Warum wird gegen Ungerechtigkeit nichts unternommen obwohl die Menschen wissen, dass die Welt ungerecht ist und dass sie die Ursache dafür sind?

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14 Antworten

Weil die Großmächte es so gut finden wie es ist . Die Menschen sind eine sehr egoistische Spezies .

Gierschlund 03.07.2017, 02:21

Welche Spezies ist bitte nicht egoistisch?

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LOrdJInges 03.07.2017, 02:29
@Gierschlund

Die Menschen sind aber viel egoistischer  . Viele würden über Leichen gehen um an Geld zu kommen 

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teafferman 03.07.2017, 06:52
@LOrdJInges

Wer hat sie denn zu Großmächten gemacht? 

Herr, lass Hirn vom Himmel fallen

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"Ungerechtigkeit" spielt sich überall ab: in Familien, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Gesellschaft, in der Staatsverwaltung, im zwischenstaatlichen Umgange, auf der ganzen Welt.

"Warum wird gegen Ungerechtigkeit nichts unternommen?" Wird denn nichts unternommen? Was z. B. unternimmst du gegen Ungerechtigkeit in deiner Umgebung? Und wenn du nichts unternimmst: warum nicht?

Wenn du auf "die Welt" abzielst, dann mache dir klar, wie ungeheuer riesig die Menge an Ungerechtigkeiten ist, die täglich geschieht. Wer soll diese Menge an Ungerechtigkeiten kennen, wer hat die Möglichkeit und die Macht, Ungerechtigkeiten irgendwo auf der Welt effektiv zu beseitigen? Ein einzelner Mensch kann das nicht leisten! Das ist eine Gemeinschaftsarbeit, an der bereits viele mitwirken, sehr viele aber wenig bis überhaupt nicht, weil ihr Eigeninteresse überwiegt.

In Deutschland ist es nicht anders. Die meisten Menschen verfolgen vorallem ihre Eigeninteressen. Das ist bei den Menschen, die sehr reich sind, ebenso wie bei den Menschen, die sehr arm sind. Die Mehrheit aller Bürger will immer mehr haben, und wenn sie es nicht oder in nicht genügendem Umfange bekommt, dann ist das Geschrei groß:

U n g e r e c h t  !!!

Um ein Mindestmaß an Gerechtigkeit zu erreichen und Ungerechtigkeiten zu minimieren, erarbeiten Politiker Gesetze, sprechen Gerichte Recht, verhandeln Gewerkschaften über gerechte Löhne, kümmern sich die Kirchen und Wohlfahrtsorganisationen um Kranke, Arme und Benachteiligte, um es mit diesen Beispielen bewenden zu lassen.

Was Politiker, Kirchen, Gerichte, Gewerkschaften usw. in Deutschland versuchen, versuchen in der Welt andere Institutionen in größerem, überstaatlichen Maßstab: die EU-Staatengemeinschaft, die UNO, ihre Gerichtsbarkeiten ebenso wie ihre zahlreichen Hilfsorganisationen - und auch die Kirchen, besonders die weltumspannende Katholische Kirche. Vielen bitterarmen, hungernden, dürstenden, kranken Menschen auf der Welt konnten sie schon helfen; militärische Konflikte wurden beigelegt, Frieden geschaffen usw. - wenigstens ein Stück Gerechtigkeit!

"Nichts unternommen" - das stimmt also nicht. Aber freilich, es bleibt viel zu tun, sehr viel. Die Welt ist nicht gerecht, weil zahlreiche Menschen nicht gerecht sind, nicht gerecht sein wollen. Daran wird sich auch in absehbarer Zukunft nichts ändern. Aber es gibt auch viele Menschen, die dieses ungerechte, egoistische Denken überwinden können, und ihre Zahl wird in Zukunft vermutlich weiter steigen, sodass die Welt langsam dennoch gerechter wird.

MfG

Arnold

Kann ich so pauschal nicht zustimmen. 

