Warum wird heutzutage eigentlich jede Perversion akzeptiert?

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21 Antworten

Die Zuordnung auf "heutzutage" halte ich für eine Verkennung.

Vom Prinzip her wurden zu allen Zeiten "Perversionen" jedweder Art toleriert.

Unterschiede gab und gibt es lediglich darin, in welchen Bereichen sie auftauchen und wie gut oder schlecht sie jeweils als etwas anderes getarnt sind.

Es bleibt sich ziemlich gleich, ob innerhalb der Arbeitswelt, der Geschäftswelt, der Ideologien oder auch der Sexualtiät oder noch anderem Bereichen etwas auf Kosten bzw. zum Schaden anderer erfolgt, was diese so nicht wollen, weil bei allem unter dem Strich mindestens Frust übrig bleibt.

Etwas völlig anderes ist es aber, wenn zwei oder auch mehr Menschen aus freiem Willen heraus etwas wollen und Gefallen daran haben, ohne daß es Dritte beinträchtigt oder ihnen schadet. Dann ist an einer solchen Sache allenfalls pervers, wenn sich Dritte diffamierend einmischen, obwohl diese das alles gar nichts angeht.

Für nicht tolerierbar halte ich es, wenn sich Personen mit besonderen Vorlieben gegenüber Andersdenkenden oder auch ganz öffentlich bewußt provozierend verhalten, z. B. in der in solchen Fällen auf falsche Gleise gelenkten Absicht, damit ihre eigene Sache zu fördern.

Was ist Pervers? Da müsste man erst definieren.
Es gab Zeiten da galt alles außer die Missionarsstellung, geschweige denn Oralverkehr, als Pervers! Natürlich gibt es den Sex-Büenzli auch heute noch aber im großen und ganzen wird heute Oralverkehr und vieles andere nicht mehr als Pervers betrachtet.

Wenn es allen beteiligten Spaß macht, nicht gegen den Willen und Gesetzte verstoßt, und keine bleibenden Schäden verursacht werden, dann ist doch alles im grünen Bereich.

Was kümmert es dich, wo oder mit was, andere ihren Spaß haben?

Kommentar von karin69
01.11.2016, 15:09

najadann... - gute & richtige Worte!

Toll‼️👍

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Es gab zu jeder Zeit Dinge, die Menschen nicht verstehen. Der Mensch legt gesellschaftliche Rahmenbedingungen fest, alles außerhalb verursacht Angst, Misstrauen, Unverständnis...

Das Auto, anfangs eine Kutsche ohne Pferde mit 6 km/h, sollte massive Hirnschäden verursachen. Heute belächeln wir das bei 230 km/h.

Pervers ist was genau? Nur, weil es die Breite der Gesellschaft nicht tut? Oder weil es abnorm ist? Alles Handeln hat seine Grenzen darin, wo es auf andere Menschen negativ oder schädlich wirkt, andere einschränkt. Auch belästigt, oder ungefragt mit "reinzieht".

Solange ist jedes Tun Freiheit. Klar ist es auch die heutige Zeit eine medial völlig andere Zeit als gestern oder vorgestern. Es prasselt viel zu viel auf einen ein. Zu viel Information. Alles muss rausposaunt werden. Solange es zwei Menschen Spaß macht... Akzeptieren ist das einzig mögliche, oder?

Es gibt nicht mehr Perversion als früher, die Verbreitung ist nur sehr viel größer durch die Medien, das Internet usw.

Vor ein paar Jahrhunderten gab es da viel mehr abscheuliches, was praktiziert wurde!

So sind die Menschen nunmal!

Kommentar von Europa9912
01.11.2016, 11:30

 

 Viele Menschen sind Perverslinge, das stimmt.

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Warum ist das bedenklich.  Solange es keinen stört sollten die Menschen sich doch ausleben können. Wenn alle beteiligten mit dem "perversen" einverstanden sind ist es doch okay. 

