Warum wird jede 2.te Ehe geschieden. Ist es Feminismus oder Fortschritt?

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11 Antworten

Ich würde beide Begriffe nicht als Ursache (vor allen nicht alternativ) sehen, sondern als Stichwörter, welche für die heutige Gesellschaft mit anderen prägend sind und damit auch das Beziehungsleben beeinflussen. Konstanz wird bei weitem nicht mehr so groß geschrieben wie in anderen Abschnitten der Menschheitsgeschichte.

Feminismus führt zu einem deutlich größeren Selbstbewusstsein der Frauen in einer Gesellschaft, sodass sie sich nicht mehr jeden Blödsinn der Ehepartner gefallen lassen - was natürlich auch das Festhalten an einer als wertlos empfunden Ehe in Frage stellt. Kann natürlich auch ins Gegenteil umschlagen, indem betroffene Personen extreme feministische Positionen beziehen und damit effektiv nicht mehr beziehungsfähig sind.

"Fortschritt" bezeichnet erst mal nur eine Entwicklung. Die kann auf technologischen, ethisch-moralischen oder sonstigen Gebieten erfolgen. Durch mehr erlebte Veränderungen wird es für eine Gesellschaft auch "normaler", bislang als feststehend erlebte Werte, Einrichtungen und Beziehungen in Frage zu stellen. Dazu kann auch der Wert einer ursprünglich lebenslänglich abgeschlossenen Ehe gehören, die sich dadurch zu einer Lebensabschnittsgemeinschaft umformt.

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Ich denke, es wird sich mehr getrennt, weil es einfacher geworden ist, sich zu trennen. 

Die Menschen, die auf lange, glückliche Ehen zurück blicken, erfüllt das mit Trauer, diese Entwicklung sich anzusehen.
Die Menschen, die auf lange, unglückliche Ehen zurück blicken, erfüllt das mit Glück, diese Entwicklung sich anzusehen.

Die Ehe an sich hat an Bedeutung verloren. Früher waren die Leute religiöser. Warum sollte jemand heiraten, der nicht religiös ist? Richtig, um Steuern zu sparen.

Damit haben wir gleich die Lösung: Weniger heiraten, dann wird sich auch weniger geschieden.

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Frauen brauchen keine Männer mehr zum überleben. 

Sie können sich selbst ernähren. Das war früher eben anders. 

Deshalb trennen sie sich heute schneller als wie früher in einer unglücklichen Beziehung zu bleiben. 

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Ist wohl eher eine gesellschaftliche Veränderung als eine frauenrechtliche Sache, denk ich mal.

Früher blieb man durch dick und dünn zusammen. Eben auch wenn man eigentlich nichts gemeinsam hatte außer die Kinder oder so.  Außerdem waren Scheidungen auch extrrem verpöhnt oder hatten sogar den sozialen und gesellschaftlichen Ausschluß zur Folge.

Heutzutage wird auch einfach schneller aufgegeben und der Hang zur Individualisierung und Selbstverwirklichung ist immer ausgeprägter, so dass man eben nicht weiter für die Ehe "kämpfen" mag und sein Heil lieber in einer anderen Beziehung sucht. Oder eben lieber unabhängig und frei ist als gebunden und dazu keine sozialen Nachteile mehr zu erwarten hat.

So denke ich mal kam es in unserer heutigen Gesellschaft zu den höheren Scheidungsraten.

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Frau ist eben nicht mehr vom Mann abhängig. Jeder kann sich idR sein Leben selber finanzieren, daher gibt es bei einer Scheidung weniger Probleme als früher.

Da wurde den Frauen ja gerne gedroht, dass sie keinen Cent bekommen.

Das hat nicht mit Feminismus zu tun, sondern eher mit Gleichberechtigung.

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Kommentar von LuzifersBae
17.08.2016, 15:34

Feminismus ist ja eigentlich Gleichberechtigung. Aber unsere Mitmenschen sind so schlau und verwechseln Feminismus meist mit Größenwahn oder sowas.

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Das Leben ist einfacher geworden, die Menschen egoistischer.

Mittlerweile sind Dinge, die früher für jeden Luxus war, selbstverständlich.

Und je mehr wir uns das Leben von der Industrie, von den Medien etc etc vereinfachen lassen und alles nur noch Ihnen überlassen, werden wir teilweise zu Roboter. Im Unterbewusstsein fällt es uns leichter Dinge zutun, die große Schäden anrichten könnten. Wir denken nicht mehr nach an unsere Zukunft. An die Menschen die in der Zukunft leben werden. An andere Lebewesen. An unsere Kinder. An die Familie. Wir denken nur noch an uns selbst und vergessen dabei völlig was Familie eigentlich ist, was Liebe eigentlich ist. Sobald wir die negativen Seiten sehen, flüchten wir sofort. Und warum? Weil wir an das einfache gewohnt sind. Weil wir auf solche Dinge nicht vorbereitet sind.

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Ich sehe da den feminismus schon als problem....viele frauen ziehen den beruf der familie und den mann vor, das war früher nicht so. Beziehungen im allgemeinen werden heut zu tage lieber durch andere partner ersetzt statt etwas kaputtes zu reparieren.

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Weder noch!

heute verliert man nicht mehr so viel wie früher wenn man sich scheidet. 

während viele verheiratet waren und doch nicht mehr richtig zusammen, scheidet man sich heute viel früher und "einfacher".

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Warum soll man zusammen bleiben, wenn die Ehe gescheitert ist?

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Weder noch.

Die beiden Begriffe sind in diesem Zusammenhang die falschen Alternativen.

siehe andere Antworten

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Beides! 

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