Warum wird Kapitalismus oft mit Nationalismus in eine Tüte geworfen?

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6 Antworten

Hallo AlienSquadron,

das ist eine interessante Feststellung! Allerdings fragt sich natürlich, ob das Kapital sich wirklich noch auf dieser Linie bewegt. Heute sind die großen Kapitalien doch übernational organisiert, und die nationale Orientierung ist für das Kapital eher einer anachronistische Position.

Aber natürlich gibt es seitens der Staaten eine Konkurrenz um die großen Kapitale. Es werden ja laufend Investoren gesucht, die Arbeitsplätze schaffen usw. Um das Kapital anzulocken, muss es günstige Investionsbedingungen geben, also niedrige Löhne, ein ausreichend gebildetes Arbeitskräftereservoir, rechtlich sichere Verhältnisse, niedrige Steuersätze für Gewinne usw.

Je rechter die politischen Parteien, desto klarer die Überzeugung, dass es das Land nach vorne bringt, wenn man dem Kapital optimale Bedingungen bietet, auch wenn es Kosten der Lebensbedingungen der Bevölkerung geht. Die linken Parteien stammen ja häufig ursprünglich aus den Gruppen der Bevölkerung, um deren Lebensbedingungen es da geht. Und die haben daher naturgemäß, im eigenen Interesse das Bedürfnis, die Möglichkeiten des Kapitals zu begrenzen.

Gruß Friedemann

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Nationalismus geht oftmals Hand in Hand mit Patriotismus. In Deutschland wurde uns aufgrund der Geschichte das Gefühl von Nationalstolz aberzogen, und auch in den Medien gilt es als nicht politisch korrekt. In anderen Ländern existiert diese Stigmatisierung nicht und alle Parteien des gesamten Spektrums sind mehr oder weniger nationalistisch.

Das Phänomen, das Du beschreibst, ist im Prinzip eine Darstellung durch die Medien, die meist am linken Spektrum angesiedelt sind, teils sogar sehr links (z.B. die Sendung Monitor). Bei den Tiraden auf die Wohlhabenderen in der Gesellschaft wird oftmals unterschlagen, dass z.B. die Unternehmer diejenigen sind, die Arbeitsplätze schaffen und aufrechterhalten und dabei ein wesentlich grösseres finanzielles Risiko und persönliches Engagement eingehen als der Angestellte oder Arbeiter, der insbesondere in Sozialstaaten eine hohe Arbeitsplatzsicherheit geniesst, regelmässig sein Gehalt ausgezahlt bekommt und feste Arbeitszeiten besitzt.

Die Diskussion, weshalb die Schere zwischen arm und reich auseinanderklafft, ist eine komplizierte, wird oftmals nicht ökonomisch fundiert dargestellt und versucht zu polarisieren. Zur Untermauerung einer jeden These darüber findet sich immer irgendein "Experte", der gerne vor einem Journalisten seine Thesen erklärt.

Einfach über den Kamm zu scheren ist die Frage allerdings nicht.

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Kann ich nicht aus der Praxis belegen da Reiche Verwande bei mir  besonders Multikulturell eingestellt sind und  Kritik daran nicht tolerieren.

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Das ist Unsinn, die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts sind für Zuwanderung und offene Grenzen. Wer reich ist, ein Unternehmen führt und Geld scheffelt, profitiert von der Globalisierung. Nationalismus, Kleinstaaterei, geschlossene Grenzen und völkisches Denken schmälern den Profit. 

Neonazis und Rechtsextreme sind es, die sich der Parole "Sozial geht nur National" (NPD) verschrieben haben. Bei der Afd und NPD wird soziale Umverteilung unter Volksgenossen gepredigt und gegen "die da oben" gehetzt.

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Kommentar von AlienSquadron
27.02.2016, 07:33

In der Finanzkrise hat Lücke gesagt man müsse die Löhne senken um aus der Krise zu kommen . Also muss der kleine Mann dafür aufkommendas wäre sehr unsozial, er hat später die AFD mit gegründet.

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Weil die Linken gerne alles, was nicht links ist, in einen Sack werfen.

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In praktisch jedem Land ausser Deutchland sind auch die gemaessigt linken Parteien nationalistisch. 

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