Warum wird Selbstmord nicht einfach hingenommen?

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13 Antworten

Jaja, ich weiß noch. Von 15 bis 17 habe ich täglich mit Suizidgedanken gekämpft, einige Male stand es knapp um mich. Zu tief geschnitten, zuviele Tabletten wild durcheinander gemischt, fast durch Unterernährung umgekippt,...

Ich wurde seit Geburt an vernachlässigt und misshandelt, litt an Todesängste durch die Misshandlung und Psychose. Gemobbt wurde ich wirklich aktiv zwar erst in der 9. und 10.Klasse, aber davor hat man mich und mein Kauderwelsch auch nur "akzeptiert". Habe mich immer ausgestoßen gefühlt, nicht verstanden. War immer anders.

Schule habe ich abgebrochen, kam oft in die gezwungen in die Psychiatrie, ins Betreute Wohnen. Jugendamt hat mir trotzdem nicht geglaubt, weil mein Vater Oberhauptkommisar ist/war....

Ich kann noch endlos weiter schreiben..

Ich bin froh nicht tot zu sein. Nach langem Warten habe ich mein Glück gefunden, Menschen die mich Ich-selbst sein lassen, mich akzeptieren (auch wenn ich manchmal kompliziert bin). Brauch zwar ein Leben lang (wenn ich will) Medikamente, bin Arbeitsunfähig und mag auch einfach keine Menschen, aber was soll's - das bin ich, und jeder der das nicht akzeptiert, kann mich mal am Tüffel tuten. Wege gibt es immer; für manche muss man stärker kämpfen, als für andere.

Therapie ist keine Heilung, die unterstützt lediglich, greift unter die Arme, - zeigt Wege, gibt Tipps und berät einen. Manche sind nach einen Jahr wieder gesund, manche brauchen 5 oder 10, vielleicht länger. Man muss nunmal experimentieren und gucken was einen hilft, dass kann auch mal nach hinten losgehen.

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Ich glaube es hat keiner das Recht jemand deswegen zu verurteilen, auch wenn man es nicht verstehen kann.

Viele Menschen die haben dermassen Probleme wo sie einfach nicht darüber hinaussehen können und sehen in dem Moment einfach keine Lösungen und denken, es ist der einfachste Weg.

Es gibt immer einen Weg, nur sehen Selbstmöder in dem Moment keinen Weg.

Ich bin auch der Meinung, es gibt für alles einen Weg, aber man kann nie in einen Menschen hineinschauen, sondern nur vor den Kopf.

Es kommt auch darauf an, warum sich einer umbringen will. Hat er vielleicht selber dazu beigetragen, dass er in eine ausweglose Situation geraten ist oder spielen äußere Faktoren noch mit eine Rolle?

Jemand der z.B. spielsüchtig ist, eine Familie hat, dadurch Haus und Hof verspielt, alles geht kaputt und er sich dann umbringt, dann ist das kein Mut, sondern er entzieht er sich seiner Verantwortung für das geradezustehen, was er sich selber eingebrockt hat. Dann hinterlässt er alle die in lieben mit ungelösten Fragen zurück.

Gibt es Menschen die krank sind und sehen keine Hoffnung mehr, sie würden sich nicht  umbringen wollen, aber weil sie ihren Zustand nicht mehr ertragen können, sehen sie vielleicht darin ihren Ausweg.

Was Krankheiten betrifft, die mit der Psyche  zusammenhängen, die kann man behandeln.

Ich habe selbst diagnostizierte Depressionen und nehme keine Medikamente dagegen denn ich möchte nicht ein manipulierter Mensch sein.

Dann lasse dich untersuchen, denn Selbstdiagnosen müssen auch nicht immer stimmen und auch mit bestimmetn Medikamenten kann dir geholfen werden, wenn es nötig sein sollte.

Manchen Menschen können Medikamente helfen und wenn man richtig eingestellt ist, dann muss man kein manipulierter Mensch sein. Aber wie auch immer, der Mensch muss mitarbeiten und nicht nur alles den Therapeuten und den Medikamenten überlassen.

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Ich würde das differenzierter ausdrücken: Menschen, die es nicht nachvollziehen können, akzeptieren auch keinen Suizid.

Wer niemals eine depressive Phase durchgemacht hat, kann da auch nicht mitreden, wenn es um das Warum geht.

Das Unverständnis daraus führt halt auch über den Tod hinaus.

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Hallo erstmal... Ich mag es nicht, berichte aber auch mal etwas von mir.

Ich hatte bereits versucht mich mehrere Male umzubringen. War auch vor ca. 2 Jahren für einige Monate im Koma.

Ich sah es genauso wie du. Der Grund war hauptsächlich meine Familie. Es war mir egal, ob die danach traurig wären oder nicht, wenn ich nicht mehr da wäre. 

