Warum wird Atommüll nicht auf anderen Planeten entsorgt?

21 Antworten

Die Transportkosten ins All betragen weit über 10.000 Euronen pro Kilogramm. Das kann schlichtweg niemand bezahlen, abgesehen von den Gefahren, wenn eine Rakete abstürzt, was ja öfters auch mal passiert.

Pro kwh fällt radioaktiver Abfall von ca. 0,0006g an. Oder umgekehrt: Pro kg Atommüll wurden 1,666 Millionen kWh erzeugt, bzw. 1666 MWh. Das sind dann pro kWh 0,6 Cent Weltall-Entsorgungskosten. Und das auch nur bei dem Müll unserer alten Reaktoren der Generation II.

0
@Hamburger02

Wer kommt auf die bekloppte Idee einen Castorbehälter in den Weltraum zu schicken? Zudem: Und wenn? Dann wäre das immernoch um Größenordnungen billiger als unsere aktuelle wind- und wetterabhängige Schwachsinnsstromerzeugung, welche uns die höchsten Stromkosten des Planeten beschert hat, Tendenz steigend.

0
@Pantauals

Es gibt nichts teureres als Atomstrom. Der kann nur deswegen günstig angeboten werden, weil die Haftung für Unfälle auf die Allgemeinheit abgewälzt wird und nicht wie bei allen anderen Erzeugunbgsarten vom Besitzer der Anlage getragen werden muss.

2
@Hamburger02

Dieses Argument ist schlicht und einfach falsch. Die Haftung ist für die Betreiber unbegrenzt. Im Übrigen kann man die tatsächlichen Gesamtkosten sämtlicher Havarien auf die Summe der Kilowattstunden, die jemals aus Kernkraftwerken erzeugt wurden umlegen und kommt damit ebenfalls auf einen sehr mickrigen Betrag. Und das hat auch nur Sinn, wenn man von Anlagen bis zur Generation II ausgeht, und nicht von den neueren der Generationen III und IV. In diesen Anlagen sind Havariewahrscheinlichkeiten um Größenordnungen niedriger (Gen. III) bzw. physikalisch nicht mehr möglich (Gen. IV).

0
@Pantauals

Die Haftung ist für die Betreiber unbegrenzt.

Oder mit seiner Insolvenz abgegolten! Die Hausratversicherungen etc. haften nicht bei radioaktiven Unfällen.

Aber sei es drum die Betreiber wollen ja nicht einmal für die Entsorgung der bisherigen Abfälle eintreten und haben sich billig freigekauft!

Zu deiner geliebten Verglasung, kennst du die Kosten der VEK (Verglasungseinrichtung Karlsruhe)? .....Und die wurde auf Rückbau konzeptiert. Leider strahlt die so stark das man nicht weiß wie man zurückbauen soll.

1
@Pantauals
Die Haftung ist für die Betreiber unbegrenzt.

Na auf der Basis dieser völlig falschen Information werden deine Aussagen verständlich. Zunächst einmal übernimmt keine Versicherung das völlige Haftungsrisiko. In Deutschland ist die Haftung für alle Betreiber von KKWs in der Summe auf 2,5 Mrd Euros für sämliche KKWs zusammen begrenzt, aber auch nur, solange sie nicht pleite machen. Wird die Summe überschritten oder der Betreiber geht pleite (und Rückstellungen dafür gibt es nicht) haftet der Staat wie jetzt schon für die Entspogung der Abfälle, weil auch hierfür die bisherigen Rücklagen hinten und vorne nicht reichen.

Jedenfalls werden nirgendwo mehr neue KKWs ohne zusätzliche staatliche Förderung gebaut, weil die Betreiber selber gemerkt haben, dass das so teuer ist, dass Atomstrom niemals mehr konkurrenzfähig zu alternativem Strom ist.

Lies mal hier:

https://www.swr.de/swr2/wissen/swr2-wissen-2019-12-16-100.html

1
@Ursusmaritimus

Unsinn. Nochmal: Wenn man die Kosten aller Havarien aller KKW auf sämtliche kWh umlegt, ergibt des kaum relevante Kosten, und das obwohl es sich um Gen. I und II KKW handelte.

Zudem hatten die Betreiber Betriebsgenehmigungen mit Entsorgungskonzepten, welche aus linksgrün-hysterischen Schwachsinnsgründen dann durch die Politik geändert wurden. Das muss dann eben die Politik bzw. der grünhysterische Steuerzahler tragen. So what? Im Übrigen können wir auch sehr gerne die Verglasungskosten durch die kWh teilen. Die böse, böse Mathematik ist übrigens schon mit den Grundrechenarten antigrün. ;-)

Zudem strahlt die Anlage keineswegs "so stark", dass man nicht weiß, wie man zurückbauen soll, sondern in unserem grünen Irrenhaus haben wir uns lediglich selber künstlich schwachsinnige Gesetze und Vorschriften gegeben, welche die Rückbaukosten ohne rationalen Grund explodieren lassen. Also ganz ähnlich wie mit dem künstlichen "Atommüll"-"Problem" insgesamt.