Hat auch etwas mit Toleranz zu tun

Fetisch ist eine spezielle Leidenschaft und hat nichts mit Perversität zu tun !

Kommentar von Europa9912
01.11.2016, 11:46

Doch hat es!! Gerade die heftigeren Fetische!

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Zunächst mal würde ich einen Fetisch nicht mit einer Perversion gleichsetzen.

Daneben sollte es egal sein, was andere Leute für Vorlieben in ihrem aller privatesten Bereich haben. So lange sie niemandem damit schaden.

Was verstehst du unter "Perversion"? Das ist doch irgendwie frei interpretierbar. Ohne deine Definition davon, kann das - glaube ich - keiner beantworten ohne das selbst zu interpretieren. Und dabei kommen doch meist nur emotionale Posts zu Stande.

Pervers im sexuellen Sinne bedeutet, dass es "Widernatürlich" ist. Doch was ist widernatürlich?

Die Toleranz hat dort ihre Grenzen, wo sie die Freiheit eines anderen gefährdet/eingrenzt.

Das hat es schon immer gegeben. Nur hat man nicht darüber gesprochen.

Abgesehen davon finde ich es besser, seine Fetische ausleben zu können als Angst haben zu müssen, deswegen eingesperrt oder was weiß ich was, zu werden!

Warum soll man nicht tolerant sein, solange niemand geschädigt wird!? Keine Toleranz gegen Pädophile und Vergewaltiger. Aber sonst? Jeder Jeck ist anders.

Das wurde schon immer toleriert aber heute lebt man das offener. Dann findet jeder anderes pervers. Solange das einvernehmlich ist soll doch jeder machen was er möchte

Solange alles einvernehmlich geschieht und alles im gesetzlichen Rahmen liegt? Who cares?
Pervers ist wenn man keinen mehr findet der mitmacht :)

Kommentar von Europa9912
01.11.2016, 11:36

Es gibt Grenzen!

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PERVERSIONEN ist etwas, wenn man jemanden mit seinem Verlangen schadet, weh tut, belästigt, einengt uvm.

Alles Andere würde ich als FETISCH bezeichnen!!

(Ich habe es bei meinem Mann selbst erlebt..) 😌

Anfangs war ich schon sehr geschockt!!
Inzwischen kann ich sehr gut DAMIT leben.
Daher mal hier im Folgenden ein paar Überlegungen und Erfahrungen, die ich im Laufe der Zeit machen durfte.

(Hintergrund: Mein Mann und ich beschäftigen uns jetzt schon einige Zeit mit dieser Frage, da er ein ADULT-BABY ist!)

Natürlich ist es legitim, einfach beim umgangssprachlichen Gebrauch bei dem Wort „Perversionen“ zu bleiben, Wer vieles über einen Kamm schert, wäre sicherlich differenzierter zu sehen....

Im Qestico-Magazin heisst es wohl richtig: Im Detail weichen die Definitionen des Begriffs stark von einander ab. Die Unterschiede betreffen insbesondere die Frage, ob Fetischismus eine gleichberechtigte Vorliebe oder eine zu behandelnde Störung sei.

Außerdem unterscheiden sich die Definitionen in der Frage, ob Fetischismus nur dann vorliegt, wenn die Fixierung auf einen Gegenstand die wichtigste oder einzige Quelle sexueller Erregung darstellt, oder ob er auch dann vorliegt, wenn Fetischismus eine unter mehreren Präferenzen darstellt.

Der Begriff Fetischismus wird in verschiedenen Kontexten in unterschiedlichen Bedeutungen gebraucht: Dabei gibt es z. T. erhebliche Unterschiede zwischen dem umgangssprachlichen Gebrauch des Wortes, dem Begriff in der Sprache der Fetischszene und dem medizinisch- psychologischen Terminus.

