Warum wird der schnee in laufe einiger Tage weniger?

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1 Antwort

Du hast ganz recht. Eine saubere Formulierung wäre die folgende:

Unterhalb des Tripelpunkts (−0.1°C) kann es kein flüssiges Wasser geben (zu­min­dest nicht im Gleich­gewicht). Aber der Schnee kann sub­limieren, also sich direkt von fest zu gas­förmig umwandeln. Das ge­schieht in umso größe­rem Aus­maß, je trockener die Luft ist.

Der Prozeß ist aber nicht besonders effizient. Der Dampfdruck von Schnee liegt bei etwa 5 mbar (500 Pa). Ein m³ Luft (das ist ziemlich viel, nämlich tausend Liter oder mehr als 1 kg) kann also nur schlappe 4 g (etwa einen kleinen Kaffee­löffel) Wasser­dampf halten. Und die Luft enthält ja bereits von vorne­herein etwas Wasser; wenn bereits drei Gramm pro m³ enthalten sind, dann kann die Luft noch maximal 1 zu­sätzl­iches Gramm pro m³ aufnehmen.

Um einen Kilo Schnee zu sublimieren, mußt Du also hundert Kubik­meter Luft zur Ver­fügung haben. Deshalb funktioniert Sublimation bei windigem und trockenem Wetter besser; bei Wind­stille sättigt sich die boden­nahe Luft mit ihren 4 g Wasserdampf, und dann kann der Schnee nicht weiter sublimieren.

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