Warum wird so viel gegen den Islam gehetzt?

37 Antworten

Ich denke mal, dass extreme Ansichten (leider) oft andere extreme Ansichten provozieren. Der islamische Extremismus hat nicht nur die unschöne Seite des Islam hervorgebracht, sondern eben auch allerlei antiislamische Hetzer. 

Sogar auf GuteFrage zeichnet sich das gewissermaßen ab: du findest hier antiislamische Trolle und du findest extremistische und/oder fundamentalistische Muslime mit "Troll-Charakter" (manchmal fragt man sich echt, ob sie das ernst meinen, was sie schreiben). 

Am Ende trifft Hetze leider immer die falschen; nämlich die Muslime, die Extremismus ablehnen, oder die Nichtmuslime, die berechtigte Kritik am islamischen Extremismus und Fundamentalismus üben. 

Solltest du mit "Hetze" eigentlich diese "Kritik" gemeint haben (manche Gläubige fühlen sich da auf den Schlips getreten), dann sehe ich folgende Gründe für die Kritik: 

  • Der Säkularismus war eine große und harte Errungenschaft in Deutschland und anderen Ländern. Du weißt hoffentlich aus dem Geschichtsunterricht, dass Religionsfreiheit und Trennung zwischen Kirche und Staat keine Selbstverständlichkeit sind. Es herrschten einmal ganz andere Zustände, was dir Anhänger religiöser Minderheiten und/oder christlicher Splittergruppen bestätigen können. Der politische Islam, der leider auch von einigen Muslimen in Deutschland propagiert wird, steht im Konflikt mit allem, was hier erreicht wurde. Es gibt gute Gründe, das islamische Recht als staatliches Recht abzulehnen. 
  • Womit wir auch beim nächsten Punkt wären: In allen Ländern, in denen islamisches Recht (zumindest teilweise) herrscht, herrscht oft auch eine große Ungleichheit, insbesondere gegenüber Frauen, Homosexuellen und anderen Religionen. Mehr als 20 muslimische Länder halten Apostasie für eine Straftat; in manchen droht einem bei Abkehr vom Islam sogar die Todesstrafe. Die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, die in islamischen Ländern im Namen des Islam, bzw. islamischen Rechts begangen werden, machen verständlicherweise keinen guten Ruf. Die Kritik ist völlig berechtigt. 
  • Religionen werden generell kritisiert, und das ist auch gut so. Den meisten Ideologien tut Kritik "gut", weil sie ihre Anhänger zwingt, sich selbst zu hinterfragen. Der Islam ist nicht die einzige Religion, die regelmäßig in Kritik steht. Auch das Christentum muss sich immer mal wieder für fragwürdige Taten verantworten, und du wirst nicht selten einen Atheisten finden, der Atheist ist, weil er die Bibel gelesen hat. 
  • Genau wie die Bibel enthält auch der Koran moralisch bedenkliche Stellen. Diese zu analysieren, insbesondere auch in Bezug auf den islamischen Extremismus und Terrorismus, ist nicht nur wichtig, sondern notwendig. 
  • Genau wie alle anderen Religionen stützt sich der Islam auf viele Behauptungen und null Beweise. Das ist okay, denn schließlich heißt es nicht umsonst "Glaube". Und trotzdem ist es ebenso legitim, wenn jemand darauf hinweist, dass z.B. die unzähligen Hadithe oft historisch fragwürdig sind. Das ist keine Hetze, sondern eine Tatsache. 
  • Ebenso ist es keine Hetze, wenn jemand sagt, dass die Lehren des Islam all unseren wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen. Wenn ich manchmal sehe, wie einige Muslime die Evolution ablehnen und dann Websites irgendwelcher "Experten" verlinken, die noch nicht einmal die Grundlagen der Genetik verstehen, habe ich das Bedürfnis, mein Gesicht in meinen Händen zu vergraben. Die Ignoranz mancher Menschen erschreckt mich immer wieder. Es ist Fakt, dass die Schöpfungslehre, ob jetzt christlich oder muslimisch, wissenschaftlich gesehen Unsinn ist, auch wenn das einigen Gläubigen nicht gefällt. 
  • Und wo wir bei "gefallen" sind: Religion ist keine Legitimation, Homosexuelle zu diskriminieren, Kindern mit der Hölle zu drohen (wie es einige schamlos auf GF tun) oder Frauen zu sagen, sie sollen sich "anständig anziehen". Selbstverständlich tun das nicht alle Muslime, aber diejenigen, die es tun, werden zu Recht kritisiert, wie auch jeder Nichtmuslim kritisiert wird. Mit der Religion erhält man "Sonderrecht", um andere Menschen zu beleidigen, einzuschüchtern oder herabzusetzen. 