Wenn nun unser vielfältiges Forum eine eigene Ecke für Psychologe eingerichtet hat, halte ich es durchaus für sinnvoll, über den umgangssprachlichen Gebrauch hinaus auch die psychologische und medizinische Definition von „Fetisch“ in den Blick zu nehmen – und vielleicht manchem Windelträger/ mancher Windelträgerin auch ein bisschen Angst und Scham.

Es gibt nicht nur in Fachbüchern, sondern auch im internet viele gute Beiträge dazu (einfach googeln: Fetisch medizinisch, Fetisch wissenschatlich, Fetisch psychologisch u.v.a.)
Onmeda, ihr gesundheitsportal Unter Fetischismus (portugiesisch feitiço = Zauber) versteht man ein abweichendes Sexualverhalten, bei dem eine Person nur durch bestimmte Objekte sexuell erregt wird, so zum Beispiel durch Kleidungsstücke oder Gegenstände aus bestimmten Materialien wie etwa Leder oder Gummi.

Im engeren Sinne zählt Fetischismus zu den Störungen der Sexualpräferenz.

Der Fetischist wird nur im Zusammenhang mit dem Objekt sexuell erregt beziehungsweise ist nur dann zu sexuellen Handlungen oder zum Höhepunkt fähig.

Wikipedia: Fetischismus (zu Fetisch von franz. fétiche, dieses nach port. feitiço ‚ unecht, künstlich, nachgemacht; Zauberei, Hexerei‘ < lat. fact+cius ‚nachgemacht‘)[1] ist die Überzeugung oder die Erfahrung, dass von bestimmten unbelebten Objekten eine Kraft oder Macht ausgeht.

Es gibt verschiedene Formen: die religiöse, siehe Fetischismus (Religion) eine Form der Sexualität, die sich auf bestimmte Gegenstände richtet, siehe Sexueller Fetischismus die Verkehrung eines gesellschaftlichen Verhältnisses von Menschen in ein Verhältnis von Dingen, siehe Warenfetischismus.

Im Rahmen der sexualmedizinischen Diagnostik oder der Psychoanalyse wird der sexuelle Fetischismus dann als behandlungsbedürftig verstanden, wenn der Fetisch als vollständiger Ersatz für die partnerschaftliche Sexualität dient, die sexuelle Befriedigung ohne Verwendung des Fetisch erschwert ist oder unmöglich erscheint und bei dem Betroffenen dadurch ein entsprechender Leidensdruck entsteht.

Der umgangssprachliche Gebrauch schließt neben dem Wortspiel mit der sexuellen und religiösen Konnotation des Fetischismus auch sexuelle Neigungen über die wissenschaftliche Definition hinaus ein.

Im Gegensatz zur Fetischszene wird der Begriff in der Umgangssprache allerdings meist abwertend verwendet. Häufig wird bereits eine Neigung als Fetischismus bezeichnet, bei der die Betroffenen keinem Leidensdruck unterliegen.

Diese Definition des Fetischismus setzt nicht voraus, dass die Neigung eine notwendige Sexualpräferenz ist und kann auch eine oder mehrere Vorlieben umschreiben.

Hier kann der Ausdruck auch Neigungen bezeichnen, die sowohl nach wissenschaftlichem Verständnis als auch nach dem Selbstbild von Praktizierenden Bestandteil einer normalen Sexualität sind und die die Praktizierenden nicht beeinträchtigen.
Wissenschaftliche Definition (ausführlicher bei Wikipedia: Sexueller Fetischismus)

Erotische und sexuelle Vorlieben, beispielsweise können daher eigentlich ALLES sein...‼️

Und Toleranz hat ja auch seine Grenzen oder?

Ja, Toleranz hat Grenzen. Aber da, wo erwachsene Menschen, im Einvernehmen, und in der Abgeschiedenheit ihres privaten Raumes, im Rahmen der Gesetze, Spaß haben, sehe ich keine Grenzen meiner Toleranz.

