Warum wird der Generationenvertrag nicht abgeschafft?

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6 Antworten

Der Generationenvertrag macht durchaus Sinn. Noch mehr sinn würde es machen, ihn konsequent umzusetzen.
Sieh mal den Tatsachen ins Gesicht. Ohne Generationenvertrag gibt es keine staatliche Rente. Da bleibt nur noch die private Vorsorge. Geh mal zu den banken und frag dort nach einer Rente. Ich habe mich schon über private Vorsorge schlau gemacht und ich könnte das Geld ebenso gut unters Kopfkissen legen, das bietet zur Zeit einen ähnlichen Zinssatz.

Die Banken und Versicherungen bieten solche Verträge ja nicht an weil sie so nette Leute sind, sondern um damit Gewinn zu machen. Dann muss von deinem eingezahlten Geld nicht nur deine Rente, sondern auch noch deren Gewinn bezahlt werden. Sie sind Geschäftsleute und keine selbstlosen Wohltäter. Man kann ihnen nicht verdenken dass sie tun, wofür sie bezahlt werden, nämlich Gewinne generieren.
Also bieten sie einem gerade mal (wen überhaupt) so viel, dass es sich gerade so eben lohnt. Wenn möglich bieten sie keinen Cent mehr, eben gerade genug um dich Glauben zu machen, es wäre eine gute idee, so einen Vertrag abzuschließen.

Geht so eine Bank den Bach runter, ist die Kohle futsch. Dann springt der Steuerzahler ein, denn die Rücklagen und Sicherungsmechanismen die nach dem letzten Crash eingeführt wurden, sind ein Witz.
Im Zweifelsfall zahlt man also doppelt, nämlich erst in den Rentenvertrag und nachher über die Steuergelder die nächste Bankenrettung.

Die staatliche Rente ist das beste System, das wir haben. Natürlich wird es je nach Anzahl der Rentner und Einzahler mal mehr und mal weniger geben. Es wäre aber immer genug Geld da, wenn auch alle einzahlen würden, was nicht der Fall ist.

Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Patentanwälte, Rechtsanwälte, Steuerberater beziehungsweise Steuerbevollmächtigte, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer, Zahnärzte, Psychologische Psychotherapeuten und Ingenieure haben eine so genannte berufsständische Versorgung.

So gut wie alle die Kohle haben, haben sich also aus dem Solidarsystem verabschiedet und ihr eigenes aufgebaut. Da muss man sich nicht wundern, dass weniger in die Rentenkasse eingezahlt wird.

Ich wäre also vorsichtig mit Forderungen wie der Abschaffung des Generationenvertrags.

Ich wäre also vorsichtig mit Forderungen wie der Abschaffung des Generationenvertrags.

Ich stimme Dir uneingeschränkt zu: Beitrittspflicht zu den gesetzlichen Sozialversicherungen für jeden Bürger, ersatzlose Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze, Deckelung der Versicherungsleistungen. Das senkt spürbar die zu zahlenden Beiträge, stärkt das Solidarsystem und wer meint, damit unterversorgt zu sein, dem bietet die private Versicherungswirtschaft bestimmt jede Menge Ergänzungstarife an.

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Mehr Sinn würde es meiner Meinung nach machen, nicht den Generationenvertrag abzuschaffen, sondern die Personen auszuschließen, die den Vertrag nicht einhalten: die, die keine Kinder haben.

Nicht als Strafe, sondern weil schlichtweg ein Teil des Vertrags nicht erfüllt wird. Der Teil, ein Kind (oder mehrere) aufzuziehen, die später für die Rente sorgen, wird nicht erfüllt. Kinderlose haben dadurch, dass die erheblichen Aufwendungen für Kinder wegfallen, finanziell ganz andere Möglichkeiten haben, sich fürs Alter abzusichern.

Meiner Meinung nach dürften nur die vom Generationenvertrag profitieren, die Kinder großziehen und für sie finanziell aufkommen.Für Kinderlose müsste es dann andere Möglichkeiten und Verträge geben, sich fürs Alter abzusichern.

Hm schwierig, und wenn man keine bekommen kann?

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@NANABUMBUM

Wie gesagt, es geht ja nicht darum, jemanden zu bestrafen.

Es geht lediglich darum, der Tatsache Rechnung zu tragen, dass jemand schlicht und einfach kein Kind hat - aus welchem Grund auch immer.

Du bekommst ja auch kein Kindergeld, wenn du sagst, ich hätte gern ein Kind, kann aber keins bekommen.

Kinderlose haben finanziell einfach mehr Möglichkeiten, und so auch die, fürs Alter vorzusorgen. Und die hat man auch, wenn man gern Kinder hätte, aber keine bekommen kann. Ich kenne keinen Kinderlosen, der das Geld, das sonst für Kinder draufgehen würde, irgendwo hin spendet (oder an eine kinderreiche Familie abgibt... :-))

Wenn ich bei einem Vertragspartner vereinbarte Konditionen nicht einhalte, macht der das auch nicht lange mit und kündigt den Vertrag.

