Warum wird alles schwerer was ich mache, nur weil ich versucht habe alles mit Philosophie zu lösen was mir in den Weg kam?

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11 Antworten

Nach meiner Erfahrung bewegt sich die Philosophie im Bereich von Verstand und Intellekt. Sie sucht nach der Antwort zu der Frage: Wer bin ich, wie nehme ich wahr, woher weiß ich, dass ich weiß, wohin geht mein Weg, was ist der Sinn meines Lebens usw.

Alles was dem Verstand nicht zugänglich ist, wird versucht, doch noch in die lineare Kausalität zu zwingen, doch es klappt nicht.

Auf der Welt gibt es sicherlich 100 km Bücher zu dem Thema und dennoch hat sich die Menschheit auf kein einheitliches Weltbild einigen können und wird sich wahrscheinlich auch nicht einigen können.

Wenn du der Philosophie zu sehr verhaftet bleibst, erlebst du die Welt allmählich nur noch durch den Verstand. Du gerätst immer mehr in die Rolle eines Beobachters oder Reporters, der von einem Elfenbeinturm auf die profan erscheinenden Mitmenschen schaut.

Du siehst, wie sie leiden, Erfolge haben, streiten, sich freuen, lieben, trauern, Fehler machen, Wut erleben, weinen, lachen. Du siehst ihr Mitgefühl, ihre Zuversicht, ihre Liebe, ihre Fürsorge, aber auch ihren Ärger und manchmal sogar Hass. Diese chaotischen und nichtlinearen Verhaltensweisen sind zwar da, haben für dich aber bald keine Gültigkeit mehr...

Das alles kannst du erkennen und analysieren, doch aus der Tiefe deines Seins schallt dir der Ruf entgegen LEBE.

Nimm teil an dem Geschehen, denn das ist das Leben selbst, das dich über auffordert, dem großen Geheimnis Leben zuzustimmen.

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Da die Philosophie in ihrer Essenz nun einmal das "Denken" als solches propagiert, wird schon allein deshalb alles schwerer, weil "Unbedachtheit" als solche völlig wegfällt. Wenn man immer weiß, was man tut und welche Konsequenzen es haben wird, hat man wenig Handlungsspielraum, wenn es darum geht, es "sich leicht zu machen".

I feel you! :)

Ich finde aber nicht, dass du das ändern solltest. - Bloß darauf achten, dass du bei aller Analyse nicht in Gedankenspiralen gerätst, die nicht mehr zu Lösungen führen.

Desweiteren wär's, wenn du wirklich echte "Philosophie" meinst, sicher ganz hilfreich, wenn du dich für eine der Strömungen weitestgehend entscheiden würdest. - Schließlich und endlich gibt der Pragmatismus andere Ratschläge, als Utilitarismus und Skeptizismus. ;)

Übrigens, so zur Randinfo: Es gibt sogar philosophische Praxen zur Lebensberatung -> wie eine Therapie, nur auf der Basis von Philosophie. ;)

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Du bist wahrscheinlich sehr idealistisch ans Leben herangegangen. Das ist natürlich nicht an sich falsch. - Das Problem ist nur, dass es in dieser Welt leider nicht um Ideale, sondern ums Geldverdienen geht und auch um Macht.

Beides ist leider nicht miteinander zu vereinbaren. Solange man noch jung ist, hat man noch die Hoffnung, es geht vielleicht irgendwie, aber je älter man wird, desto klarer sieht man, dass es leider wirklich nicht geht.

Man muss sich also entscheiden. Nichts ist schlimmer als ein Kompromiss, denn dann hast Du am Ende gar nichts, weder Deine Ideale, noch Geld oder Macht. -

Mein Rat: Entscheide Dich für das Ideal. Entscheide Dich für GOTT. Dann kann ER Dich durchtragen, und zwar mit dem Existenzminimum plus ein bisschen Extra. Das ist SEIN Stil.

Und später gehörst Du zu den Wenigen, die im Himmel landen...

: )

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Wahrscheinlich! Ich weiß ja nicht, was du so alles löst, aber mathematische Gleichungen mit Philosophie zu lösen halte ich für sehr schwierig!

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Philosophie ist wörtlich übersetzt die "Liebe zur Weisheit", wie willst du so also Probleme lösen?

Wäre weitaus vernünftiger die Probleme zu analysieren und den besten Lösungsweg zu finden.

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Kommentar von Nebelwaldfee
09.02.2017, 13:25

Mann kann sich aber auch verrücktanalysieren was philosphie angeht und zu keinem eindeutigen Ergebnis kommen

vg

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Es gibt wohl zahlreiche philosphische Ansätze/ Schulen sowie es auch zahlreiche mono- oder polytheistische religöse Anschauungen ergibt. Andere Leute werden anderen philsophisch- religiösen/ weltanschaulichen Ausrichtungen vielleicht positiver gegenüber stehen, da sind dann Sprachverständnisse und unterschiedliche Ansichten, die sich gegenüber stehen.

Zudem hat wohl die Philospophie von alters her Spezialdisziplinen (Ethik/ Logik/ Methaphysik) aber darüber hinaus ist es damals wie heute so, dass Probleme einzelner Fachrichtungen erst dort gelöst/ angegangen werden.

Ein simples Beispiel: der Abfluss im Waschbecken (gekrümmtes Rohr) ist verstopft, hier hilft nur, dass ich vorgehe wie ein Klempner (abschrauben, Rohr reinigen, anschrauben). Und ein Klemper ist in aller Regel kein Philosoph, aber selbst wenn er es wäre, würde er sein Ausbildungswissen und seine Erfahrung mit verstopften Rohren zu Rate ziehen und nicht die Methaphysik Schoppenhauers oder ein Werk Hegels auch wäre es an dieser Stelle nicht geboten zu überlegen ob das Sein das Bewusstsein bestimmt oder umgekehrt.

Mithin : alles zu seiner Zeit

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Vielleicht hast du die falsche Philosophie angewendet?


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Hast du ein Beispiel?

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Hey topii

Geht das auch konkreter,sehr gerne mit Beispielen? 

Danke. 

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Von Philosophie allein kann man halt nicht leben :D

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Du hättest es ja mit Religion versuchen können: ganz einfach: nicht denken, Textfragment nehmen, Meinung durchsetzen, Andersdenkende kreuzigen, steinigen oder verbrennen ...

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