0
@Pantauals
Unsinn.

Unsinn hin oder her. Deine Behauptungen verbreiten sowieso nur noch die Atomlobby, und die nicht einmal mehr geschlossen, sowie eine inzwischen vernachlässigbare Zahl von Verstrahlten.

Insofern ist dein Gekeife von wegen grünhysterisch (wer hat denn nach Fukushima Knall auf Fall den Ausstieg völlig überraschend vorngetrieben??) amüsant, aber nicht die Spur relevant.

0
@Pantauals

Unsinn. Nochmal: Wenn man die Kosten aller Havarien aller KKW auf sämtliche kWh umlegt, ergibt des kaum relevante Kosten, und das obwohl es sich um Gen. I und II KKW handelte.

Welche Kosten nehmen wir denn dann? So für Tschernobyl, Three Miles Island, Fukushima? Oder die Einleitungen radioaktiver Abfälle ins Meer bei Sellafield etc.

Die Kosten lassen sich wohl kaum mit Baggerstunden und Megatonnen Stahlbeton beziffern....

Deine Kostenumlage auf bereits produzierte kWh, MWh oder TWh ist auch nicht zielführend. Es ist nicht von Belang wieviel Brot ich in meinem Leben schon gegessen habe sondern wie ich mein Brot von Morgen verdiene....das Brot von gestern ist vergessen.

1
@Ursusmaritimus

" Es ist nicht von Belang wieviel Brot ich in meinem Leben schon gegessen habe sondern wie ich mein Brot von Morgen verdiene....das Brot von gestern ist vergessen."

OK, da sich das hysterische Gekreische der Radiophobiker ja ausschließlich auf die Nachteile der Reaktoren der Generationen I und II bezieht, hat sich mit Ihrem Argument die Sache ja damit erledigt. Herzlichen Dank!

0
@Pantauals
OK, da sich das hysterische Gekreische ...

Du mussst aber zugeben, dass das enorm nachgelassen hat, seit der Atomausstieg beschlossene Sache ist und stattdessen das Gekreische der letzten Befürworter umso greller geworden ist.

0

Das wäre ein Vielfaches teurer, als ihn .Bsp. 2000m tief in die Erde zu versenken, oder in Kammern mit 50m dickem Stahlbeton.
Außerdem würde die Produktion der "Transportmittel" dazu unverhältnismäßig viel Energie erfordern.
Es handelt sich hier ja um zigtausende Tonnen von Müll.

Weil die Transportkosten enorm hoch wären und vor allem, weil der Transport extrem gefährlich wäre. Was, wenn die Rakete abstürzt? Dann hast du ne riesige Nuklearkatastrophe auf der Erde.

Abgesehen von den extrem geringen Kosten pro kWh: Was genau würde Ihrer Meinung nach passieren, wenn eine solche Rakete, mit in Glas eingeschmolzenen radioaktiven Abfallgranulat abstürzen würde? Von welcher Maximalkontamination gehen Sie dann aus?

0
@Pantauals

Wenn man das Zeug hunderte Mieter tief in Gestein packen muss, ist es sicherlich nicht so geil, wenn man das auf der Erde verstreut.

0
@Trolljagd

Also mit anderen Worten hast Du Dir über die Wirkung an sich anhand der physikalischen Eigenschaften und deren Wirkung auf den menschlichen Körper keine Gedanken oder recherchiert?

0
@Pantauals

Wobei das "verglaste radioaktive Material" nicht so schlimm wäre wie freigesetzte radioaktive Isotope. Die Isotope können sich in der Natur und im Menschen anlagern, die im Glas gebundenen Isotope strahlen nur vor sich hin.

0

Weil es billiger ist, ein Loch in die Erde zu graben, als eine Rakete zum Mars zu schicken.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass wir genau DAS mit unserem hochgiftigen und nichtradioaktiven Müll machen. Aber der verliert eben nicht seine Giftigkeit, sondern ist auch in 10.000.000 Jahren genauso giftig wie heute. Womit aber die Nachwelt irgendwie besser umgehen kann, als mit einem Stoff, der langsam seine Gefährlichkeit verliert.

0

Kurz?

Weil Rakete + Atommüll + Unfall = schmutzige Bombe

Was möchtest Du wissen?