Warum wird in der Schule Religion gelehrt und das auch noch als Pflicht?

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18 Antworten

Abseits von persönlichen Glauben / Nicht-Glauben macht es Sinn, auch im Bereich von Religion und Spiritualität sich Kompetenzen zu erwerben.

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Es kommt finde ich auch auf den Lehrer und Lehrplan an, einige sind darauf bedacht den Kindern den christlichen Glauben näher zu bringen, einige aus Überzeugung andere aus rein Objektiver sicht, sozusagen wie ein Geschichtsunterricht.

Es gibt auch Lehrer, die wenn es der Lehrplan zulässt, (auch  in katohlischer Religion, nicht nur in Etik) allgemeine Themen wie Tod oder schwirige Lebensphasen zu thematisieren und ein Fach zu bieten, in dem man über Gefühle und Erfahrungen reden kann.

Manchmal versuchen sie über solche Themen auch den Schülern den Bezug zur Religion zu vermitteln. Zum Beispiel ein Leben nach dem Tod oder wie man laut der Bibel handeln soll im Gegensatz, wie man im wirklichen Leben handeln würde.

Je nach dem welchen Lehrer du hast, würde ich also das Fach anders ansehen, Lehrer die versuchen dir den Glauben aufzudrücken, würd ich einfach neutral behandeln und mir das ganze wie einen Geschichts bzw Glaubensunterricht vorstellen, in dem man lediglich was über die christliche Religion lernt ohne sich selbst dabei gedrängt zu fühlen, daran zu glauben.

Der Sinn ist, je nach Unterrichtsform, also den Kindern den Glauben zu vermitteln, damitt sie ihn verstehen und eine Grundlage erhalten, wie sie sich zu verhalten haben/können. z.B. nach den 10 Geboten.
Ein Fach zu bieten, in dem man auch über Gefühle und Probleme reden kann und Themen bereden kann, die z.B, in Mathe, Deutsch usw nicht möglich währen, wie Tod, Feste, verschiedene Religionen, usw.
Ob die Kinder im Alter sich dannach richten oder nicht, wird jeder für sich selbst auslegen.

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Weil man die Religionen und ihre Grundlagen und Anschauungen kennen sollte, egal ob man sie teilt oder nicht. Das ist einfach kulturelles Grundwissen. Es hilft auf jeden Fall, das Weltgeschehen und seine Mitmenschen besser zu verstehen. 

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Hallo bading,

das wird gelehrt, weil es nach Konkordat reguläres
Unterrichtsfach ist. Und welchen Sinn es hat, erfährst du eben im Religionsunterricht

Der Religionsunterricht hat nach der Formulierung in den Richtlinien und Stoffplänen die Aufgabe, strukturiertes und lebensbedeutsames Grundwissen über den Glauben der Kirche zu vermitteln, mit Formen gelebten Glaubens vertraut zu machen, die religiöse Dialog- und Urteilsfähigkeit zu entwickeln und zu fördern.

Er ist einerseits nicht reine Religionsinformation, andererseits auch keine Religionsausübung.

Ob getauft/ gläubig oder nicht: Niemand kann überhaupt gezwungen werden, am Religionsunterricht teilzunehmen. Die Entscheidung hast du selbst, wenn du religionsmündig bist, sonst die Eltern.

Schlecht in Religion sind allerdings nicht Schüler, die nicht glauben. Die hören im Gegenteil meist gut zu und diskutieren mit, weil sie kritisch sind. Schlecht in Religion sind dagegen meist die Schüler, die nichts leisten – und die wollen sich dann abmelden (was sie in anderen Fächern oft nicht können).

Klar musst du Gründe für eine Abmeldung mitten im Jahr nennen können. Die Schule muss ja schließlich die Gruppen neu organisieren, und da müssen es schon vernünftige Gründe sein, dass du nicht direkt bei der Jahresplanung
deine Wünsche geäußert hast.

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Die im Grundgesetz verbriefte Religionsfreiheit besagt auch, dass du niemals gegen deinen Willen zu Religionshandlungen gezwungen werden darfst.

auf Deutsch: Du musst nicht daran teilnehmen. Allerdings wenn du meinst, dann nichts machen zu müssen, muss ich dich enttäuschen. Je nach Schule wirst du dann halt in der Zeit in einem anderen Fach unterrichtet. "Ethik" wurde als Beispiel genannt.

