen wie die Models im TV. > Werden Magersüchtig, malen sich 3 Kg Make-Up ins Gesicht oder laufen mit sehr engen und aufreizenden Klamotten rum... 
  • Kinofilme ab 12 Jahren sind meiner Meinung nicht ansatzweise geeignet für das Alter (als Bsp. 'Magic Mike' Stripper Film).
  • Die Schulen lehren immer früher alles zum Thema Sex und wahrscheinlich auch bald über die 'Ehe für alle'. 

Das sind Dinge die Früher mal anders waren und die einen heute stark beeinflussen.

Man denkt nicht über die Dinge nach die man nicht kennt. Werden sie einem aber schon sehr früh auf den Teller gelegt, dann entstehen die Probleme natürlich auch viel viel früher. 

Ohne die Medien die alles schlimmer, größer und vielleicht auch falsch vermitteln, würden wir uns weniger aufregen und es ginge uns besser.

Würde man einiges zurückhalten, könnte man sich viel mehr auf die Guten und Schönen Dinge konzentrieren, also dementsprechend auch friedlicher Leben!

Ich denke, das liegt zum Teil an der Erziehung/ eigenen Erfahrungen und auch am allgemeinen Klima im Umgang mit anderen Menschen. Wer in liebevoller Umgebung aufgewachsen ist, genug Liebe und Aufmerksamkeit bekam und keinen materiellen Mangel hatte und wem vermittelt wurde, sich auch in andere hineinzuversetzen und wer früh auch Lob für Interesse an oder Hilfe für andere Menschen bekam, der wird das später auch weiter lebe und weiter geben. 

Wer mit der Idee aufwuchs, das jedes Gut inklusive Liebe, Freundschaft und Hilfe knapp ist und Geiz in diesem Bereich sinnvoll ist (weil man nichts zurück bekommt oder noch Nachteile hat, wenn man kostenlos etwas wie Freunschaft oder Hilfe abgibt), der wird auch als Erwachsener nichts gerne geben.

Irgendwo habe ich den Spruch gelesen: Wer selbst zu wenig Brot auf dem Tisch hat, teilt nicht gern. Dies gilt auch, wenn das "Brot" immaterielle Güter wie Liebe, Aufmerskamkeit, Freundlichkeit, Großzügigkeit darstellt.

Einige wachsen mit der Leitlinie auf "gib so viel du schmerzfrei kannst und evtl. etwas mehr, du bekommst immer etwas zurück". Andere wachsen mit der Leitlinie auf "jeder auf der Welt will dir etwas wegnehmen, also horte alles, was du kriegen kannst und gib nie etwas kostenlos weg" - auch bezogen auf immaterielle Güter. Solche Menschen nehmen oft andere, die gerne etwas geben, als schwach oder dumm wahr. 

Oft - vermute ich - habe diese "Geizigen" - früh erfahren, wie effektiv unfreundliches Verhalten belohnt wird. Wenn man z.B. ein Tier quält, zeigt es sofort eine Reaktion; das wirkt für ein Kind oft belohnend (das Tier tut etwas, man hat etwas erreicht), während freundliches Verhalte bei scheuen Tieren erst viel später durch Vertrauen belohnt wird, und dann oft nicht so deutlich. Das gilt im eingeschränkten Maße auch für Mitmenschen. Ärgert man einen Menschen, zeigt der das deutlich, man erreicht etwas und kann sich darüber freuen; ist man freundlich, aufmerksam, hilfsbereit, wird das nicht immer und oft nicht üppig oder sofort belohnt. Wenn man dann nicht ohne weitere Belohnung stolz auf seine Tat ist oder sich freut, etwas Gutes getan zu haben, kann man schnell auf den Gedanken kommen, dass sich dies nicht lohnt. Wenn Aufmerksamkeit und Freundlichkeit Güter sind, die einem selbst oft bewusst vorenthalten werden, sieht man nicht ein, warum man anderen diese einfach so "schenken" sollten.

Dazu kommt, dass unsere Umwelt (Werbung, Erfahrung, viele Filme, Bücher etc.) uns oft beibringt, dass die meisten oder zumindest viele Menschen verschlagen, unehrlich und geizig sind und uns abzocken wollen. Warum sollte man solchen Menschen helfen?

