Warum wird der Tod in unserer Gesellschaft so verachtet?

15 Antworten

Grüß Dich Schokokuchne!

Das hat mehrere Ursachen. Für Christen, Juden und Moslems stehen sie nach dem Tod vor ihrem Richter. Und da man nie weiß was Gott gefällt, es wird ja viel behauptet aber keiner weiß es wirklich, bleibt ihnen nur auf die Gnade zu hoffen. Da weiß niemand ob er nicht doch für irgendetwas bestraft wird, was ihm nicht gefallen könnte.

Zusätzlich kommt noch diese Überlegung ins Spiel: Es ist die Verdrängung, dass das Leben endlich ist! Jeder weiß das - klar, aber es soll nicht sein. Man hängt am Leben. Aber eigentlich ist es so und das sollte man sich klar machen: jeder akzeptiert das Geborenwordensein. Aber was geboren wird muss sterben. Wer den Tod nicht will müsste eigentlich denken, gar nicht geboren worden zu sein. Nur die Natur verschwendet keine Energie. Also muss man dem Leben einen Sinn geben. Erst der ztod macht das leben ernst. Darum: Carpe diem: nutze den Tag und momento mori: bedenke das Du sterblich bist. Der Tod vertieft das Leben, verlängern kann man es nur bedingt.

Wer also das Leben als heilig versteht, muss auch den Tod heiligen. Denn der Tod ist auch Leben. Ohne den Tod ist Leben nicht möglich. Dieser Gedanke entstammt aber aus einem ganzheitlichen Verständnis. Dieses religiöse Verständnis nennt man Unitas, Einheit. Der Mensch ist ein Teil der Welt und das schöpferische Prinzip im Sein gilt auch für uns, wir sind ja selbst schöpferisch tätig. Wir sind quasi GHötter, aber wir haben uns letztlich nicht selbst zu verdanken, sondern dem großen Geheimnis, dem Einen, dem Unnennbaren, der schöpferischen Kraft als ES nicht als ein DU oder als Person gedacht! Das Christentum hat das nicht zu bieten, denn es trennt den Menschen von der Welt und Gott. Danach sollen wir in einer Welt leben, die um uns herum ist und Gott trohnt irgendwo außerhalb. Das aber wäre eine Entheiligung des Menschen. In Wirklichkeit ist aber alles eins, nach meinem Verständnis.

Die Angst sich zu verlieren müsste eigentlich dem Verständnis weichen, das man aus dem Göttlichen geboren worden ist, in ihm lebt und mit dem Tod verwandelt in ihm eingereiht bleibt und somit rein substantiell wieder dem Leben dient, was das Heiligste überhaupt ist, mit samt seiner Materie. Das Göttliche ist somit der Grund das etwas ist und nicht nichts. Wer das sein Leben lang verinnerlicht, verliert die Angst vor dem Tod und akzeptiert, das mit ihm auch die Seele stirbt. Sie ist nur an Lebendiges gebunden!

Und Schmerzen kann man heute sehr gut in der Medizin bekämpfen, bis auf seltene Ausnahmen. Und der Tod kann dann sogar Erlösung sein, eine Hoffnung die nie stirbt! Ein Suizid kann das herbeiführen. Selbsterlösung. Ein Graus für Christen, Juden und Moslems, doch muss dies möglich sein. Dafür setze ich mich ein.

Eines in Allem

Alles aus Einem.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Wissenschftl. Buchstudium, Weiterbildung, Eigene Erfahrung

Zusatz: Ich vergaß, das nach christlicher Lehre der Tod der Sünde Sold ist.

Vertreibung aus dem Paradies: Mose 1 Kapitel 3 / 9 - 19

Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? 10 Und er sprach: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. 11 Und er sprach: Wer hat dir's gesagt, daß du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? 12 Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellt hast, gab mir von von dem Baum, und ich aß. 13 Da sprach Gott der HERR zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich also, daß ich aß.

14 Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du solches getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

16 Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein.

17 Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorcht der Stimme deines Weibes und hast gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, verflucht sei der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren dein Leben lang. 18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen. 19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

Zwar erinnert sich kaum noch jemand an diese Zeilen, aber die Kirche im Kopf bzw. die Bibel im Kopf wirkt unbewusst weiter als Angst vor dem Tod.

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Das ist unter anderem eine Frage der Kultur. In anderen Ländern wird zum Beispiel ganz anders Abschied genommen als bei uns.