Letzte Woche als Beispiel:

Auf change.org bittet eine Familie um Unterstützung. Eines ihrer Kinder ist behindert, fünf Jahre alt und braucht einen Rollstuhl, um auch in der Kita am Leben teilnehmen zu können. Die zuständige Krankenkasse lehnt mit der Begründung ab, das Kind sei ja auf Begleitung angewiesen und diese Begleitung könne es ja tragen. 

Binnen zwei Tagen waren über 60.000 Unterschriften eingesammelt und der Bezirksleiter der zuständigen Krankenkasse meldete sich abends bei der Familie um die Rollstuhlbewilligung abzugeben. 

Ok. Nun magst Du argumentieren, Du hättest die allgemeinen und größeren Ungerechtigkeiten auf der Welt gemeint. Fein. Dann schaue doch einfach mal z.B. bei greenpeace, fightforthefuture, albert-schweizer-stiftung und so weiter und so fort nach Erfolgen. 

Ich habe Standardantworten aus aller Welt, von Staatspräsidenten und den Chefs internationaler Konzerne. In denen wird mitgeteilt, dass dem internationalen Volksbegehren statt gegeben wurde. 

Ich kann also nachweisen, dass ich mit meiner Unterschrift manche Umweltzerstörung und Vertreibung von Menschen von ihrem eigenen Land verhindert habe. Von meiner Couch aus, binnen nicht mal einer Minute erledigt. 

Hinzu kommt, natürlich, das eigene Konsumverhalten. 

Das Thema Containern wurde letzte Woche vom Deutschen Bundestag als weiterhin kriminell bewertet. Damit ist das Thema aber noch lange nicht vom Tisch. 

Was ist Containern? Es bedeutet, aus den Containern der Discounter und Einkaufstempel noch gute Lebensmittel heraus zu holen und zu verwerten. Hier handelt es sich um geschätzte 20 Tonnen im Jahr. Nur für Deutschland. 

Es ging letzte Woche auch gegen dieses geplante Handelsabkommen mit Japan, welches ebenso wie CETA und Co. unser Rechtsstaatsprinzip aushebelt. 

Drei Beispiele von Aktivitäten auf unterschiedlichen Ebenen. Und längst nicht die einzigen von der letzten Woche. 

Natürlich: 

Wer darauf wartet, dass Andere tätig werden, der wird ewig warten. 

Zudem bilden sich manche Menschen ein, ihre eigene Stimme zähle nicht. Dabei haben alle Menschen ihre persönliche Entscheidungsfreiheit. 

Sie können sich entweder dafür entscheiden, ein Sandkorn in der Wüste zu sein ,oder aber, ein kleines H2O-Molekül im Lebensozean. 

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Ich lese hier als Argument, kein Mensch wolle viel Geld für Kleidung oder Lebensmittel ausgeben. Das stimmt schlicht nicht. 

Ich würde sehr gerne mehr Geld für Lebensmittel ausgeben, wenn ich von den Anbietern der Ware Auskunft darüber erhalte, wo die Lebensmittel genau wie angebaut worden sind, wie das Vieh aufwuchs und wo es genau geschlachtet wurde. Kann mir aber hier in Karlsruhe kaum ein Mensch drüber Auskunft geben. 

Ok. Es gibt Ausnahmen. Die nutze ich tatsächlich. WEIL ICH ES MIR WERT BIN. 

Bei der Kleidung wird es schwieriger. Aber auch das geht. 

Unter dem Strich liegt es an jedem einzelnen Menschen, wie er sein Leben führt. Du kannst Dich also von einer angeblichen Masse abhängig machen oder aber Deinen Horizont erweitern und eine andere, tatsächlich existierende Masse finden. Das ist dann die wachsende Masse von Menschen auf dieser Erde. 

