warum wird der Grand Canyon auch Bilderbuch der Erdgeschichte genannt?

3 Antworten

Schaut man von einem Aussichtspunkt in die Schlucht hinab, blickt man in ein Bilderbuch der Erdgeschichte. "Nur" 200 Millionen Jahre jung sind die oberen Kalksteinschichten, 500 Millionen Jahre alt die vom Eisenoxyd tiefrot gefärbten Schichten des Redwall und der am Grunde des Canyons zutage tretende Schiefer und Gneis bis zu zwei Milliarden Jahre. Der Canyon selbst ist viel jünger. Er entstand, als sich das Colorado Plateau anhob. Das geschah erst vor wenigen Millionen Jahren. Das führte dazu, dass sich der Fluss immer tiefer in das Gestein eingraben konnte. Gut 2300 km lang ist der Colorado. Auf seinem Weg transportierte er früher täglich rund eine Million Tonnen Gestein ab. Da inzwischen einige Staudämme gebaut wurden, ist sein Gefälle verändert und er "schafft" "nur" noch etwa 70000 Tonnen pro Tag.

Weil Fachkundige in den verschiedenen Schichten dieses Canyons auf die Erdgeschichte schließen können, welche, wie in einem Bilderbuch, vor Ihnen liegt.

Ich glaube man nennt ihn so, weil man die verschiedenen Gesteinsschichten gut sehen kann (er hat sich mit den Jahren erst so aufgespalten wie er jetzt ist) und so auch die Erdzeitalter bestimmen und damit die Klimabedingungen gut untersuchen.

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