Der Tod ist nunmal leider eine endgültige Sache. Einmal "richtig" tot, immer tot. Man sieht den Menschen nie wieder, hört ihn nie wieder lachen, kann ihn nie mehr um Rat fragen oder umarmen. Es ist das ultimative Ende, der/die Verstorbene existiert nur noch in den Erinnerungen derer, die ihm/ihr zu Lebzeiten nahestanden.

Das macht uns wohl Angst vor dem Tod anderer Menschen. Vor dem eigenen Tod hat man meist eher Angst, weil er ein Pfad ins Ungewisse ist. Die Wissenschaft sagt: nach dem Tod kommt "nichts". Aber was ist dieses ominöse "Nichts"? Wir können uns nicht "Nichts" vorstellen, da wir bei jedem Gedankengang immer "Etwas" vor Augen haben, und sei es nur schwarze Leere. Der Mensch hat naturgemäß Angst vor dem Unbekannten, und das ist auch bei diesem Thema der Fall. Viele andere haben auch Angst davor, vor dem Ende lange leiden zu müssen und den eigenen körperlichen und geistigen Verfall zu erleben.

Letzten Endes ist der Tod ein wesentlicher Bestandteil des kosmischen Existenzzyklus. Nichts währt ewig. Das ist wichtig, damit sich die Welt und das Leben immerwieder erneuern können. Unsterblichkeit wäre ein Weg ins Chaos.

Die meisten Menschen haben keine Angst vor dem Tod,sondern vor dem Sterbeprozess. Was kommt in der Finalphase? Habe ich Schmerzen,Atemnot,Angst,esticke ich? Das sind die Fragen der Patienten auf einer Palliativstation. Hundertmal erlebt!

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Der Tod wird von vielen gefürchtet, aber nicht verachtet.

Warum haben Menschen Angst vor dem Tod? Weil sie nicht wissen, was danach kommt. Für Atheisten ist der Tod sogar ein Abschied für immer.

Mir nimmt die biblische Auferstehungshoffnung die Angst vor dem Tod. Jesus verglich denTod mit einem Schlaf. Wir sind dann für eine Zeit nicht mehr existent. Es gibt keine Seele, die nach dem Tod irgendwo weiterlebt. Die Bibel sagt, dass wir lebende Seele SIND. Wir haben keine Seele, die ausserhalb unseres Körpers existiert.

Warum verglich Jesus den Tod mit einem Schlaf? Weil wir aus dem Todes-„Schlaf“ wieder auferweckt werden können.

Jesus sagte über Lazarus: „Lazarus ist eingeschlafen.“ Damit meinte Jesus nicht, dass sich Lazarus ausruhte. Er erklärte es seinen Jüngern genauer: „Lazarus ist gestorben“ (Joh. 11:11-14).

Tot zu sein lässt sich also damit vergleichen zu schlafen. Jesus sagte nicht, Lazarus wäre im Himmel oder bei verstorbenen Angehörigen. Und er sagte auch nicht, Lazarus würde in der Hölle leiden oder in einem anderen Körper wiedergeboren werden.

Im Gegenteil: Es war, als ob sich Lazarus im Tiefschlaf befand. Die Bibel gebraucht diesen Vergleich noch öfter. 

Zu wissen, was beim Tod geschieht, befreit uns von vielen falschen Vorstellungen. Die Bibel lehrt, dass die Toten keinen Schmerz oder Kummer haben. Falsche Religionen belügen uns über den Tod. Sie behaupten dasselbe, was Satan in Eden behauptete: dass wir nach dem Tod nicht wirklich tot sind (1. Mose 3:1-5).

Doch Gott hat die Macht, uns vom Tod zu befreien. Und er hat versprochen: „Als letzter Feind wird der Tod beseitigt“ (1. Kor. 15:26).

Diese Auferstehung erfolgt erst, wenn Christus als König über die ganze Erde herrscht.

Deshalb lehrte Jesus uns beten: „Unser Vater im Himmel, dein Name soll geheiligt werden. Lass dein Königreich kommen. Lass deinen Willen geschehen, wie im Himmel, so auch auf der Erde.“ (Mat. 6:9-13).

Liebe Grüsse ...

Hängt direkt mit dem Wunsch nach Leben zusammen: Wenn Du leben willst, dann "verachtest" Du nun mal den Tod, bzw. empfindest ihn als etwas unfassbar Grausames. (bzw. verachten ist - glaube ich - das falsche Wort. Eher "fürchten").

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