Ich war kurz in der Psychatrie, aber habe gemerkt, dass ich dort erst recht verrückt geworden wäre. Also habe ich gelogen, dem Richter nicht erzählt, dass mein Suizidversuch einige Monate bzw. Wochen geplant war, sonst wäre ich da wohl nicht raus gekommen.

Dadurch das ich meine Krankheit erkannt habe, habe ich versucht, mich selber zu heilen. Ich habe mir eine Wohnung gesucht, weit weg von meiner Familie, eine Auskunftsperre beantragt, sodass mich keine finden konnte. Dann habe ich mir einen Job gesucht, der mir unheimlich Spaß macht.

ich habe gemerkt, dass ich unheimlich nach meiner Freiheit gestrebt und gekämpft habe. Ich könnte jetzt alles tun, was ich nur will. Mache es aber nicht bzw. ab und zu (es ist darauf bezogen feiern, trinken, etc.).

Ich habe einfach gemerkt, dass ich was dagegen unternehmen musste. Mir Ziele setzen musste, meine Träume verwirklichen musste. 

Ich bin froh, dass ich doch nicht gestorben bin und denke, dass es nicht zugelassen wird, dass jemand sich umbringt, da diese person  ich sag jetzt mal, "Krank" ist.

Wenn du mehr über Depressionen ließt wird dir bewusst, dass einige Zellen sich im Gehirn "verirren" oder sich "trennen", ssodass man nicht mehr vernünftig "denken" kann. Nimm bitte alles nicht negativ auf.

Ich kann wieder gesund denken und bin froh, solche risikohaften Schritte eingegangen zu sein.

Ich kann dir und demjenigen nur empfehlen, tut was dagegen, und wenn ihr nichts machen wollt, befasst euch wenigstens mit dieser Krankheit. Ließt viel darüber, oder schaut euch Videos an, um zu sehen, wie diese Krankheit entsteht, was die Ursachen sind.

Würde gern noch so vieles schreiben, aber ich denke das ist jetzt mal genug..

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Kommentar von zelana70
28.06.2016, 23:07

Übrigens, ich war in der Abteilung "Krisen-Patienten" in der Psychatrie, wo ich eigentlich nicht hin sollte bzw. dürfte. Die andere richtigen Häuser waren nämlich voll.. Daher wollte ich da auch schnell raus...

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Kommentar von Selfverletzung
28.06.2016, 23:09

Toll geschrieben komischerweise habe ich das gleiche vor wie du nur ich bin noch jung gerade mal 17 habe eine durchschnittlichen Realschulabschluss und Noch keine Ausbildung und weiß ganz genau, dass ich einen Job brauche der mich happy macht

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Natürlich steht es erstmal jedem Menschen frei, mit seinem Leben zu verfahren, wie es ihm gefällt. Dazu gehört auch, es selbstbestimmt und wohlüberlegt zu beenden. Ich bin ein Befürworter von Sterbehilfe.

Aber was du beschreibst, ist Suizid in Folge einer Persönlichkeitsstörung bzw. einer schweren psychischen Erkrankung. Menschen, die unter Borderline oder eben einer Depression leiden, sind in ihrer Selbstwahrnehmung stark beeiträchtigt. In manchen Fällen sogar so sehr, dass sie keine Verantwortung mehr für sich selbst übernehmen können und einen Betreuer benötigen, der sich um alles wichtige kümmert. Der Suizid wäre in dem Fall durch die Erkrankung bestimmt, die den betreffenden Menschen dazu veranleitet, und nicht wohlüberlegt , da die Wahrnehmung negativ beeinträchtigt ist. Oder um es direkter auszudrücken, man ist ist nicht mehr Herr seiner Sinne, dementsprechend gehört man in ärztliche Behandlung.

Und ja, ich weiß, dass es Menschen gibt, die nicht therapierbar sind, ich habe so einen in meiner Verwandtschaft. Wir schicken ihm jedes Mal einen Krankenwagen vorbei, wenn er mal wieder seinen Suizid angekündigt hat.

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Selbsmord ist eine Lösung. Aber ob es die richtige ist? Hätte man es bereut später? Hätte man vielleicht einen tollen Job später? oder eine kleine süße Tochter? Das sind alles Träume... die man verwirklichen kann... Ich denke mir immer, was dich nicht umbringt, macht dich stärker.

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Ich bin 18 und will mich auch seit 2 Jahren umbringen. Wenn du meine letzten Fragen anschaust ist sogar eine neue dabei, wegen meinem Geburtstag. Aber von meinen Problemen weiß wirklich gar keiner. Ich hab auch ne ewig lange Geschichte. Was ich auch gar nicht mag, sind Leute (auch auf GF) die denken sie wüssten alles und reden alles schön, aber hatten nie selbst so eine Situation. Sowas kann keiner verstehen...nicht mal wir untereinander, weil wir verschiedene Probleme haben. Wir können nur verstehen wie es sich vielleicht anfühlt.

