Warum wird der Freitod so sehr verpönt?

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Ich werde mir bestimmt nun keine Blümchen mehr einhandeln, wenn ich meine Meinung nun äußere.

Jedem Menschen ist der freie Wille gegeben worden. Wenn er meint, das sein "Sinn des Lebens" nicht mehr vorhanden ist, soll er seinen eigenen Weg gehen, ohne dabei einen Anderen mit Schuldgefühlen zu belasten.

Doch schwer kranke Menschen, die rein aus wirtschaftlicher und finanzieller Interesse am Leben gehalten werden, wurde der freie Wille genommen. Sie müssen Jahrelang mit Schmerzen leben, nur weil die Mediziner es so wollen oder sollen.

Depressionen ist eine Mangelerscheinung an Kommunikation in unserer Gesellschaft. Wir hören nicht mehr zu, wenn es Hilferufe von anderen Menschen gibt. Wir sind verschlossen, weil wir selber mit dem Bekämpfen unserer Probleme beschäftigt sind. Es kostet uns ein Lächeln, wenn wir mal wieder mit offenen Augen und Ohren durch die Stadt gehen und nicht nur mit unserem Handy (mit dem wir schon verwachsen sind).

Statistik: 131.000 Unfälle durch die Handy-Benutzung pro Jahr

Statistik: 10.076 Suizide in Deutschland pro Jahr.

Diese virtuelle Welt zerstört auch den "Sinn des Lebens" und lässt den einzelnen Menschen vereinsamen.

Nein, ich bin kein Mensch, der Hilfestellung zum Freitod geben würde. Ich habe erst kürzlich, innerhalb von 2 Monaten, vier Familienmitglieder verloren. Ursache war Alkoholkonsum. Auch mit dem Alkohol flüchten sich die Menschen in die Einsamkeit. Reden hat da nichts mehr gebracht. Sie hatten sich aufgegeben. Jobverlust, Familien-Verlust. Schlussendlich Alkoholkonsum. Ist eben der freie Wille des Menschen.

Statistik: 74.000 Todesfälle durch Alkohol jährlich.

Und da der Freitod nicht zu dem Normalbild des Menschen passt, wird er auch so verpönt, wie vieles Andere auch, was nicht Normal ist.

"So, ich habe fertig." Und nun nicht alle zusammen auf mich einschlagen. Danke.

Danke für deine sehr gut definierte Antwort "McGiver"...lg blümchen

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guten Abend....von mir bekommst Du ein Blümchen....denn ich muss und möchte Dir bepflichten....Ich muss nicht so viel schreiben,denn Du hast alles gesagt,danke für die (in meinen Augen) ehrliche Antwort

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Ich glaube nicht, daß "Freitod" das richtige Wort ist. Es fällt mir schwer, hier von Freiheit zu sprechen. Auch das Wort "Selbstmord" ist m.E. nicht richtig. Was hat Selbsttötung mit Mord zu tun? Es sind meist sehr triftige Gründe, warum sich Menschen das Leben nehmen. So fühlen sich viele Menschen eher von den Umständen dazu gezwungen. Manche wollen anderen nicht länger zur Last fallen. Manche deshalb, weil sie Menschen, die sie geliebt haben, verloren haben. Sehr häufig sind es alte Menschen, die vereinsamt sind oder sich überflüssig fühlen. Menschen, die mit dem Wissen leben, eine schwere oder unheilbare Krankheit zu haben, stellen sich ebenfalls häufig die Frage, ob das Weiterleben noch einen Sinn hat. Es gibt viele Gründe, warum Menschen lebensmüde sind.
Auch wenn ich persönlich diese endgültige Entscheidung eines Menschen nicht nachvollziehen kann, steht es mir nicht zu, darüber zu urteilen. Selbsttötung wird häufig nur als die einfachste Lösung gesehen, um Problemen aus dem Weg zu gehen. Wahrscheinlich erfordert diese Entscheidung aber sehr viel mehr Mut, als zu jeder anderen. Das Leben ist das höchste Gut, das wir haben. Menschen, die sich selbst töten, stellen sich gegen dieses Gut. Sie brechen durch ihre Handlung ein Tabu. Das macht uns ein "ungutes Gefühl". Selbsttötung ist bis heute ein Tabuthema in der Gesellschaft und wird es bestimmt auch bleiben.