Grundsätzlich hast du bei Hetze wie auch bei Kritik an deiner Religion immer das Recht, dich zu verteidigen. 
Wenn jemand wirklich gegen dich hetzt, kannst du auch rechtliche Maßnahmen ergreifen. 
Und bei Kritik ist es meiner Erfahrung nach am besten, wenn man selber kritisch ist – gegenüber dem Kritiker, sich selbst und seiner Religion. Wenn man die Stärken und Schwächen seines Standpunktes kennt, bzw. bereit ist, diese kennenzulernen, kann man eigentlich nicht so schnell aus der Fassung gebracht werden. 

Es sollte natürlich *erhält man kein "Sonderrecht" heißen. 

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Das Problem mit Religionen im allgemeinen - nicht nur mit dem Islam - ist, daß viele einen Alleingültigkeitsanspruch haben. Sie haben Recht, die 300 anderen Religionen liegen falsch. Das allein sorgt schon für Streit. Dazu kommt das die Texte alt, die Regeln veraltet und barbarisch sind.

Man kann aus den Religionen positives rauslesen, oder negatives. Je nach dem welchem Teil der Schrift man wie folgt. Alles Interpretationssache. Sich anzumaßen der einzige zu sein, der es verstanden hat und andere die - mit genau so guten Begründungen - die Texte anders auslegen hätten Unrecht ist teil dessen warum wir so viele Konflikte haben. Du kannst als Moslem Wert auf die Stellen legen, wo es um Wohltätigkeit und freies Denken geht, oder auf die, wo es darum geht die Menschen durch missionieren und Kopfabschlagen zu retten und den Islam zu verbreiten. Das ist aber als Christ ganz genau so! Das reicht vom bekifften hippi-jesus der alle lieb hat bis hin zu Leuten wie Luther und Hitler, die Synagogen abbrennen und Leute Zwangsarbeiten lassen wollen. Alles religiös begründet, aus den Texten.

Islam bedeutet nicht Frieden, das Wort bedeutet "sich hingeben" oder "sich unterwerfen".

Es gibt also an Religion genug Kritikpunkte als denkender, wohlwollender Mensch. Der Islam wird daher - wie auch das Christentum - zurecht kritisiert!

Wo Du aber auch vollkommen Recht hast ist, das gehetzt wird. Oft auch von "nächstenliebenden" Christen. Hetze gegen den Islam findet sich wohl in den "christlichen" Ländern so häufig, weil man sich abgrenzen will. Gegen Fremde Menschen. Also wird gehetzt, das "der Islam" immer böse ist, im gleichen Atemzug verklärt und Geschichtsvergessen behauptet, das "das Christentum" gut sei. Das ist nur Mittel zum Zweck, der Islam bietet angriffsfäche weil er oft etwas unliberaler als das christentum (in Europa) ist und die unterschiedlichen Religionen werden benutzt um Fremde auszugrenzen.

Dadurch wird leider die Kritik die es "gut meint" mit den Menschen, die Mißstände anprangert und den Menschen helfen will oft in die gleiche Ecke gestellt wie die Hetze die an der Oberfläche gegen den Islam, aber eigentlich gegen die Menschen, gegen die Fremden gerichtet ist.

Warum wird so viel gegen den Islam gehetzt?

Wer macht das? Es handelt sich allenfalls um eine Minderheit!

Ich meine klar gibt es Terror, aber diejenigen die soetwas machen,
verstehen den Quran nicht, also interpretieren den falsch. Islam
bedeutet doch Frieden.

Das ist der Kernpunkt: "der Islam" ist interpretierbar, die einen sehen in ihm "Frieden", die anderen die Legitimation von Gewalt und den Aufruf zu Terrorakten und anderen Mordaktionen. Es ist daher nicht die Religion an sich, die auf Abneigung stößt, sondern es sind die gewaltbereiten und gewalttätigen Muslime auf der einen, dazu die Muslime auf der anderen Seite, die Gewalt, Terror und Menschenverachtung nicht deutlich genug widersprechen, sondern zu nicht geringen Teilen sogar (wenigstens heimlich) begrüßen.

Und selbst die Muslime, die sich von solchen Fehlinterpretationen deutlich distanzieren, sind vielfach nicht bereit, sich von altertümlichen Traditionen und Moralvorstellungen, die z. T. mit den Normen und Werten unserer Verfassung im Widerspruch stehen, zu verabschieden und verweigernnicht selten auch äußerlich sichtbar ihre Integration in unsere moderne Gesellschaft mit Hinweis auf ihre Religion, den Islam. Das stößt in weiten Kreisen der deutschen Gesellschaft auf Verwunderung und ggf. Abneigung, ohne dass diese Abneigung mit "Hetze" gleichgesetzt werden darf.

MfG

Arnold

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