Warum will man heutzutage Religionen immer in den Hintergrund drängen?

19 Antworten

Weil "Religionen", der Glaube an unsichtbare, ausgedachte Figuren, in den "Hintergrund" gehören.

"Religion" gehört ins Privatleben, genau wie andere Hobbys (Angeln, Kegeln, Zinnsoldaten-Sammeln) auch. Es gibt keine Rechtfertigung dafür, die Öffentlichkeit damit zu belästigen.

Es ist eine Lüge und "Flucht nach vorn", wenn jemand behauptet, "man" (wer soll das sein?) wolle Religionen "immer in den Hintergrund" drängen!! Die Religionen machen das jeden Tag selbst, indem sie immer wieder ihre Unfähigkeit zur Lösung aktueller Probleme demonstrieren.

Wenn schon, dann sollen "übereifrige" Religioten, also lebende Menschen, aufdringliche Missionierer und Religionsfanatiker in ihre Schranken verwiesen werden. Dabei stehen die Extrempositionen, die es in allen Religionskreisen gibt, im Vordergrund sowie die Versuche der einen Gottes-Apologeten, unter dem Vorwand des Kampfes gegen Extremismus bei den anderen den eigenen Extremismus reinzumogeln (wie wir das derzeit bei vielen Christen erleben, die besonders aktiv gegen den islamischen Extremismus auftreten).

Warum will man heutzutage Religionen immer in den Hintergrund drängen?

Weil Glauben nur etwas Subjektives ist und verschiedene Glaubensrichtungen zu Problemen zwischen den jeweiligen Gruppen der Gläubigen führen. In einer modernen, globalisierten "Multi-Kulti-Welt" führt so etwas zwangsläufig zu immer mehr Reibereien.

Zudem sind die Religionen meist alt und basieren auf Weltbildern und Grundlagen, die heute längst überholt sind:

  • Wissenschaftlich, denn viele Dinge die die Menschen früher noch nicht verstanden haben wurden versucht in irgend einer Form in einen "Glauben zu verpacken" oder mit einer "Gottheit zu erklären" um sie den Menschen trotzdem begreif- oder akzeptierbar zu machen (z.B. irgendwelche "Erscheinungen" oder "Wetterphänomene" die man sich so erklärt hat von denen man heute aber die natürlichen Ursachen kennt).
  • Gesellschaftlich, denn auch in der Beziehung hat sich die Welt verändert, da heute andere Herrschaftsstrukturen wie auch Sozialsysteme vorhanden sind als z.B. noch im Mittelalter und davor, so das bestimme Regeln durch entsprechende weltliche Regelungen überholt sind (was z.B. die Rolle der Frau oder die Anzahl der Kinder angeht um damit ein damals nicht vorhandenes Sozialsystem zur Altersabsicherung und Krankenpflege zu kompensieren).
  • Kulturell, da die jeweilige Kultur oftmals etwas rein regionales ist, was aufgrund der Globalisierung außerhalb der "angestammten Heimat des betreffenden Glaubens" keine Rolle mehr spielt. Viele Regeln beziehen sich nur auf die Gegebenheiten vor Ort (Beispiel: Verbot von Schweinefleisch, Art der Schlachtung, bestimmte Kleidung) und machen heute an anderer Stelle auf der Welt sowie mit modernen technischen Mitteln und unserer modernen Lebensweise keinen Sinn mehr.
  • Gesetzlich, weil in den weltlich regierten Ländern ohnehin die "Grundregeln des Zusammenlebens" in der Zwischenzeit durch weltliche Gesetze festgeschrieben wurden, die unabhängig und für Alle gelten (was um so wichtiger ist, wenn in dem Land Menschen mehrerer Glaubensrichtungen leben) . Dadurch ist die vormals durch den Glauben erfolgte Regelung nicht mehr notwendig. Und Leute, die dann meinen die (ggf. stark abweichenden) Regeln ihres subjektiven Glaubens über die allgemeingültigen Regeln zu stellen werden dort zunehmend zu einem Problem.

Wer die Wahrheit nicht aushält, verdrängt sie eben.

Wer selber Mittelpunkt der Welt sein will, muss zuvor den eigentlichen Mittelpunkt ausschalten.

Wer zu finanziellem Reichtum kommen will, muss zuvor den Menschen das nehmen, was wirklich hilft und was es gratis gibt, um danach seine eigenen materiellen Ersatzgüter besser loswerden zu können.

Wer über Menschen herrschen will, muss zuvor ihre übernatürlichen Bezugspunkte kappen und ihnen einreden, dass es keine Objektivität gäbe, um danach sich selber als Maß aller Dinge hinzustellen und die Werte vorzugeben.

Ist übrigens alles nicht neu. Kann man in der Bibel schon genug Beispiele darüber lesen ...

Das liegt an der Religionsfreiheit.

Religionsfreiheit bedeutet nicht nur, dass jeder seine Religion frei wählen darf, sondern auch, dass Religion nicht mehr den Stellenwert hat wie es vor etwa 200 Jahre der Fall war.

Religion steht bei den meisten nicht an erster Stelle, bei vielen hat sie für ihr Leben nicht einmal mehr eine Bedeutung.

Region ist daher etwas das zwar existiert aber nicht mehr den Ton angibt.

Was möchtest Du wissen?