Dazu kommen Berichte über Spenden, die eingeheimst und vergeudet werden, Methoden, mit denen gutgläubige Menschen abgezockt werden, Methoden, mit denen gutgläubige Menschen ausgenutzt werden. 

Wer so etwas oft sieht, hat immer weniger Lust, etwas zu geben - egal, was - um das er vielleicht insgeheim betrogen wurde. Vielleicht gibt der Arme sein letztes Geld für diesen Monat an einen Reichen, der nur noch mehr abzocken wollte (habe das selbst erlebt in einem Forum, in dem man an jemanden spenden konnte - derjenige hatte viel Geld, Luxusgüter, großes Haus, großes Auto, teure Computer etc. und einige der Spender waren arbeitslos und in einem Fall hat eine Spenderin für ein 25 € teures Buch ein halbes Jahr gespart - aber solche Leute wurden zum Spenden gedrängt und gaben dem auch nach. Skrupel auf Seiten des Empfängers gab es wohl nicht).

Heute wird der Wille zu helfen oft gebremst von der Angst, dabei ausgenutzt und ggf. auch insgeheim für seine "Dummheit", so gutgläubig zu sein, ausgelacht zu werden. Also hilft man lieber nicht. Insbesondere, wenn man selbst schon negative Erfahrungen in dieser Richtung gemacht hat.

SHQIP4LIF3 06.07.2017, 01:44

Und diese Mensche wirst du auch nicht von deiner Meinung zu helfen niemals überzeugen können..

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Wenn jeder vor seiner eigenen Haustür kehrt, dann kann es besser werden ja.

Natürlich kannst du deinem Kind ein schönes Leben bieten - denn du kannst von dir aus gutes bewirken. Es ist schon viel getan, wenn das Kind behütet und in Liebe aufwächst. Glaube mir, ich spreche aus Erfahrung. Denn ich weiß, wie viel mehr Probleme man haben kann, wenn die familären Beziehungen nicht top sind. Da kannst du deinem Kind schon viel Leid ersparen.

Und nicht jeder Mensch ist so. Aber umso mehr Menschen das Gute zeigen, desto eher bewirkt es etwas :) In dem Sinne weißt du in welche Richtung du dein Kind erziehen und was für Werte du vermitteln kannst ^^

SHQIP4LIF3 06.07.2017, 01:00

Kein Mensch soll aufgrund den Taten anderer Leiden. Sehr schwer geworden anderen gutes zu tun ohne selbst runtegezogen zu werden. 'Auf dem Weg anderen Menschen ein Lachen beizubringen verlor ich meins.'

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TheTrueSherlock 06.07.2017, 01:08
@SHQIP4LIF3

Kann ich verstehen. Allerdings gibt es auch Menschen, die das annehmen.
Klar, wenn man alles macht und tut und der andere einfach A.. ist, dann kann man nichts verändern. Aber es gibt immer jemanden, der das schätzt und vielleicht auch zum Nachdenken angeregt wird.

Dann musst du geeignetere Menschen finden, mit denen du dich mehr identifizieren kannst.

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Hallo Shqip4Lif3,

ich bin Vater und kann Dein Empfinden sehr gut nachvollziehen!

Gern möchte ich Dir weitergeben was mich bzw. uns (meine Frau und mich) wirklich Trost gegeben hat: "Die Gute Nachricht, die im Wort Gottes versprochen ist" (Unabhängig von Konfession oder div. Religionen):

Es sind in der Vergangenheit bereits hunderte von biblischen Prophezeiungen in Erfüllung gegangen, genau und fehlerfrei. Lässt sich mit der Bibel und Geschichtsbüchern nachweisen.

So haben wir die Bibel gut kennen gelernt und haben erst dadurch auch ein Vertrauen zum Wort finden können.

Interessant: Ja, die Bibel spricht davon das der Weltfriede hergestellt werden wird! Der wird aber nicht durch Menschen herbeigeführt (Nein, leider nicht!) sondern durch Christus im Auftrag seines himmlischen Vaters.

Wie wird das angekündigt:

Psalm 46:9 Kriege läßt er aufhören bis an das äußerste Ende der Erde. Den Bogen zerbricht er, und den Speer zersplittert er; Die Wagen verbrennt er im Feuer. 10 „Laßt ab und erkennt, daß ich Gott bin. Ich werde erhaben sein unter den Nationen, Ich werde erhaben sein auf der Erde.“

Jesaja 2:4 . . .Und er wird gewiß Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen.