Danke liebe "Deichgöttin"...deine Antwort ist sehr einsichtig geschildert...nur wenn so mancher Mensch nur immer um sein überleben kämpfen muss.....jeden Tag und jeden Tag keine positive veränderung erlangt....was hat dieser dann vom "höchsten Gut".....lg blümchen

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Weil er nicht Freitod genannt wird,sondern oftmals Selbstmord! Mord ist allerdings eine Tötung eines Menschen,aus niedrigsten Beweggründen,zur Verdeckung einer Straftat,aus Rache ,Habgier und ein paar weiteren Merkmalen.Du wirst dann in die Psychiatrie eingewiesen,wenn Du zu erkennen gibst,Dir das Leben nehmen zu wollen oder gar eine Selbsttötung nur versucht hast.Man könnte Erklärungsmuster suchen,die zur negativen gesellschaftlichen Stellung des Freitodes geführt hat.Einer davon ist,helfen zu wollen,oder den Zwang hierzu zu verspüren oder zu glauben,das nur ein natürlicher Tod ethisch,moralisch,religiös zu vertreten ist.Hier darf man anderer Meinung sein,allerdings sollte man dann einen wirklich guten Abschiedsbrief hinterlassen,wo man den Angehörigen so wenig Schuldgefühle wie möglich bereitet und einen Tod wählt,der Dritten keine Ekelgefühle oder gar Berufsunfähigkeit bringt.(Vor den Zug werfen,ein Flugzeug abstürzen lassen,ganz aktueller Fall.) Des Menschen Willen ist sein Himmelreich! Ja!

Warum begehen manche Menschen ganz plötzlich, wie aus dem Nichts, Suizid (Selbstmord)?

Hallo.

So simpel die Frage klingt, so schwierig bis unmöglich zu beantworten ist sie auch. Seit zwei Jahren beschäftige ich mich mit den Themen psychische Erkrankungen, Suizid, Ursachen, und woran man erkennen kann, dass ein Mitmensch gefährdet ist/sein könnte.

Suizid ist weder selten noch ungewöhnlich. Aber vor allem beschäftigt mich zur Zeit der plötzliche Suizid, scheinbar ganz ohne Vorwarnung. Angeblich soll es den tatsächlich geben. Dass Gefährdete kurz vor ihrem Freitod noch grinsend in der Altstadt shoppen gehen und Kaffee trinken können, ist mir klar. Doch gerade bei psychischen Erkrankungen wie BORDERLINE weiss man, dass die Stimmungsschwankungen enorm ausfallen und zu drastischen Handlungen im Affekt führen können.

Meine Frage dreht sich allerdings um das Phänomen, wenn scheinbar lebensfrohe, sowohl im Berufsleben als auch in der Gesellschaft gut integrierte Menschen die sich ihrem Umfeld gegenüber nie auffällig verhalten haben sollen, auf einmal aus dem Leben treten. Und zwar gewollt, vielleicht sogar geplant. Da frage ich mich; wie kann das sein?! Und warum?! Es muss doch Anzeichen oder Gründe, denen man im Nachhinein auf die Schliche gekommen ist, gegeben haben! TROTZ der sogenannten MASKE!

Kennt sich jemand damit aus? Hat jemand Erfahrungen gemacht und herausgefunden, warum sich derjenige Betroffene "einfach so" aus dem Leben geschlichen hat? Wieso machen sich die einen Betroffenen teils auf heftige Art und Weise blitzartig und unverständlich für jeden aus dem Staub, während andere ihre Bedürfnisse kommunizieren, sich Hilfe holen (lassen) und an ihrem Leben arbeiten?

Das soll keinesfalls als Vorwurf angesehen werden. Denn Niemand ausser der Betroffene allein weiss, wie lange er schon gelitten hat, ehe er diesen letzten Schritt gegangen ist. Sätze wie "Es hätte Hilfe für dich gegeben, du hättest uns nur informieren sollen, und jeder hätte sofort an deiner Seite gestanden und alles getan!" werden aus einer Verzweiflung heraus geäussert und sind sicher gut gemeint - aber sie kommen meistens erst im Nachhinein, nämlich dann wenn sich die Katastrophe ereignet hat und es für die betroffene Person zu spät ist.

"Wenn jemand jammert", davon gehen leider viel zu viele Menschen aus, "will derjenige nur Aufmerksamkeit bekommen und alle wütend machen!". Da ich die Vorgeschichten fast aller Suizidenten gar nicht kenne, wage ich mir kein Urteil darüber zu bilden, ob es Anlass zur Sorge gab. Vielleicht hatten diese Menschen lange mit der Befürchtung gehadert, schlimmstenfalls von niemandem wirklich ernstgenommen und dann für verrückt erklärt zu werden, was leider häufig vorkommt, bevor sie die Kraft weiterzumachen ganz verlassen hat. Niemand sollte sich das Recht herausnehmen, beurteilen zu wollen, was die betroffenen Personen in ihrer denkbar schwierigsten Lage hätten tun sollen oder müssen.

Aber ich würde einfach gerne wissen, wieso manche Menschen so urplötzlich "abhauen"!...

Danke sehr.

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