Warum wird nicht für die nächsten 1-2 jahre mal ein Gesetz durchgestzt, dass man nur noch Elektroautos kaufen kann?

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19 Antworten

Es ging dabei um das Jahr 2030 und nicht um das Jahr 2020. Es gibt bisher leider noch nicht genug E-Autos, um den Bedarf von heute auf morgen zu decken.

Die angepeilten 14 Jahre sind aber mehr als genug Zeit, um einen Übergang zu schaffen. Wenn die Autohersteller jetzt nicht handeln, dann brauchen sie sich in ein paar Jahren nicht wundern, dass sie die Gesetze nicht mehr einhalten können. Aber hier in Deutschland ist das ja eh nicht so wichtig. Die Politik steht massiv hinter der Autolobby. Die Politik setzt sogar Forderungen der Lobby in Brüssel um weiter Lücken und Tricks bei den Normverbräuchen zu dulden usw...

Die E-Autos werden kommen. 2020 wird ungefähr der Tipping Point sein und ab 2030 werden die meisten neuzugelassenen Autos einen elektrischen Antrieb haben. Ein Gesetz zu erschaffen, um allen vorzuschreiben, was sie kaufen sollen finde ich insofern unnötig, weil der Markt sich selbst entwickeln wird. Es bedurfte zwar einen Anschubser von der Politik aber ich denke der Wandel ist nicht mehr aufzuhalten auch durch Tesla...

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Kommentar von don2016
17.11.2016, 23:35

@randomhuman...wieder mal echt gut formuliert...ich hoffe du bekommst auch etwas "Tantiemen" von Tesla für deine guten Vorgaben, hättest du verdient...liebe Grüße aus Köln

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Dafür dauern die notwendigen Abläufe und Umstellungen zu lange.

In Deutschland wurde 2015 alleine 3,2 Millionen  Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen. http://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/n_jahresbilanz.html

Davon waren gerade mal 12.363 Stück Elektrofahrzeuge. Das müsste sich also von hier auf jetzt auf das über 250fache verfielfachen.

Dafür fehlen den Herstellern die Kapazitäten, die Fertigungsstraßen, die Zulieferer die das in der Anzahl könnten, die Fachleute etc.pp....
Dazu kommt die fehlende Infrastruktur an Ladeplätzen, Stromversorgung etc.pp.

Im Gegenzug fallen jede Menge Arbeitsplätze und Bauteile weg - so hat eine Elektroauto über 1000 Teile weniger (und dabei vor allem bewegliche Teile im und am Motor).

Jede Menge Arbeitsplätze im Motoren- und Getriebebau fallen weg, die nicht einfach von den neuen Lieferanten übernommen werden können, da sie ein völlig andere Ausbildung brauchen.

Die Anzahl an Tankstellen für Benzin/Diesel wird sinken, die neuen Ladeplätze müssen entwickelt, geplant, mit Stromleitungen versorgt und montiert werden.

Das Ganze wird eine gewaltige Umwälzung bedeuten - vor allem in Deutschland, das sich jahrelang auf seinen Premium-Spritschleudern ausgeruht hat und sich statt dem Wettbewerb zu stellen, Sonderregeln durch die Politik hat machen lassen.

Wir leben in interessanten Zeiten.....

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Weil man innerhalb von 1 bis 2 Jahren nicht die Produktionskapazitäten bereitstellen könnte für E-Autos. Monatlich werden in Deutschland ca. 250.000 PKW neu zugelassen, und nur ungefähr tausend davon sind E-Autos.

Die Firmen müssten also ihre Produktionskapazität um den Faktor 250 vergrößern. Es ist schon zweifelhaft genug, ob das innerhalb der nächsten 2 Jahrzehnte möglich ist.

Weiterhin ist das Angebot an E-Autos begrenzt, die Reichweite und vor allem Aufladedauer praxisuntauglich und bevor nicht der allergrößte Teil des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, hat es auch aus Sicht der Umwelt kaum Vorteile, ein E-Auto zu fahren.

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Salue ReTrig

Da müsste die Batterieentwicklung aber noch gewaltige Fortschritte machen. Solange in Deutschland auch nur noch ein einziges Kohlekraftwerk läuft, wäre es auch ein absoluter Blödsinn. Betrachtet man nämlich die gesamte Energiekette, sieht diese mit Strom bedenklich schlecht aus.

