Warum wird die AfD in den Medien diffamiert?

35 Antworten


Warum wird die AfD in den Medien diffamiert?

Jemanden oder auch eine Partei zu "diffamieren", bedeutet, ihn oder sie
mit unwahren, rufschädigenden Behauptungen zu verleumden und gesellschaftlich unmöglich zu machen.

Wird die AfD "diffamiert"?


Warum wird kurz vor der Bundestagswahl nicht mehr über die Inhalte der Partei berichtet?

Genau das geschieht doch - und zwar schon längere Zeit und nicht erst "kurz vor der Bundestagswahl"! Im Mittelpunkt stehen dabei einerseits die Parteiverlaubarungen, u. a. das Grundsatzprogramm der AfD - also genau das, was der Fragesteller hier anmahnt, "die Inhalte". Vorallem viele Passagen dieses Programmes sind dabei auf teils heftige Kritik gestoßen.

Andererseits besteht eine Partei aus Menschen. Es ist sinnvoll und notwendig, die AfD-Mitglieder und ganz besonders das für den Bundestag kandidierende Führungspersonal kritisch zu beobachten, ihre Aussagen, Stellungnahmen zu politischen Problemen, ihre politischen Pläne und Vorhaben allgemein bekannt zu machen und vor dem Hintergrund der freiheitlich-rechtsstaatlichen und demokratischen Wertvorstellungen und Grundsätze unserer Gesellschaft zu beurteilen.

Über politische Programminhalte und über AfD-Politiker wurde sachlich berichtet und geurteilt. Wenn die Urteile über die AfD und ihr Personal überwiegend negativ und manchmal auch berechtigt hart ausfielen, dann ist das keine Diffamierung der AfD, sondern eine aufklärende Berichterstattung für alle politisch und demokratisch interessierten Bürger.

Der Fragesteller offenbart u. a. eine erhebliche Unkenntnis der
öffentlichen politischen Diskussionen - oder betreibt hier bewusste
Propaganda für die AfD!

MfG

Arnold


Weil die Inhalte des AfD-Wahlprogramms (trotz mehrfacher Überarbeitungen...) zwangsläufig zu diesen, von dir zitierten, Begriffen führen: "gefährlich, Verfassungsschutz beobachtet, rechts, AfD Mob, demokratiefeindlich, usw.".

Nenne doch mal EINEN EINZIGEN Satz aus dem Wahlprogramm, der demokratiefeindlich ist! 

Aber wahrscheinlich hast du es gar nicht gelesen!

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@myzyny03

Doch, leider habe ich sogar die alten AfD-Wahlprogramme gelesen, bei denen sie sich noch nicht so eine große Mühe damit gegeben haben, ihre Ansichten hinter gesellschaftsverträglicheren Formulierungen zu kaschieren...

Aber ließ dir doch vom aktuellen Programm die Kapitel 4 oder 5 nochmal durch, zu den Themen "Innere Sicherheit" und "Asylrecht".

Das Recht auf Asyl von politisch Verfolgten, z. B. in Folge von Kriegen, ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Art 16 verankert... allein die Bestrebung gegen das Grundgesetz Politik zu machen, ist schon Deutschland- und demokratiefeindlich.

Die angestrebten Polizeireformen, inkl. Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen mit Gesichtserkennung und das Zugeständnis von mehr exekutiver Berechtigungen und weniger Kontrolle, geht auch bereits gegen jeden Grundgedanken der Bürgerfreiheit.

Kapitel 6 des Programms befasst sich mit "dem Islam" (den es verallgemeinert überhaupt nicht gibt), als Feindbild... das ist ein Armutszeugnis für einen aufgeklärten, säkularen Staat, in dem Religion und Politik selbstverständlich voneinander getrennt sein sollten.

Die neuste, teuer-finanzierte Website der AfD, welche Merkel als "Eidbrecherin" diffamiert, ganz nach dem Vorbild der Brexit und Trump Wahlkampfstrategien, sollte auch dem aller letzten die Augen geöffnet haben, auf was man sich in Sachen AfD einlässt...


Und damit ich auch konkret auf deinen Vorwurf eingehe, hier nur ein Beispiel aus dem Wahlprogramm, S. 34, Kapitel 6: "Der Islam gehört nicht zu Deutschland".

Dagegen der Auszug aus Art. 4 GG: "(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet."


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@thetee99

Und damit ich auch konkret auf deinen Vorwurf eingehe, hier nur ein Beispiel aus dem Wahlprogramm, S. 34, Kapitel 6: "Der Islam gehört nicht zu Deutschland".

Dazu müsste man den Inhalt dieser Aussage analysieren. Orientiert man sich daran, welche Tradition der Islam in Mittel- und Westeuropa hat und inwieweit unsere (Leit-)Kultur auf dieser Religion fußt, dann ist der Sachverhalt recht eindeutig...

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@schnoerpfel

@schnoerpfel: diese Meinungsaussage tangiert aber weder die deutsche Politik, noch Deutschland als Staatsmodell... das gilt für ganz Europa, bereits seit der franz. Revolution!

Mit der Frage, ob der Islam hier geduldet werden soll oder kann, sollten sich doch bitte die christlichen Kirchen auseinandersetzen, vllt. kann der Papst hier weiterhelfen... http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-08/papst-franziskus-islam

So eine Entscheidung in die Hand einer politischen Partei zu legen ist feige und wäre ein echter Rückschritt ins Mittelalter...

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@schnoerpfel

Orientiert man sich an diesen Kriterien - also "Tradition" und das Fußen auf unserer demokratisch-rechtsstaatlichen und liberal-toleranten Leitkultur, dann gehört zunächst mal vor allem anderen die AfD selber nicht zu Deutschland.

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@thetee99

Der Papst kann da nicht weiterhelfen. Ich verlasse mich dann doch lieber auf Studien/Statistiken von Migrationsforschern & Co. Und die sprechen eine deutliche Sprache.

Davon ab sehe ich keinen direkten Zusammenhang zwischen der zitierten Aussage und der Möglichkeit der Religionsausübung. Korrekter wäre vielleicht die Aussage, der Islam gehört zu Deutschland wie Baseball und Cricket. Man kann es spielen. Es gibt Vereine. Aber es ist nicht Teil deutscher Kultur.

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@atzef

Dahingehend würde ich Dir zu Teilen sogar zustimmen. Diese demokratisch-rechtsstaatliche und liberal-tolerante Leitkultur wurde aber schon von ganz anderen strapaziert. Da stellt auch unsere Bundeskanzlerin keine Ausnahme dar.

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Die Medien setzen sich nur sehr begrenzt mit Fakten auseinander, dafür umso mehr mit Meinungen. Die wichtigste Standsäule der Miedien ist die, stets die Meinungen derer wohlwollend zu bedienen, von denen die WIrtschaftlichkeit eines Medienunternehmens abhängig ist.

Dies schließt zwar nicht aus, daß Fakten generell zu kurz kommen, aber es stellt sicher, daß Fakten meinungsgefärbt dargestellt werden und nur solche Fakten in den Vordergrund gerückt werden, die den Zielen derer nützen, von denen die Medien in der Hauptsache wirtschaftlich abhängig sind.

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