Denke aber daran, solange du noch unter 14 Jahre alt bist, können deine Eltern dich dazu zwingen, an eine Religion teilzunehmen. Erst mit 14 Jahre bist du dann religionsmündig und kannst ablehnen.

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Es gab mal eine Zeit, wo Deutschland noch ein christliches Land war und im Religionsunterricht die Glaubensinhalte der jeweiligen Konfession vermittelt wurden. Heute dagegen wird mehr über alles andere gesprochen als über das, worauf es eigentlich ankommt. Offiziell sagt das Gesetz dazu:

In den Bundesländern, in denen Religionsunterricht ein ordentliches
Lehrfach ist, besteht für bekenntnisangehörige schulpflichtige Schüler
gemäß Art. 7 Abs. 3 GG grundsätzlich auch eine Teilnahmepflicht am Religionsunterricht, ohne dass eine Anmeldung erforderlich wäre.  Als Konsequenz der Religions- und Gewissensfreiheit können deshalb die Erziehungsberechtigten (in der Regel die Eltern) über die Teilnahme des Kindes bestimmen, Art. 7 Absatz 2 GG, und das Kind vom Religionsunterricht abmelden.

Wenn du also bei der Schulanmeldung eine Konfession angegeben hast, wird auch davon ausgegangen, dass am Religionsunterricht teilgenommen wird und dann ist er auch ein Pflichtfach, was benotet wird.
Normalerweise sollte doch ein Schüler daran interessiert sein, alles über den Glauben zu erfahren - dies vor allem dann, wenn im Elternhaus wenig Glaubenswissen vorhanden ist. Es ist auch einleuchtend, dass nach katholischen oder evangelischem Lehrplan unterrichtet wird. Du kannst zwar deine eigenen Gedanken haben und auch einbringen, du kannst aber nicht erwarten, dass die Lehrinhalte sich deinem persönlichen Glauben anpassen. Wenn du z.B. meinst, Gott sei eine Frau, mag das deine Meinung sein, christlich ist diese Denkweise jedenfalls nicht. Gott ist ein Geistwesen, weder Mann noch Frau und Jesus Christus hat sich in seiner menschlichen Natur als Mann offenbart.

Wenn dich Religion nicht interessiert, kannst du (bei entsprechendem Alter) oder deine Eltern dich abmelden und du wirst anderweitig betreut bzw. besuchst einen Ethik-Unterricht. Das ist doch kein Problem.

Ich weiß nicht, welcher Religion du angehörst, im christlichen Sinne jedenfalls ist der Glaube nicht auf die eigenen vier Wände beschränkt. Wir haben nämlich einen Auftrag, das Evangelium zu verkünden und unseren Glauben zu bekennen und zu leben, wo immer es die Situation ergibt. Damit ist kein Missionieren gemeint, aber auch kein Verstecken, dazu gehört die Teilnahme am Gottesdienst, das Gebet als persönliche Beziehung zum lebendigen Gott. Wer Religion unterrichtet, hat durch die Weitergabe des Glaubens eine große Verantwortung übernommen. Der Anstoß dafür ist Begeisterung für die Sache Christi und Sorge um die Seelen der anvertrauten Schüler/Menschen.

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Es macht Sinn über Religion bescheid zu wissen.
Ich bin Christ und glaube an Gott (Gründe/Argumente, um an Gott zu glauben findet man z.b. auf meinem Profil oder wenn man mich fragt.) Ich möchte Religionsunterricht haben.

Warst Du auf einer kirchlichen Schule? An meiner Schule kann man Ethik wählen, wenn man keinen Religionsunterricht haben möchte.

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Kommentar von Kuhlmann26
18.07.2016, 17:40

Ich möchte Religionsunterricht haben.

Du möchtest. Genau so hat es zu sein in einem Land, in dem vom "Recht auf Bildung" die Rede ist. Ein Recht gäbe einem aber das Recht, von diesem Recht keinen Gebrauch zu machen. Das ist jedoch nur eingeschränkt möglich, weil es an Bedingungen geknüpft ist.

Du möchtest keinen Religionsunterricht? Dann zwinge ich Dich, am Ethikunterricht teilzunehmen.

