Warum wird das Abdrucken einer Mohammed-Karikatur als verletzend aufgefasst?

19 Antworten

Das ist auch eine politische Ideologie. Wenns bei denen zuhause auch so aussieht, solls in anderen Ländern auch so sein. Diese Scharia-Regeln (Todesstrafe bei Gotteslästerung) würden die gerne auch anderen Ländern aufdrücken. Trennung von Staat und Religion kennen die nicht.

Eigentlich soll die Türkei seit Attatürk laizistisch sein... aber Erdogan und seine Wähler sch****** drauf.

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Es ist völlig egal was Moslems dazu sagen. Hier gibt es künstlerische Freiheit und die freie Meinungsäußerung.

Das müssen sich alle gefallen lassen, auch und gerade Religionen, da diese alle auf reine unbeweisbare Phantasie basieren.

Das sind Traditionen, Moralvorstellungen, die es schon seit Jahrhunderten gibt. Die wird man auch nur in Jahrhunderten wieder los (wenn überhaupt).

Religion wehrt sich normalerweise immer gegen Reformationen. Man will keine Macht/Einfluß verlieren.

Der Islam strebt, genau wie das Christentum, nichts Geringeres als die absolute Weltherrschaft an. Beide Religionen werden von ihren Anhängern als "die einzige Wahrheit", "die letzte Rettung", "das letzte 'göttliche' Wort" u.Ä. angesehen. Alle Menschen haben sich der jeweils eigenen Religion zu unterwerfen, ginge es nach diesen Leuten.

Daher projizieren sie ihre eigenen "göttlichen" "Moral"-Vorstellungen auf den Rest der Gesellschaft:

  • Schweinefleisch ist im Islam "haram": ---> in deutschen Kitas und Schulen soll kein Schweinefleisch mehr angeboten werden.
  • Karikaturen des "Propheten" sind im Islam "haram": ---> die westliche Welt hat ihre Gesetze zu ändern, die Meinungs- bzw. Kunstfreiheit abzuschaffen und "religiöse" Karikaturen zu verbieten.
  • Muslime "müssen" fünf mal am Tag beten: ---> Arbeitgeber haben in einem weltlich-säkularen Staat einen speziellen "Gebetsraum" auf ihrem Gelände einzurichten.

Es gäbe sicher noch viele weitere derartige Beispiele. Es ist wichtig, dass die Mehrheit der Gesellschaft, d.h. jene Menschen, die ihr Leben nicht nach "heiligen Schriften" oder unsichtbaren Kumpels im Himmel ausrichten, mit entschiedener Härte dagegensteuern. Keine falsche Rücksichtnahme auf irgendwelche sogenannten "Religionen".

Das Christentum strebt keine Weltherrschaft an!

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@Soeinhorst

Aber selbstverständlich. Wie sonst sollte man die Aufforderung "Jesu" ("So machet denn alle Völker zu Jüngern") interpretieren?

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Zumindest Mohammed-Karikaturen empfinde ich als Atheist als respektlos. Das mit dem Schweinefleisch und den separaten Gebetsräumen ist etwas anders, aber zumindest etwas Respekt kann man dem Islam schon zeigen.

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@byToastiii

Kann man, muss man aber nicht. Man muss diese Karikaturen auch nicht gut finden, das ändert aber nichts am Recht anderer Menschen, sie anzufertigen und zu verbreiten.

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Das aktuellste Bild von Charlie Hebdo, Mohammed und eine Frau, finde ich als Christ völlig daneben.

Ich bin für Karikaturen, auch über religiöse Themen, aber da wurden für mich die Grenzen eindeutig überschritten.

Klar, niemand muss Charlie Hebdo kaufen. Doch muss man sich als Redaktion bewusst sein, dass es radikale Personen gibt, die nur auf ein solches Bild warten.

Eine Karikatur muss für mich noch einen "Wahrheitsfaktor" beinhalten. Wenn zum Beispiel der Papst gezeigt würde, aus dessen Taschen Geldscheine hängen, so wäre das für mich eine akzeptable Karikatur.

So etwas sehe ich nicht bei jeder Mohammed-Karikatur.

Das aktuelle Bild ist allerdings Erdogan und (s)eine Frau. Man muss diese Karrikaturen ja nicht mögen aber ich sehe darin keinen Legitimen Grund jemanden dafür zu ermorden.

Und man sollte sich nicht den Radikalen unterwerfen, dann haben die doch erst recht gewonnen.

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@LtLTSmash

Du hast recht. Danke. Mord oder Gewalt ist auf keinen Fall eine legitime Antwort auf eine Karikatur.

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