warum wird man immer angeguckt?

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13 Antworten

die haben alle nichts zu tuen ;)

Das ist ein uralter Instinkt, tief im Menschen verankert. Beobachtet man eine abweichende Bewegung im Augenwinkel, dann wendet man sich diesem Objekt zu. Das Unterbewusstsein will erforschen, ob da was Harmloses vor sich geht oder ob man kämpfen oder flüchten muss. Dieser Instinkt reagiert auch auf den Bildschirmschoner. Geht der an, dreht man sich reflexartig zum PC. Oder im Fahrstuhl: Steigt da ein Löwe ein oder doch nur ein Antilope? Das Gehirn will wissen: Harmlos oder gefährlich? In der Regel steigen keine gefährlichen Tiere in den Fahrstuhl ein oder betreten das Cafe, daher dreht man sich augenblicklich wieder weg. In Grossstädten kann man sich einfach nicht zu allem umdrehen, man würde zu nichts mehr kommen. Daher ist es dort weniger auffällig.

ich würde eher sagen, dass die menschen auf dem dorf nichts zu tun haben, ich hab so einen hals auf solche leute, die jeden anstarren müssen

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@JabbaTheHut

@Jabba: Ich gebe Dir recht, Neugier von Dörflern ist streckenweise pure Neugier, da kommt einer ins Cafe, der vielleicht anders aussieht als sie selbst. - Da ist endlich mal was los!

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> "Das ist ein uralter Instinkt, tief im Menschen verankert."

Der Zeitgeist ist heute so, dass die Leute sofort alles mögliche mit Genen, Evolution & "Urinstinkten" "erklären" wollen. Interessant dazu ein Auszug aus wikipedia:

«In der Fachliteratur wird der Instinktbegriff heute allenfalls vorsichtig benutzt. Das hat vor allem drei Gründe:[8]

Zum einen haben neuere Ergebnisse der Sozialisationsforschung und der Verhaltensbiologie die „Naturhaftigkeit“ von Verhaltensweisen teilweise widerlegt.

Zum anderen werden Verhaltensweisen nur mit der Bezeichnung „Trieb“ oder „Instinkt“ belegt, ohne dass dies das Verhalten erklärt. Beispiel: Jemand flüchtet nach einem Unfall, also ist es der Fluchtinstinkt; oder er hilft, also ist es der Helferinstinkt. Wissenschaftstheoretisch spricht man hier von einer Problemdopplung: Es ist nicht mehr nur das Verhalten zu erklären, sondern auch die als Trieb bezeichnete hypothetische Ursache.

Zusätzlich ist der Trieb als evolutionstheoretische Erklärungsgröße kaum zu widerlegen. Manfred Hassebrauck beschreibt die Zunahme von evolutionären Erklärungen für soziales Verhalten und kognitive Prozesse. Kritisch bemerkt er, sie stellen „nun einmal einen Prototyp [...] ultimativer Erklärungen dar.“[9]» (http://de.wikipedia.org/wiki/Instinkt#AnwendungdesInstinktbegriffsaufden_Menschen)

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@notizhelge

Du vermischt hier einiges miteinander. Fahrerflucht ist ein komplexer menschlicher Vorgang, der mit der Verarbeitung einer Vielzahl von Informationen, Moralvorstellungen und eigenen Empfindungen (=Aengsten) einhergeht.

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Fahrerflucht kann daher allenfalls eine Affekthandlung sein, sofern der Betreffende in Panik gerät und seine Angst (=vor Strafe) alle anderen Bereiche überlagert. Mit Instinkten hat das wenig zu tun. Instinkte verursachen Reflexe in Sekundenbruchteilen und sind nicht abstellbar. Versuche doch mal, Dich nicht zum PC zu drehen, wenn der Bildschirmschoner angeht. Du wirst staunen, dass Du das auch dann nicht schaffst, wenn Du es Dir fest vornimmst.

@Jabba: "Nichts zu tun" haben kann auch eine andere Beschreibung für "weniger Eindrücke zu verarbeiten haben" sein. Leute auf dem Dorf haben wirklich weniger zu tun. Da gibt es einfach weniger Informationen, als wenn man über dem Time Square in New York läuft und die Sinne filtern die vorhandenen Informationen bewusster.

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Ich würde sagen, einfach weil der Mensch immer neugierig ist. Er möchte halt wissen, wer da kommt, ob er die Person möglicherweise kennt oder so.

das ist ein instinkt um den menschen vor angriffen zu schützen. evolutionär bedingt. kann man unterdrücken, aber man will eigentlich immer wissen, was in seinem umfeld passiert oder ? aus sicherheit..

...du kannst doch nicht entscheiden, was andere Leute interessant finden, oder? Über so was würde ich mir keinen Kopp machen- lass sie doch gucken wenns ihnen gefällt...

mir ist es ja eigentlich egal, mir is auch aufgefallen, dass das nur in kleinstädten oder dörfern so is...in berlin oder hamburg passiert sowas nich...sehr armseelig meiner meinung nach

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@JabbaTheHut

...dafür passen die Leute in kleineren Ortschaften aber besser aufeinander auf. In meinem Heimatort wusste so ne Oma immer genau, wann welches Auto wo lang gefahren ist. Ihre Aussage hat mal geholfen jemanden zu überführen, der die Bushaltestelle angespayed hat XD...du siehst, es hat alles seine Vor- und Nachteile ^^...

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@JabbaTheHut

in hamburg ist die wahrscheinlichkeit, dass ein bekannter in ein geschäft kommt, auch deutlich geringer, als auf dem dorf.

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Vielleicht aus Neugier, wer kommt und ob man die betreffende Person vielleicht kennt.

wenn es dich nervt beim reingehen, dann gehe nie nach tirol. Dort wirst du sogar gegrüßt!

wieso ist das uninteressant? es könnte ja auch jemand kommen, den man kennt und grüssen möchte...

ich fände es sehr unhöflich, irgendwo zu sitzen oder zu stehen und so zu tun, als ob ringsumher niemand wäre...

naja wenn dewr jenige reinkommt, kann er ja auch kommen und grüßen...ich find das total unsozial wenn man mit freunden am tisch sitzt und guckt was fremde leute machen...total dumm

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@JabbaTheHut

...ich finde es interessiert und höflich, solange man nicht stundenlang glotzt, was allerdings auch nicht die regel ist.

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Immer? Alle?

Das glaube ich nicht, ich denke, Du generalisierst da sehr stark. Außerdem, was ist so schlimm daran?

ja in meinem ort schon, man läuft an einer fremden person vorbei und wird angeschaut, man geht in ein lokal und alle drehen sich mit vollem mund um, man geht in ein kaufhaus und wird von manchen angestarrt, und wenn man nach berlin zB geht, dann interessiert sich keiner für, das zieht mich so in die hauptstadt.

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@JabbaTheHut

Vielleicht meinst Du das auch nur. Wenn Du mal ein paar Jahre in der Großstadt gelebt hast, wird Dir vielleicht die Anonymität auf die Nerven gehen. ;-)

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@Kristall08

da könntest du allerdings recht haben, ich war ja schließlich noch nicht länger als eine woche in der großstadt hintereinander

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@JabbaTheHut

Beides hat seine Vorzüge und Nachteile. Es gibt hier wie dort nette und nervige Menschen. Es ist immer gut, beides mal erlebt zu haben. Es erweitert den Horizont. ;-)

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ja genau sehen und gesehen werden und vor allem, weil alle so neugierig sind :)

ganz klar: alle haben ,,schatten auf der fährte"!

weil die langeweile haben würde ich mal sagen

Sehen und gesehen werden :)

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