Warum wird Kommunismus immer negativ dargestellt?

20 Antworten

Die Chance auf persönlichen Reichtum und gesellschaftliche Anerkennung ist die treibende Kraft, die Menschen immer wieder zu Höchstleistungen anspornt. Das Streben nach Erfolg bringt Kämpfernaturen hervor, die sich voll und ganz der Erfüllung ihres Traumziels verschreiben, die Tag und Nacht darüber brüten, wie sie ein Produkt erschaffen, verbessern oder neue Märkte erschließen können. Diesen enormen Kräften der Mobilisierung des menschlichen Geistes hat der Kommunismus wenig entgegenzusetzen. 

Und als ob der Kommunismus nicht bereits durch die ungenügende Motivation der Bevölkerung genug gebeutelt wäre, musste mit dem Instrument der Planwirtschaft noch ein zusätzliches Hindernis geschaffen werden. Denn eine allwissende Instanz, die sämtliche Pläne aller wirtschaftlich Tätigen kennt und ohne Widerspruch aufeinander abstimmen könnte, ist praktisch nicht umsetzbar. Die individuellen Bedürfnisse und Handlungsmotive aller Beteiligten können sich jederzeit in nicht vorausberechenbarer Weise ändern, was erfordern würde, einmal aufgestellte Pläne ständig zu überprüfen und korrekt anzupassen.

Der Kommunismus gehört auf den Scheiterhaufen der Geschichte. Eine Ideologie, die das Individuum nicht anerkennen will und auf wirtschaftlichen Instrumenten aufbaut, die sich in der Vergangenheit als nutzlos erwiesen haben,  kann nicht im Sinne der Menschen sein. 

Der Sozialismus ist die Philosophie des Versagens, das Glaubensbekenntnis der Unwissenheit und die Religion des Neides. (Churchill)

Kapitalismus hat auch nicht gutes... man muss goldene Schnitt finden

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@Teodd

Zumindest hat der Kapitalismus weitaus mehr zu bieten, als der Kommunismus. Es ist ganz einfach: Der Mensch ist bereit, viel und hart zu arbeiten, wenn er hierfür eine attraktive Belohung erhält, die seinen Anstrengungen gerecht wird. Doch wenn der Staat diese Belohnung streicht, wird niemand das Opfer bringen, um die Vortrefflichkeit zu erreichen.

Kürzlich habe ich eine sehr schöne Parabel gefunden, die beschreibt, warum der Kommunismus immer scheitert. http://www.theeuropean.de/andreas-kern/10334-warum-der-sozialismus-nicht-funktioniert

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Vorab: Auch die Behauptung, in der DDR oder SU hätte es bereits Kommunismus gegeben, gehört in dieses Propagandamuster.

Einerlei, wie man dazu stehen mag: Dreh- und Angelpunkt des Sozialismus/ Kommunismus ist die Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln - also die Verstaatlichung/ Vergesellschaftung von Betrieben, Konzernen, Industrien.

Über die Besitzverhältnisse bei den Produktionsmitteln sind die Machtverhältnisse festgelegt. Wer sie besitzt, hat auch die Mittel, nicht nur sein Umfeld sondern auch die Politikdarsteller nach seiner Pfeife tanzen zu lassen.

Ein Beispiel von vielen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bmw-quandt-familie-spendet-an-cdu-kritik-von-parteienrechtlern-a-927959.html

Auf dem Gebiet der SBZ/DDR wurden diese Macht- und Eigentumsverhältnisse durchbrochen. Es gab Flächendeckende Enteignungen (Bodenreform usw.). Die DDR war der mit Abstand größte materielle Verlust für das deutsche Bürgertum. So etwas vergißt man nicht. Da ist man nachtragend. Und da wird eben alles, was damit zusammenhängt, verteufelt.

Daß auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik z.T. vergleichbare Zustände herrschten (Kommunistenverfolgung, Berufsverbote, flächendeckende Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs), interessiert da nicht.

Es ist doch Propaganda vom bösen Kommunismus. Die DDR Politiker waren danach alles Kommunisten. Auch wenn sie es wären so kennen wir den Kommunismus in der Praxis nicht weil  es den noch nie gab. Das waren aber Leute die den realexistierenden Sozialismus vertraten und das ist nicht dasselbe. Eine Gesellschaftsordnung wird von Menschen gemacht und die ist nur so gut wie ihre Macher.

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