Warum wird im Fall Nawalny von der Presse immer so übertrieben?

15 Antworten

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Das lächerlichste war, bisher, dieses "Telefonat" mit dem angeblichen FSB-Mitarbeiter. Da habe ich von Anfang an nur noch mit dem Kopf geschüttelt...und ob der Absurdität dessen, bald fast den Glauben an die Menschheit verloren gehabt..

Nicht nur, dass, erstens, niemand mal eben an die Telefonnummer eines Geheimdienstmitarbeiters kommt, schon gar nicht, an etwas "höher gestellte", solche mit derartigen Spezialaufgaben beauftragte, schon dreimal nicht.

Selbst wenn dies gelungen sein sollte (wie gesagt, mehr als schwierig), wird so ein "Agent", mit Sicherheit, nicht so leichtgläubig mit einem daher plaudern, der meint, ich bin ein Bekannter von XY. Spätestens, wenn dieser "Bekannte von XY", ihm gezielte Fragen stellt, zu einem derartigem (angeblichem) Tathergang, da alle Details dazu wissen will. So ein Agent, der nicht spätestens hier, sich absichernd sich weiter erkundigen würde (zur Not auch, mit der Bitte um Rückruf, um die Person zu recherchieren), mit wem er hier tatsächlich spricht, würde bei jedem Geheimdienst, schon bei jeder Eignungsprüfung, im Vorwege, scheitern, erst recht, wie gesagt, derartig spezialisierte Mitarbeiter eines Geheimdienstes.

Dass war ein derartig schlecht inszenierter "Film", inklusive Nebendarsteller, dass mir, bis heute, Worte zu fehlen, wie man da auch nur länger als nach 2 Sekunden dem Fake auch nur im Entferntesten Glauben schenken kann..

Bezeichnend auch, wer solchen "Darbietungen" erlegen ist..^^

Die Presse interessiert sich nicht für Menschenrechtsprobleme, sondern nur für politische Probleme. Nawalny ist, abgesehen von der nicht zu leugnenden menschlichen Komponente, vor allem ein politisches Problem. Wenn Spanien katalanische Unabhängigkeitsbefürworter brutal verfolgt und foltert, dann erklären die europäischen Politiker, dass dies ein rein internes Problem Spanien sei. Wenn Russland Ähnliches macht, dann wird protestiert. Und wenn der türkische Diktator Erdogan der absolut harmlosen Ursula von der Lajen nicht einmal einen Stuhl anbietet, dann wird das akzeptiert, nach dem Motto "Andere Länder, andere Sitten".

...ich musste heute Morgen nicht schlecht schmunzeln, wg. dem "Stuhl-Gate" von/mit Uschi..^^

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@DanteFox773

Nach dem "Canossa-Gang" von Heinrich IV. gibt es jetzt auch den Stuhlgang von Ursula von der Layen.

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Das hat er ja Klasse gemacht, der Putin. Nur 100 km von Moskau entfernt. Das ist ja ein "Katzensprung" für Nawalnys Entourage und die Presse. Nach Nowaja Semlja fährt ja niemand hin. Da weiß Putin ja die Presse gut versorgt. Der Wladimir sitzt da in seinem Kreml und feixt sich einen. Der spielt das Spiel besser als der ach so empörte Westen (von Heiko über Von der Leyen bis Macron). Sogar eine fast fertige Pipeline soll geopfert werden. Mit allerschärfsten Sanktionen wird gedroht. Ja, Leute geht's noch? Irgendwann läßt der ihn Wladimir gehen, wie Pussy Riot und Chodorkowski. Der spielt mit seinen Gegnern, Katz und Maus. Wirkliche ernstzunehmende hat er nicht. Sitzt unangefochten im Sattel. Und ehrlich, hat dieser kleine verschlagene Anwalt geglaubt, mit ein paar hübschen Frauen in seiner Entourage könne er einen der mächtigstem Männer der Welt beseitigen ? Ein Narr.

Zum Schluß noch: Schreit hier eigentlich noch jemand auch wegen Guantanamo ?

Woher ich das weiß:Hobby

Schreit hier eigentlich noch jemand auch wegen Guantanamo ?

Nein. Warum? Amerika = gut, Russland = böse.^^

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@biggie55

Was hat denn das eine mit dem Anderen zu tun? Selbstredend ist Gantánamo eine vollkommen indiskutable Einrichtung, die geschlossen und für die die Verantwortlichen bestraft gehören.

Allein, dass es Guantánamo gibt, macht die Zustände in russischen Hafteinrichtungen nicht besser.

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@biggie55
 Amerika = gut, Russland = böse.^^
  1. Wer glaubt denn bitteschön so einen Quatsch?
  2. Was ändert Guantanamo an dem Umgang von Russland mit politischen Gegnern?
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@biggie55

Ja, den kenne ich persönlich. Ändert aber nichts daran, dass Guantanamo in diesem Fall Whataboutism ist.

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Zum Schluß noch: Schreit hier eigentlich noch jemand auch wegen Guantanamo ?

Nö, weil das klassisches Whataboutism ist.

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Ich finde es unwürdig, wie Russland mit Nawalny umgeht. Das Video mit dem Täter hat eindrucksvoll belegt, das er vom FSB ermordet werden sollte. Also ist Putin verantwortlich. Jetzt sitzt er im Gefängnis des Staates, der hinter dem Mordversuch stand.

Allerdings hat er die russische Regierung natürlich durch seinen Mut unter Druck gesetzt.

Nordstream II ist nicht umweltfreundlich. Wir haben Nordstream I und andere Verbindungen, der Anschluss über Land muss von uns hier finanziert werden. Es ist schlicht ein Prestigeprojekt, dass Herrn Schröder und Frau Schwesig Vorteile bringt. Nicht der Umwelt oder den Energiekunden. Das ist schon lange durchgerechnet.

Persönlich finde ich es schade, dass es in Deutschland immer noch Menschen gibt, denen Menschenrechte gleichgültig sind und die Autokraten wie Putin vereheren. Ich habe den Verdacht, die fühlen sich oft zu dem ehemaligen Stasi-Kontaktmann von Dresden verbunden.

Die Presse bedient mit Nawalny den Mainstream, wer hier allerdings sachlich diese ganzen Vorgaenge verfolgt und sich darueber seine Gedanken macht, merkt schnell welche Rolle Nawalny in diesem politische Raenkespiel hat. Es geht voll auf Putin zu, dieser Ultra sucht ja die Konfrontation, sicherlich hat er dabei seine Hintermaenner und macht somit nichts anderes, als wunschgemaess den Kalten Krieg zu bedienen.

Ich gehe da noch einen Schritt weiter und Nawalny weiss das auch, er nuetzt in diesem Fall, mindestens soviel lebendig wie auch durch seinen Tod, so sind solche Leute gestrickt.

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