Wie schön!

Was sagt die Bibel - woher kommen Terror und Kriege?

Bibel Hoffnung für Alle Jakobus 4:1 Wieso gibt es denn bei euch so viel Kämpfe und Streitigkeiten? Kommt nicht alles daher, dass in euch die Leidenschaften und Triebe um die Vorherrschaft kämpfen? 2 Ihr wollt alles haben und werdet nichts bekommen. Ihr seid voller Neid und tödlichem Hass1; doch gewinnen werdet ihr dadurch nichts. Eure Streitigkeiten und Kämpfe nützen euch gar nichts. Solange ihr nicht Gott bittet, werdet ihr nichts empfangen. 3 Und wenn ihr ihn bittet, wird er euch doch nichts geben. Denn ihr verfolgt üble Absichten: Es geht euch nur darum, eure selbstsüchtigen Wünsche zu erfüllen.

Das sind Gründe für Terror und Kriege! Wenn der lebendige Gott im Himmel folgendes über sich sagt:

Neue evangelistische Bibelübersetzung Sprüche 6:16 Sechs Dinge sind Jahwe verhasst, und sieben sind ihm ein Gräuel: 17 stolze Augen, falsche Zunge  und Hände, die Unschuldige töten, 18 ein Herz, das böse Gedanken durchpflügt, Füße, die dem Verbrechen nachlaufen, 19 ein falscher Zeuge, der Lügen in die Ohren bläst, und einer, der Zank zwischen Brüdern entfacht.

Und das sagt er nicht einfach so dahin - nein - er wird zu seiner Zeit Rechenschaft fordern - besonders von denen die unschuldiges Blut vergießen!

Erst recht spät hatte ich dann erkannte, warum Christen im Vater unser um ein Reich beten und das SEIN Wille auch auf der Erde geschehen soll:

Diese Reich ist das Mittel, mit dem durch Christus Jesus der Weltfriede herbei geführt werden wird.

Matthäus 24:14 Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.

Das Ende von was?

Das Ende dieser unfriedlichen, kriesen- und kriegsgeschüttelten Welt. Die ist dann "untergegangen" und wird durch etwas weit besseres ersetzt.

Weil geschrieben steht

Hesekiel 18:4 Siehe! Alle Seelen — mir gehören sie.. . .

in Verbindung mit

1. Mose 1:27 . . .Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen,...

wurde uns klar, das auch im Fall das eines unserer Kinder sterben würde, nichts verloren geht!

Weil ich/wir uns davon überzeugen konnten beteiligen wir uns aktiv daran diese gute Nachricht weiter zu verbreiten.

Tipp: Googeln

Wie wäre es mit einer guten Nachricht? jw org Videos

Dauert nur rund eine Minute. Lohnt sich mal reinzuschauen.

Beste Grüße

JensPeter

Hallo,

Du solltest mal Deinen Blickwinkel ändern oder Dein Umfeld.

Ich bin der Überzeugung, daß es uns noch nie so gut ging wie heute.

Du kannst Deinem Kind ein Leben in Freiheit und Liebe ermöglichen. Sei nett und freundlich zu Deinen Nachbarn und Du wirst ein Lächeln zurück bekommen.

Kein Mensch ist von Natur aus böse. Jeder möchte eigentlich in Frieden leben.

Gutes tun kann jeder. Fangen wir heute damit an. ((-:



SHQIP4LIF3 06.07.2017, 01:27

Weißt du, ich finde es nur blöd das all diese Menschen die versuchen gutes zu tun meistens auch diejenigen sind die sich mit den größten Sorgen & Problemen herumschlagen müssen.

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beman 06.07.2017, 01:41
@SHQIP4LIF3

dann sollte man mit dem "gutes Tun" zuerst bei sich selber anfangen, denn nur wenn man selber zufrieden ist, kann man sich um Andere kümmern.

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Das ist eine sehr, sehr gute Frage, jedoch gibt es darauf nur die eine Antwort.

Fange DU an, nach Deinen Werten zu leben.

Fange DU an, so zu sein, wie Du Dir vorstellst, dass es richtig wäre.

Mach DU den Anfang, und frage nicht danach, was andere tun, und warum sie es nicht tun.

DU alleine bist es, die Liebe in die Welt bringen kann. Nur DU alleine!

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