Warum wird oft nicht geholfen?

12 Antworten

Mir fällt spontan das Teenager-girl ein, welches lange Fingernägel hat und lange Haare, das um ihr Make-up fürchtet und sich die Finger nicht schmutzig machen möchte.

Mir fällt der schüchterne Teenagerjunge ein, der keine Ahnung hat, wie er vorgehen sollte und der sich schlichtweg nichts traut und Angst hat, Anweisungen zu bekommen, die er vor lauter Aufregung gar nicht umsetzen kann.

Mir fällt die Omi ein, die zwar helfen möchte, aber auch keine Ahnung von Tuten und Blasen hat und auch völlig aufgelöst ist und auch eher einen Ambulanzwagen braucht, als tatkräftig unterstützen zu können.

Mir fällt die Mama ein, die mit 3 kleinen - schreienden - Kindern überfordert ist und offensichtlich keine Hand zum helfen hat.

Mir fällt der allgemeine Mensch ein, der gestresst von der Arbeit kommt und hungrig und innerlich nach einem Kaffee schreiend nur nach Hause möchte. Sein Handy klingelt schon wieder und ihm fällt fast die Aktentasche aus der Hand.

Es gibt soo viele Gründe, warum Menschen - oops - nicht helfen können. Für mich gilt keiner davon!

Vielen Dank für deine Antwort kaum war ich glaube ich werde ballspiele in dieser Art für meine Präsentation benutzen. Vielen Dank für deine Inspiration

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"Mir fällt die Mama ein, die mit 3 kleinen Kindern..."

Na das wäre für mich schon ein Beispiel mich nicht ins Getümmel zu werfen.

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Hallo. Meiner Meinung nach ist Zivilcourage eine unüberlegte Reaktion. Menschen mit Zivilcourage überlegen nicht, das man sich selber in Gefahr bringt. Sie sehen nur einen Menschen, der in Not ist und greifen ein. Manche Menschen sind mutig, gerecht und sozial eingestellt und diese Faktoren bringen Menschen dazu intuitiv anderen zu helfen. Sie sehen einen Kampf und versuchen zu schlichten, sie springen ins kalte Wasser und versuchen jemanden zu retten. Es gibt Menschen, die von Natur aus sehr couragiert sind und andere wiederum ängstlich. Zivilcourage haben einige Menschen einfach im Blut.

Studien kenne ich keine dazu. Es gab aber vor einigen Jahren mal eine Reportage zu dem Thema in der deutlich wurde, dass Opfer von Zivilcourage allein gelassen werden.

Wer eingreift muss damit rechnen, selbst zu Schaden zu kommen. Und mit diesem Schaden bleibt er dann allein. Das kann von Erwerbsunfähigkeit bis hin zum Tod gehen. Für fremde Menschen würde ich mich auch nicht selbst in solche Gefahr bringen. Hilfe holen ja, sofort und jederzeit. Aber ich würde mich niemals dazwischen stellen oder einmischen.

SK

Du hast selbst schon einige Auslöser benannt.

Es ist aber nicht zu vergessen, die Regel Nummer 1 lautet: Hilf, aber bring dich nicht in Gefahr.

Wenn ich im Auto nachts als Frau alleine auf einer schlecht beleuchteten, einsamen Landstraße eine Person am Straßenrand liegen sehe, halte ich nicht an.

Wenn ich eine Person im Rhein ertrinken sehe, springe ich nicht hinterher.

Wenn ich ein Kind beim Schlittschuhlaufen auf einem See ins Eis einbrechen sehe, versuche ich nicht, es zu retten.

In allen Fällen besteht meine Hilfe darin, Rettungskräfte schnellstmöglich und mit den korrekten Angaben zu informieren und nicht als Held zu sterben.

Alles Gute für dich und viel Erfolg bei deiner Präsentation!

Danke, Eigenschutz geht natürlich immer vor. aber ich weiß einfach aus eigener Erfahrung dass es nicht mal mehr selbstverständlich ist wenn ein Erstklässler auf seinem Fahrrad stürzt und ein aufgeschürftes Knie hat stehen zu bleiben und zu trösten. die meisten gehen einfach vorbei und schauen weg. und auch wenn ich mich aus verschiedensten Gründen nicht traue muss ein Notruf abgesetzt werden das ist meiner Meinung nach in jeder Situation möglich. Von auf dass es leider nicht immer selbstverständlich

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Die Gründe fürs nicht helfen sind unter anderem

-nicht wissen wie, weil bspw. Nie erste Hilfe Kurs gemacht

-Ignoranz oder schlicht auch manchmal Ekel (bei schweren Verletzungen bspw, oder weil es ein obdachloser oder aber auch zum Bsp. Ein "offensichtlicher" Flüchtling ist, oder drogenkonsument.

- manche Menschen kommen mit der Situation an sich nicht klar und haben schlicht einen Blackout

Und natürlich die Gründe, die du bereits genannt hast

Fürs gaffen:

-sensationslust, Neugierde, teils auch geltungsbedurfnis: kann man Filmen und in Netzwerke hochladen für ein par Klicks.

-schadenfreude

Für Gewalt gegen einsatzkrafte :

Hautpsachlich wohl intoxikationen von alkohol und Drogen, Angst vor evtl. Rechtlichen Folgen, wenn bspw. Drogen konsumiert worden sind.

-Unverständnis, das es durch Einsätze auch mal zu bspw. Verzögerungen im Verkehr kommt, oder weil straßen gesperrt sind, Unverständnis für evtl. Bestehende rechtslagen, solidarisierung bei bspw. Polizeiaktionen, weil manche Menschen eben nicht verstehen, daß die Polizei eben manchmal auch Zwang anwenden muss.

Woher ich das weiß:Beruf – Heilpraktiker mit Qualifik. In Osteopathie und Chiroprakti

Vielen Dank das hat mir sehr weitergeholfen

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