Warum wird der Begriff "gläserner Mensch" allgemein als negativ angesehen?

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Menschen fühlen sich einfach unwohl dabei ,wenn jeder Ihrer Schritte dokumentiert wird. Es geht Firmen nichts an mit wem ich zusammen bin oder welche Interessen ich habe,wenn ich es denen nicht explizit mitzuteilen bereit bin. Beobachtet sein mögen die wenigsten,im Internet ist es genauso. Ich für meinen Teil fühle mich unwohl,wenn jeder meiner Schritte überwacht werden kann. Dies ist sehr bald möglich durch RFID Technik. Chip im Perso,Empfänger überall und man kann wissen wo du wann bist. Ich bin der Meinung das dringt zu sehr in meine Privatsphäre ein und dies wird von sog. "Sicherheitsaspekten" nicht ausgeglichen.

Eine Information über Dich, die Du einmal verbreitet hast, kannst Du nicht wieder "einfangen", Du hast keine Kontrolle darüber, an wen solche Informationen weitergegeben werden. Wenn Dir selbst das egal ist, ist das zwar reichlich naiv, aber Deine Sache. Kritisch wirds dann, wenn Du noch andere mit reinziehst, etwa Freunde und Bekannte, mit denen Du zusammen etwas unternommen hast, und die es dann gar nicht toll finden, wenn plötzlich alle Welt davon erfährt.

Um so mehr Daten eine Firma oder Institution von dir hat, kann sie ein exakteres Profil von dir anlegen, und dich so besser Manipulieren (Firmen/Werbung) bzw. analysieren (Staat). Bei der Werbung ist es doch so, dass diese Analyse Tools nur von großen Konzernen benutzt werden und damit die kleinen aus dem Markt drängen, was am Ende zu Kartellbildungen führt, da nur wenige Konkurrenten sich auf einen Preis einigen müssen. Das ist bei Fünfen einfacher als bei hundert Firmen in eine Marktsegment. Des weiteren gucken sich heute praktisch alle Personalchefs ihre Bewerber im Internet an, und da wurde die Facebook Accounts für viele schon zum Stolperstein.

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