Nun, der bürgerliche Staat ist der ideelle Gesamtkapitalist und als solcher dem Kapital verpflichtet. "Mehret euch" lautet die Devise, also das Geld pritabel werden lassen, die Profite zu generieren, sie zu erhöhen, das ist das Wesen dieser Gesellschaft, ihr Blut, ihr Herz und Hirn, einfach das eigentliche A und O. Und da das so ist, dies den Kapitalismus eben ausmacht, kann man unmöglich von einer Gerechtigkeit ausgehen, wie immer die auch definiert sein mag.

Dafür braucht es ein Recht, vor dem alle gleich sind.
Schon daran hapert es, nicht am Recht, das besteht, sondern an dem was sich gewöhnlich AGB's nennt (auch Rechtsabweichung genannt), die Vertragsfreiheit.

Schon sitzt am kürzeren Hebel, nur kann dafür das Recht nichts.

Macht es nicht wirklich einfacher.
Der Staat ist der Gesetzgeber und hat in dieser Funktion einen Gestaltungsspielraum (seine AGB's) zu ändern.

Dann sitzt auch wieder am kürzeren Ende des Hebels.

Ist ein Problem, fraglos.
Wenn nur ein Falschspieler am Tisch sitzt, kommt jedes Spiel zum erliegen.
Wenn nur Falschspieler an einem Tisch sitzen, funktioniert kein Spiel mehr.

Weil unsere Gesellschaft diese Ungerechtigkeit "braucht". Niemand will zum Beispiel viel Geld für teure Klamotten ausgeben. Wenn zum Beispiel in Deutschland ein Laden Klamotten verkauft, die in Deutschland hergestellt wurden, werden sie viel teurer verkauft da hier in Deutschland die Arbeiter mehr Geld bekommen. Kommen die Artikel aus einem Land wo billig produziert wird kann das günstiger verkauft werden. So läuft das nunmal

soissesPDF 03.07.2017, 02:31

Nö, so läuft es genau nicht.
Sondern in Asien billig prodzuzieren und in Deutschland teuer verkaufen.
Nennt sich Globalisierung.

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barfussjim 03.07.2017, 05:41
@soissesPDF

Oder in Deutschland produzieren und in Asien teuer verkaufen: Mercedes, Porsche, Birkenstock, Solinger Messer und Babymilchpulver. 

Chinesische Studenten decken sich mit Letztgenanntem hierzulande massenweise ein und bieten es zum dreifachen Preis übers Internet an Landleute in ihrer Heimat an. 

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Nadine23JL 03.07.2017, 10:26

es ist ja dann nicht wer weiß wie billig es ist nur billiger als wenn man es in Deutschland produzieren würde. Und man möchte in einem entwickelten Land nicht so eine Arbeit haben ( zum. die meisten möchten es nicht)

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Der Grund ist viel einfacher als bei der Hilfreichsten Antwort erklärt wird. Weil jede gute Organisation weltweit unterwandert und zerstört wird. Wenn du z.B. eine Organisation gründen würdest, die sich gegen einen Krieg zwischen Russland und den USA wenden würde, würde dir die Waffenindustrie sicherlich "hilfreiche" Leute schicken XD

Alle unternehmen was gegen Ungerechigkeit: Kim Jong-un, Donald Trump, Recept Erdogan ... oder meinst Du das irgendeiner von denen denkt er sei ungerecht ? Gerechtigkeit ist eine persönliche Wahrnehmung und jeder nimmt sie anders war.

Dir ist bewusst, dass Gerechtigkeit etwas ziemlich subjektives ist?

Was denn? Die Menschheit abschaffen, weil sie die Ursache ist?

Ich wüsste nicht, dass ausgerechnet ich die Ursache von Ungerechtigkeit sein soll.

Ha, ha, sag mal einem Blöden, er soll aufhören, blöde zu sein. 

Weil die Welt nicht ungerecht ist, sondern die Menschen. Menschen können ohne Hierarchien nicht leben.  

Ungerechtigkeit bringt Profit.

teafferman 03.07.2017, 06:53

Aber bedeutend weniger als soziales Handeln. Das beweisen uns schon Bakterien, die seit rund zwei Milliarden Jahren auf dieser Erde existieren. 

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