Mit dem heutigen Strommix in Deutschland, würde man alles auf CO2 umrechnen, würde ein Tesla so um die 12-14  Liter/100 km  Benzin verbrauchen.

Zusätzlich sind heutige Elektroautos viel zu schwer. Da muss zuerst ein Umdenken bei den Konsumenten stattfinden. Im Moment dürfte da gerade die Deutsche Autoindustrie wenig Freude an solchen Plänen haben.

Dazu kommt, dass es eigentlich nur noch ein einziges Land auf der Welt gibt, in dem man auf den Autobahnen theoretisch unbegrenzt schnell fahren darf. Gäbe es ein Begrenzung auf z.B. 160 km/h würden wohl die Gründe weg fallen 400 PS Autos, die 2 Tonnen schwer sind, zu kaufen.

Die Pläne, ganz auf Elektroautos umzustellen, sind Visionen. Nett, aber unrealistisch.

Es grüsst Dich

Tellensohn

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Kommentar von randomhuman
17.11.2016, 19:42

Deine Rechnung oder die Quelle zur Behauptung von 12-14 Liter würde ich gerne mal sehen? Nur rein aus Interesse. 

Der Verbrauch eines Tesla beträgt um die 20kWh also etwas mehr also ungefähr 2,5l Benzin. Wo kommen denn die restlichen 10 Liter her. Ich weiß du legst den Strommix zugrunde aber das verstehe ich trotzdem nicht. Schließlich werden Benzin und Diesel ja mit genau demselben Strommix hergestellt.

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Kommentar von Havenari
18.11.2016, 14:22

Gäbe es ein Begrenzung auf z.B. 160 km/h würden wohl die Gründe weg fallen 400 PS Autos, die 2 Tonnen schwer sind, zu kaufen

...wie man ja eindeutig in den USA und China erkennen kann^^

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Als ernsthafte Gründe fallen mir ein:

1. Die Umstellung für die Automobilindustrie wäre zu hart, es würde Massenentlassungen geben.

2. Als ebenso gewichtig erachte ich den Umstand, daß es für dieses Szenario zu wenig Strom produziert wird und in absehbarer Zeit auch nicht genügend werden kann.

Man bedenke hierbei auch die Folgen eines Atomausstiegs!

3. Die noch mangelnde Praxistauglichkeit da die Akkutechnik noch nicht weit genug ist. Theoretische Angaben und Prahlwerte zählen hier nicht, nur Fakten!

4. Die Auswirkung auf die bestehende Infrastruktur und die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ansteigenden Kosten kämen einer Enteignung der Besitzer herkömmlicher Fahrzeuge gleich.

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Kommentar von randomhuman
28.11.2016, 06:52

1. VW macht doch eine gute Umstellung vor. Das wird alles sozialverträglich ablaufen die 23000 Menschen in Deutschland zu entlassen. Da werden die Älteren früher in die Rente geschickt mit einer Art Gleitzeit. Zudem schafft VW zusätzlich 9000 Arbeitsplätze. Außerdem sind Arbeitsplätze kein Argument. Mit dem Argument gäbe es nämlich keinen Fortschritt. Dann wäre sowas wie Massenproduktion nicht möglich, weil es ohne Maschinen, die den Menschen ersetzen nicht funktioniert.

2. Diesen Umstand erachte ich für falsch. Es gibt nicht von heute auf morgen 40 Millionen Elektroautos und wenn das so wäre, dann bedeutet das maximal 20% mehr Stromverbrauch. Das ist aber sehr hochgegriffen, weil das in den nächsten 10-15 Jahren nicht eintritt. Also mehr als genug Zeit, um das Stromnetz fit zu machen.

3. Die Praxistauglichkeit ist schon immer mehr gegeben. Autos mit 300-400km kommen heute auf den Markt. Spätestens 2020 sind Autos mit 500-600km Standard.

4. Inwiefern?

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Weil:

- Elektroautos einfach noch nicht ausgereift sind ( "Tankstellen" Reichweite etc)

- die Öllobby ihre Finger mit im Spiel hat

- die Autoindustrie sich nicht so schnell umstellen kann

Desweitern ist das mit 2020 keineswegs Spruchreif

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Ach ja?

Und wie kauft man dann ein Auto, das 4 Personen samt Schlauchboot nach Südspanien bringt?