Und wenn du schreibst "heutzutage", bin ich mir nicht sicher, ob du weißt wie Sexualität in vergangenen Zeiten gelebt wurde. In der Antike, oder nur ein paar Jahre zurück, wo jede Ehefrau sozusagen ihrem Mann zu "Diensten" sein musste, ohne das es Gesetze gab, die ihre sexuelle Selbstbestimmung schützte.

"Perversitäten" wie du schreibst, sind subjektive Bewertungen. Es gibt Leute, für die ist oraler Verkehr schon "pervers". Alles eine Frage der persönlichen Bewertung.

Ich persönlich würde nicht sagen, dass wir in besonders sexuell ausschweifenden Zeiten leben. Eher leben wir in Zeiten, die die persönlichen Freiheiten des Einzelnen, immer mehr akzeptiert, wenn es eigene persönlichen Freiheiten nicht einschränkt.

Und das ist gut so!

Es hat doch seine grenzen? Kinderpronographie wird zmb ned toleriert? Und das is das wichtigste. Was andere mögen sie sm spiele etc geht doch uns nix an oder? Solangs beide wollen?

Kommentar von Europa9912
01.11.2016, 11:31

Es gibt Grenzen...

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Kommentar von Jenniferbuh
01.11.2016, 11:33

die dich teils null angehen.. bei kindern hört der spaß auf ja.. aber was zwei erwachsene für sich entscheiden geht dich doch null an. andre würds doch au nix angehn wenn du dein nutellabrot mit senf isst

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Kommentar von Jenniferbuh
01.11.2016, 11:56

da du sags du tolerierst keine perversen und du meins wohl gelesen hast is für dich schwul sein allein schon pervers.. und ich tolerier keine intoleranten leute die meinen sie sind was besseres.. na dann... was wenn du mal erste hilfe brauchst well du sons nich mehr wiederbelebt wirst? dann darf dich der schwule ja ruhig liegen lassen:)

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Kommentar von Jenniferbuh
01.11.2016, 11:58

gut zu wissen :D

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Hallo,

mich interessiert nicht, was andere in ihrem Schlafzimmer machen.

Über die Toleranz der anderen beschweren sich nur die Intoleranten!

In anderen Ländern, in denen man nicht so tolerant ist, dürfen z.B. auch Mädchen nicht in die Schule gehen. Oder man wird eingesperrt, wenn man seine Meinung sagt. Oder man wird für krank erklärt, wenn man nicht der Norm genügt.

Die Regeln, die einzuhalten sind, bestimmt die Gesellschaft, bzw. deren Vertreter in den Parlamenten.

Alles Gute!

Kommentar von karin69
01.11.2016, 15:11

Gute Worte‼️👍

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Hallo.

Ich finde es gewagt, Fetisch generell als pervers abzustempeln. Fetisch ist eine individuelle Leidenschaft mit unzähligen Variationen es auzuleben wobei, eben je nach fetischer Ausrichtung, nicht alles gemocht werden brauch.

Fazit:

Fetisch ist nicht generell pervers!

pervers ist, was nur einem spaß macht!

Eigentlich leben wir in einer vergleichsweise prüden Zeitperiode. Auch wenn es in der jüngeren Vergangenheit noch strengere Regeln im Umgang mit Sexualität gab.

Kommentar von Europa9912
01.11.2016, 11:30

Prüde??? hahahaha.

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Das, was für den einen als "pervers" erscheinen mag, ist für andere wiederum ganz "normal".

Solange es BEIDE wollen, spricht nichts dagegen.

Sexualität kann man nicht über einen Kamm scheren.

Bei allem anderen z. B. Pädophilie, Inzest etc. schiebt der Gesetzgeber den Riegel vor. Und das ist auch gut so.

Kommentar von Europa9912
01.11.2016, 11:34

Trotzdem gibt es Leute die auch DAS aufheben wollen.

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