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Kommentar von Selfverletzung
28.06.2016, 23:00

Ich gebe dir Recht ich hasse auch diese Leute die immer versuchen  einem zu helfen mit Hör auf Selbstmordgedanken zu haben lass das Ritzen was bringt mr das ?

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Kommentar von Thelostboy342
28.06.2016, 23:48

Es gibt aber auch jene die derartiges erlebt haben und wieder vollständig auf dem Damm sind

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Kommentar von fibo123
29.06.2016, 02:26

Das letzte was du sagtest ist sehr gut artikuliert.
Jeder der eine psychische Krankheit hat, was auch immer dieser Mensch hat, lebt in seinem eigenem dilemma und seiner eigenen gefühlsselig und geht verschiedene Situationen immer wieder durch und das versteht niemand egal ob psYchater oder Therapeut

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Ich nehm das so hin .. 

Aber .. wer möchte schon einen geliebten Menschen verlieren!? Darum ist eben Selbstmord nicht so gern gesehen bei Freunden, Verwandten etc. 

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Kommentar von Selfverletzung
28.06.2016, 22:58

Wie würdest du es finden wenn deine normale Freundin völlig weiß ist weil sie nichts mehr isst.

Riesennarben hat an dem ganzen Körper.

6 Selbstmordversuche hinter sich gebracht.

Denkst du wirklich, dass irgendjemand so einen Menschen helfen kann ich glaube nicht

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Kommentar von BlitzBudden
28.06.2016, 23:01

"Nicht so gern gesehen" Das nenne ich mal eine vorsichtige Ausdrucksweise.

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Weil Selbstmord oftmals gesellschaftlich als "feige" erachtet wird. Es wird eben gern gesehen, wenn man sich seinen Problemen stellt und bis zum Schluss alles versucht, um sein Leben zu verbessern, wenn auch mit professioneller Hilfe. Vor allem im Jugendlichen-Alter haben viele der Selbstmörder/innen aus dem Affekt gehandelt, oder sich wegen wirklich lösbaren Problemen das Leben genommen.

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Kein geistig gesunder Mensch würde sich selbst umbringen und somit sich selbst sämtliches Glück nehmen - unzählige positive Ereignisse und Erfahrungen - Familie, Liebe, Spass, Sport, ...

Niemand der glücklich ist wählt den Freitod, daher sollte 'Suizid' nicht 'akzeptiert' werden - es muss geholfen werden, um die Depressionen zu überstehen, auch wenn es sehr dunkel aussieht. Denn das Leben lohnt sich einfach zu sehr und wir sollten es schätzen... Daher darf die Hoffnung zu keinem Zeitpunkt verloren werden.

Letztendlich lässt sich sagen, dass Suizid immer die falsche Entscheidung ist, da sie einen nicht nur von den negativen, sondern auch von den positiven und glücklichen Erlebnissen in der Zukunft, befreit.

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Ich bin voll auf deiner Seite. Leider kenne ich dieses Forum aber schon gut genug (ist nicht mein erster Nick), dass du gleich nieder gemacht werden wirst von all denjenigen, die Selbstmord verteufeln ^^

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Selbstmord ist keine Lösung für nichts, und nicht weil ich jetzt der uber Katholike bin, sondern weil Selbstmord eine Lösung für die jenigen ist die keine Lösung finden, mit Slebstmord hilft man keinem, auch einem selbst nicht. Man flieht nur von einer Realität die vielleicht nicht schön ist, aber egal wie tief man in der Grube sitzt irgendwann holt dich einer raus, wenn man es nur versucht.

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Kommentar von Selfverletzung
28.06.2016, 23:02

Dieses Mädchen hatte keinen Willen mehr die wäre aus diesem Loch nicht mehr rausgekommen ich habe doch täglich mit ihr telefoniert um sie aufzumuntern aber alles hat nichts gebracht
Sie wollte immer nur mir bei meinen Problemen helfen.

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Kommentar von Quertus
28.06.2016, 23:07

Es gibt einen Unterschied zwischen telefonieren und wirklich also körperlich bei einem sein, aber natürlich hoffe ich das ich dir jetzt kein leichtes Gewissen gemacht habe oder so.

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Kommentar von Quertus
28.06.2016, 23:08

schlechtes* ups

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Es war sicher nicht das beste für Sie!

Aber hier hab ich ein Link für dich:

www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

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Kommentar von Selfverletzung
28.06.2016, 23:05

Du kanntest ihre Umstände ganz sicher nicht

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Kommentar von Joshi2855
28.06.2016, 23:07

Diese Seite wurde mir auch schon 100 mal vorgeschlagen und dem Fragesteller vielleicht auch. Wenn man eh nicht will, wird man diese Nummer nie nutzen. Ich z.B. auch nicht...

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