Und zwar so, dass die noch dort ankommen, bevor der Urlaub rum ist?

Das wird eines Tages kommen. Bis dahin wird noch einiges Wasser den Rhein runterlaufen, in der Zeit man die Technik verfeinern und erheblich verbessern wird, z.B. Ladezeiten von 5 Minuten für 800 km Reichweite, dann wird das sicherlich gemacht.

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Coole Idee. Und am Tag darauf entlassen VW, Opel, Ford, Mercedes, BMW und wie sie alle heißen 90 Prozent ihrer Mitarbeiter. Das gilt in der Folge natürlich auch für die Zulieferer.

Heißa, das wird lustig.

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Kommentar von randomhuman
18.11.2016, 16:47

So wird es wohl kommen. VW hat heute angekündigt bis 2025 aufgrund der Zukunftsstrategie 23000 Stellen zu streichen. Jetzt haben sie genug Übergangszeit für die Mitarbeiter, um das alles möglichst human abzuwickeln. Einige Zuliefer stellen sich auch schon um und haben zumindest konkrete Pläne wenn es irgendwann keine Verbrenner Produktion mehr geben wird. Die Arbeitsplätze werden an anderen Stellen schon neu geschaffen werden. Der Arbeitsmarkt war schon immer im Wandel.

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Chancen sähe ich nur wenn wir Konsumenten uns von unserem hohen Komfortanspruch lösen könnten und die freie und individuelle Mobilität zu schätzen lernen wüßten.

Ich bezweifle nur die Bereitschaft dazu, die Bequemlichkeit eines rasenden,  belederten Wohnzimmers mit allem elektrischen und elektronisch gesteuerten Firlefanzes auf dem Altar der Vernunft zu opfern.☺

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Kommentar von Gummibusch
17.11.2016, 18:29

Nachtrag...so wäre es auch gar nicht nötig sich ausschließlich auf Elektromobilität zu beschränken, das wäre eh nicht sinnvoll!

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1. Die industrie muss sich umstellen

2. Den Ölscheichs / der Kraftstoffindustrie gefällt das überhaupt nicht

3. Elektroautos brauchen noch bessere Entwicklung was Reichweite oder Haltbarkeit der Batterie angeht

4. Es gibt noch keine Schnelllademöglichkeit

Es gibt bestimmt noch viel mehr gründe :).

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Erstens weil da die Ölkonzerne die Finger im Spiel haben, zweitens gibts nicht genug Angebot und drittens ist es schwer soetwas durchzubringen das mit 2020 kann man auch nicht wirklich ernst nehmen.

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Das wäre ein Mistgesetz. Denn dafür gibt es in Deutschland noch keine Infrastruktur.

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Kommentar von ReTrig
17.11.2016, 17:30

Aber das lässt sich doch theoretisch durchsetzen 

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weil dann deutschland pleite ist was alles dranhängt

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Weil es nicht realistisch ist. Mehr muss man darüber gar nicht diskutieren. Das E-Auto ist nicht das Ei des Columbus.

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Weil es dann zum Aufstand kommen würde.

Oder mindestens zur Abwahl von Merkel (was ja fast schon das Gleiche ist, hierzulande.)

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Habt Ihr in der Kirche eine Rollschuhbahn?

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Eben nicht, erstens hat die Regierung nicht das recht vorzuschreiben was gekauft wird und was nicht.

Zweitens, haben wir dafür garnicht die Infrastruktur, wo willst du die Dinger aufladen?

Das ist alles eine Nullnummer gewesen mit der Elektromobilität

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Kommentar von randomhuman
18.11.2016, 16:49

Gewesen? Das geht grade erst richtig los. In 10 Jahren wird es eine beachtliche Anzahl an Elektroautos auf der Straße geben, weil die Verbrenner die immer strenger werdenden Grenzwerte nicht einhalten können. Denk mal realistisch.

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1. Es gibt nicht genug Autos für alle.

2. Diese Autos sind teuer, sehr teuer.

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Kommentar von randomhuman
18.11.2016, 16:50

Das lässt sich ja in Zukunft ändern oder nicht? Mobiltelefone waren am Anfang auch mal sehr sehr teuer.

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Weil dann die Ölmilliardäre kein Geld mehr schäffeln können.

Sie wehren sich mit Händen und Füssen gegen die Autos die nicht mit Benzin funktionieren.

Mit freundlichen Grüssen

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