Was hat das mit dem Recht auf Bildung zu tun? Das ist nichts anderes als Zwangsbeleerung. Man kann es auch Indoktrination nennen. In jedem Fall ist es eine Anmaßung und dumm ist es obendrein.

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Kommentar von comhb3mpqy
19.07.2016, 02:07

Sie müssen auch in den Deutsch und Matheunterricht. Da kann man auch nicht entscheiden, ob man das möchte. Haben Sie da etwas dagegen?

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Keiner kann dich zwingen am Religionsunterricht teilzunehmen, kannst stattdessen in der weiterführenden Schule Ethik wählen, in der Grundschule gab es Freistunden für die Konfessionslosen oder Moslems.

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Kommentar von bading
17.07.2016, 16:10

Auf meiner Grundschule war Religionsunterricht pflicht.

Auf meiner weiterführenden konnte man in den extra Kurs wechseln wo alle Konfessionslosen waren. Dort wurde dennoch Religion unterrichtet, nur eben von verschiedenen Religionen.

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Religion ist doch eine persönliche Sache die man in seinen 4-Wänden ausleben sollte.
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das sieht eben die schulbehörde anders!

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Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) versucht mit allen Mitteln, auch durch den Staat (Offb.17,1-2.4; 13,4), die Menschheit vom wahren Schöpfer fernzuhalten (Eph.2,2; 2.Kor.11,14).

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Religion wird nirgendwo in Deutschland als Pflichtfac unterrichtet. Wenn kein Alternativfach angeboten werden kann (Werte und Normen, Philosophie...), dann gibt es andere Lösungen. Sei es, dass sich Schüler anders beschäftigen, oder anders betreut werden.

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Kommentar von Raubkatze45
17.07.2016, 17:49

in einigen Bundesländern wie z.B. NRW ist es sehr wohl Pflichtfach für jene, die ein Bekenntnis angegeben haben. Wenn diese nicht teilnehmen wollen, können sie bzw. ihre Eltern den Antrag auf Befreiung stellen und erst dann können sie anderweitig betreut werden. Dies gilt ebenso für Gemeinschaftsschulen.

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Dann wechsle die Schule da du bestimmst auf einer privaten Schule bist zB Katholische Schule geh auf eine Staatlische Schule da sollte es den Religionsunterricht nicht geben.

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Kommentar von bading
17.07.2016, 16:12

.... wo hast du diesen quatsch her?

Die Vergangenheitsform ist dir wohl auch nicht aufgefallen.

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In der Schule machen die Lehrer die Schueler sowieso zu Unglaeubigen/Atheisten.

Sie kommen jedes mal mit der Geschichte mit den 3 Ringen und finden die 3 Religionen Islam, Christentum und Judentum absurd. 

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Im Fach Religion betest du ja nicht.
Du lernst ja hauptsächlich die verschiedenen Religionen kennen und Toleranz etc

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Wenn du NICHT gläubig bist (oder die Klappe zu deinem Glauben halten willst )steht es dir frei Ethik zu wählen statt Religionsunterricht

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Kommentar von bading
17.07.2016, 16:07

Schließe von deiner Schule nicht auf meine. Bei mir gab es kein Ethik.

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Es hat überhaupt keinen Sinn. Die Schule ist ein Ort des Wissens, nicht des Unwissens. Glaube sollte nur im Kontext der Geschichte unterrichtet werden, also wer glaubt was und wie hat es sich auf die Kultur ausgewirkt? Alles andere ist Bullshit. 

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Kommentar von Kindred
17.07.2016, 16:12

I call that bullshit. Sry aber Biologie ist genauso Theorie wie jede Religion, also wo ist das Problem?

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Soll ich ehrlich sein? Ich verstehe es auch nicht, sowas sollte freiwillig sein und keine Pflicht. 
Ich jedoch hatte Glück, bin im Osten auf die Schule gegangen, in den 90ern. Da gab es so ein Mist nicht. 

Bei uns gab es sogar das Fach Astronomie. Was ich finde, sollte überall Pflicht sein. 

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Gem. Art 7 Abs. 3 Grundgesetz ist Religionsunterricht ein ordentliches Lehrfach.

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Kommentar von Jewi14
17.07.2016, 16:15

Dann lese mal in deinem Artikel den Satz 2 genau durch und dann noch mal was über Religionsmündigkeit.

Mal eben was auf dem GG kopieren und glauben, das war es, ist sehr laienhaft.

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