Warum wird der Schwimmunterricht so vernachlässigt?

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11 Antworten

Der Schwimmunterricht (so Du den schulischen meinst) wird nicht vernachlässigt, findet aber in der Regel erst in Sek I statt, zu einem Zeitpunkt also, wo die Kinder längst die grundlegenden Fähigkeiten erworben haben sollten.
Sich darum zu kümmern, ist (bzw. wäre) aber Aufgabe der Eltern. Da scheint ein Wandel stattgefunden zu haben.

An den Grundschulen sollte zwar eigentlich auch Schwimmunterricht erteilt werden, dafür müss(t)en die Lehrkräfte aber Fakultas, oder zumindest den Rettungsschwimmer-Schein besitzen. Das ist bei fachfremd unterrichtenden Kollegen wohl eher selten der Fall.

Hinzukommt, dass viele Kommunen aus finanziellen Gründen Schwimmhallen schließen oder umnützen. Manche Schulen haben also aufgrund der Entfernung gar keine Möglichkeit mehr, Schwimmunterricht anzubieten.

https://www.welt.de/newsticker/dpa\_nt/infoline\_nt/brennpunkte\_nt/article165258477/Immer-weniger-Menschen-in-Deutschland-koennen-schwimmen.html

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Hat viele Gründe; zum einen war das früher eher ein Teil der Erziehung den die Eltern ihren Kinder im Badeurlaub selbst bei brachten durch schwimmen gehen beim See (wer macht das heute noch oder hat die Zeit?) 

Zum anderen ist Schwimmunterricht nicht gerade einfach zu organisieren als Beispiel zumindest in meinem Bundesland ist es so:

Ein Lehrer+ eine Lehrerin dürfen Schüler und Schülerinnen das schwimmen bei bringen.

Ein Lehrer darf nur Schülern das schwimmen bei bringen, sprich Mädchen dürfen zum schutz nicht während des Schwimmunterrichts anwesend sein wenn keine weibliche Lehrperson vor Ort ist.

Eine Lehrerin darf nur Schülerinnen das schwimmen bei bringen, sprich Jungen dürfen zum schutz nicht während des Schwimmunterrichts anwesend sein wenn keine männliche Lehrperson vor Ort ist.

Hinzu kommt das übliche Geld Problem, Bildung wird in diesem Land nicht mehr geschätzt es heißt; Was man in der Schule nicht lernt, sicher später auf der Arbeit. 

Das hat zur Folge das Schulen nicht gerade immer viel Geld von der Stadt oder dem Kreis erhalten um Schwimmbäder besuchen zu können. Schließlich sind das mieten eines Busses zum Schwimmbad hingefahren zu werden und den entsprechenden Raum vom Schwimmbad zu mieten nicht gerade preiswert. Viele Schulen helfen sich inzwischen schon in dem Sie die Busse oder Schwimmbäder gemeinsam mit anderen Schulen zusammen mieten es wird also in einem Topf geschmissen. Im grunde genommen verteilen sich die Gelder von Schulen in folgenden Rängen.

Gymnasien erhalten am meisten, dann Realschulen, Gesamt oder Gemeinschaftsschulen und zuletzt die Hauptschulen.

Privatschulen und Sonderschulformen erhalten nach anderem Maßstäben und Vorschriften öffentliche Gelder.

Weiterhin kommt es auch noch darauf an ob die Schwimmbäder der Stadt oder dem Kreis gehören, wie viele Schulen es gibt und auf den Haushalt der Stadt oder des Kreises Schulen mit guten ruf profitieren ziemlig häufig und erhalten mehr Zuwendungen. Es lohnt sich also wirklich ab und zu die Partei zu wählen die den Bildungshaushalt aufstocken möchte.

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Hallo!

Wir hatten in der dritten Grundschulklasse (Schuljahr 1999/2000) sowie in der fünften Realschulklasse (Schuljahr 2001/2002) schwimmen. Funktionierte gut!

Oft scheitert es jedoch an der Vorhandenheit eines erreichbaren Hallenbads & der Transportmöglichkeit dorthin ------> wir hatten's insofern leicht, dass wir einfach drei Kilometer mit dem Bus in den nächsten Stadtteil gekarrt werden mussten und das Ganze auch zeitlich kein Aufwand war. Wir fuhren da um 7.45 Uhr morgens gemütlich hin, waren um kurz vor acht Uhr spätestens dort je nach Verkehrslage, es ging um 8.10 Uhr los & rund eine Stunde hatten wir Zeit, da um 9.25 Uhr die dritte Stunde im Klassenzimmer, Bioraum etc. begonnen hat. 