Der Generationenvertrag beinhaltete die Grundidee, dass der Arbeitnehmer während seiner Arbeitsphase in die Rentenkasse einzahlt und als weiteren Vertragsbestandteil spätere Rentenzahler in die Welt setzt. Nur dann kann das System ja auch funktionieren und hat auch lange Zeit funktioniert.

Jetzt, in einer Zeit, wo die Leute - wenn überhaupt - immer weniger Kinder bekommen, wird den wenigen Kindern die Rentenlast auch der Kinderlosen aufgebürdet, und das eindeutig zu Unrecht.

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Ich möchte keine lange Diskussion anfangen, da dieses Thema mit den verschiedenen Aspekten Bücher füllen kann, aber einige Denkfehler muss ich doch korrigieren.

1.)

Im "Generationenvertrag" ist keinesfalls vorgesehen, dass "der Arbeitnehmer ... als weiteren Vertragsbestandteil spätere Rentenzahler in die Welt setzt". das wäre ja wirklich eine "tolle" Sache, sozusagen eine "Gebärpflicht". Nee, nee, so was ähnliches hatten wir schon mal und die Zeiten wünschen wir uns besser nicht zurück.

Mit der Zahlung der (Zwangs-/Pflicht-) -beiträge hat der Versicherte seine Vertragspflicht erfüllt und erwirbt völlig zu Recht seine Rentenansprüche. Das muss man nicht mögen, aber so sind nun mal die Gesetze.

2.)

Die Idee, Kinderlose von der Rentenversicherung "auszuschließen" würde ja bedeuten, dass Milliarden Beitragseinnahmen wegfielen, ohne diese würde die Rentenversicherung in kürzester Zeit zahlungsunfähig. Und dass alle Kinderlosen Beiträge zahlen, aber keine Leistungen erhalten sollen, kannst Du ja nicht ernsthaft gemeint haben.

3.)

Es gibt doch genug Möglichkeiten, anders für das Alter vorzusorgen, aber man hat ja keine Wahl, wenn man pflichtversichert ist, das ist vom Staat so gewollt.

4.)

Obwohl man über den Umfang natürlich streiten kann, aber der Staat gleicht die "Ungerechtigkeiten" zwischen Kinderlosen und denen, die Kinder aufziehen auf anderem Wege aus, wie Steuervorteile, Berücksichtigung von Kindern bei der Rentenberechnung, höhere Kosten für die Pflegeversicherung für Kinderlose etc. (völlig zu Recht natürlich).

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Das Problem ist, dass ein harter Schnitt nötig wäre bei dem eine Generation verlieren müsste. Würde heute der Generationenvertrag abgeschafft, hätten die heutigen Rentner keine Rente mehr.

Unabhängig vom Generationenvertrag wird es eh nötig sein, dass man länger arbeitet, man kann halt einfach nicht mit 65 in Rente, diese voll kassieren und dann 95 werden.

Die meisten älteren Leute, die ich kenne, hätten locker bis 72 arbeiten können, etwa 40% auch noch länger, das Bild vom gebrechlichen Alten stimmt heute längst nicht mehr auf den Grossteil.

Doch selbst, wenn man den Vertrag kündigt, dann brauchen die Alten irgendwann die Rente ja trotzdem, also was wäre die Alternative.

Rente mit 70 wäre angemessen!

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@Zumverzweifeln

Das kann nicht pauschal gesagt werden, ich denke, es muss sehr davon abhängen, wie viel Rente man kriegt und wie fit man ist.

Hat jemand zuwenig Rente, ist aber noch fit genug, dann soll er noch arbeiten gehen.

Ich denke, es braucht kein absolut fixes Alter, sondern ein Mindestalter, wobei es dann für Faule keine Entschädigung oder Ergänzung gibt.

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Das kann man aber nicht von jedem verlangen wenn du zB gießereimechaniker bist willst du nicht mit 70 da arbeiten, oder Bäcker oder Koch wo man starker Belastung ausgesetzt ist

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Wenn du in der Schule bist oder studierst, dann profitierst du gerade vom Generationenvertrag!

inwiefern?

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@DieKatzeMitHut

Weil Schulen und Universitäten von den Steuergeldern der jetzt im Arbeitsprozess stehenden Leute bezahlt werden.

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@Zumverzweifeln

Hat aber doch nichts mit dem Generationenvertrag zu tun, sondern mit der generellen Sozialstaatlichkeit.
Das Arbeitslosengeld wird ja schließlich genauso wenig aus der Rentenkasse bezahlt.

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Ich mache gerade eine Lehre

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Der Generationenvertrag ist schon sinnvoll. Das tun normalerweise Menschen. Auch Buschneger sorgen für ihre Alten und Kranken. Das gehört einfach zum Menschsein.

Der Ausdruck ist nicht ganz zutreffend, da nicht alle davon betroffen sind.

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