Das ist aber nicht überall gegeben & außerdem scheitert es gelegentlich am Personal. Nicht jeder Sportlehrer taugt auch als Schwimmlehrer & umgekehrt -----> und man kann sich nicht auf Ehrenamtliche etwa von der DLRG oder dem Roten Kreuz verlassen, mit denen es dann ggf. auch Versicherugnsprobleme wegen der Aufsicht geben könnte.

Der Unterhalt von Bädern bzw. deren Instandhaltung ist teuer, das Geld der Gemeinden sitzt nicht mehr so locker & außerdem kostet der Transport etwas -----> meine ehemalige Schule (Schulzentrum) steht offen dazu, ohne die Hilfe des Fördervereins und einer Bürgerstiftung allein am Buspendelverkehr zum Hallenbad schon zu scheitern. Früher gab es dem ungeachtet jedoch auch mehr Hallenbäder, da die Standarts nicht so abartig hoch gewesen sind. 

Auch die Zeit spielt eine Rolle: Wenn der Weg zum Bad so weit oder kompliziert ist, dass zu viel Zeit buchstäblich auf der Strecke bleibt, macht Schwimmunterricht keinen Sinn, weil zu wenig Zeit dafür bleibt & die Kiddies ja auch was lernen sollen und man nicht nur fröhlich im Becken rumplanscht!

Nicht zu vergessen verlassen sich viele heute auf die Ehrenamtlichen bzw. deren Angebote, oft geht es mit Babyschwimmen los, was bei uns damals absolut unbekannt war. Auch wäre es etwa undenkbar gewesen, wenn ein DLRG-Vorstand in die Grundschule kommt & einen Infoabend für Eltern zum Schwimmkurs erstellt^^ was heuer allerdings Jahr für Jahr stattfindet ;)

Hoffe ich konnte helfen..!

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Früher hatte fast jede Ortschaft ein Hallenbad und Schwimmunterricht war Bestandteil des Sportunterrichts. Heute sind diese Bäder zu teuer und werden immer weniger. Somit wurde auch der Schwimmunterricht vom Lehrplan verbannt.

Wer will, dass sein Kind schwimmen lernt,  muss sich selbst darum kümmern und bezahlen. In jedem Hallenbad  werden Schwimmkurse für Kinder angeboten. Ab 5 Jahren können dort die Kinder schwimmen lernen. Es ist also den Eltern überlassen, ob sie das ihren Kindern ermöglichen oder nicht.

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Schon mal in einer Klasse gesessen, bwi der die Hälfte davon eh keinen Bock darauf hat?

Außerdem ist es mehr als stressig.. zwei Schulstunden nur Zeit, aber man muss hinlaufen, Aufsicht machen (gerade in der Grundschule gehen auch noch zwei Eltern mit) und später müssen die Mädchen ihre Haare föhnen bzw. man muss den Kindern dabei helfen.

Später drückt man sich davor. Hasse es auch vor der Klasse schwimmen oder gar ins Becken springen zu müssen -.-

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Als ich in der Schule schwimmunterricht hatte, fand ich es immer ganz toll. Nicht weil ich sonst nie schwimmen gegangen bin, sondern weil es mit der Klasse einfach mehr Spaß gemacht hat. Ich fand es immer echt schade, dass immer weniger Klassen schwimmunterricht hatten. Ich ging ja auch zum schwimmkurs, aber in der Schule fand ich es auch immer toll.

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Inzwischen soll die Schule mehr und mehr leisten was eigentlich Aufgabe der Eltern ist. Wenn du nicht schwimmen kannst, schieb nicht der Schule die Schuld in die Schuhe, sondern lasse dich von deinen Eltern zu einem Schwimmkurs anmelden.

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Kommentar von noblehostel
15.07.2017, 00:05

Ich kann seit ca. 48 Jahren schwimmen.

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Hallo,

das liegt zum einen an unserer Multi-Kulti  Einstellung.Schwimmunterricht könnte ja das Befinden von Minderheiten stören.....

Zum anderen auch daran,das es ja immer weniger Schwimmbäder  in den Kommunen gibt.

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Auch jetzt steht der Schwimmunterricht in den Bundesländern, die richtige Schulen haben, noch im Lehrplan für den Sportunterricht.

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Zum Glück hatte ich noch Schwimmunterricht ^^ Ich weiß es auch nicht aber man kan ja zu Schwimmkursen gehen

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wird er nicht

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