Warum will man alles wissenschaftlich belegen?

13 Antworten

Naja, das Bestreben besteht wohl schon - vor allem sicherlich bei denen, die meinen daß alles immer erklärbar und durchleuchtbar ist oder noch sein wird. Das mag ansich für manche Dinge sicherlich auch zutreffen, aber eben nicht für alles. Der Forschungsdrang des Menschen hat bestimmt auch etwas Gutes und Nützliches.

Manche Dinge sind aber schon zu lange her, als daß man stets in der Rückschau alles rekonstruieren und erklären kann. Vieles hört sich wissenschaftlich und fundiert an, ist aber oftmals doch nur Spekulation und Mutmaßung und sicherlich weit davon enffernt, als fundierte Erkenntnis zu gelten - z.B. die Evolutionstheorie. Viele offene Fragen werden hier einfach ignoriert oder zerredet.

Auf die Bibel und den Glauben bezogen, sind viele erwähnte Ereignisse, Städte, Könige, Völker etc. archäologisch nachgewiesen, ebenso die Existenz des Jesus von Nazareth. Gott selbst kann man nicht eintüten und definieren und entweder für real oder nichtexistent erklären. Wenn Gott lebt, dann ist er größer, mächtiger, klüger und gewaltiger als wir uns das überhaupt ausmalen könnten - geschweige denn wissenschaftlich erklären.

Da dies so ist, gibt es eben nur einen Weg um mit diesem ewigen und allmächtigen Gott irgendwie in Berührung zu kommen - der Glaube! Alles Andere muss scheitern und wäre nur hochmütig oder würde in einem sinnlosen, religiösen Götzendienst münden. Aber selbst dieser wahre Glaube muß als Grundlage die Gnade Gottes haben. Wie könnte sonst ein kleiner Mensch nach Gott fragen können? Fragt eine Ameise nach dem Weltall?

Die Berichte der Bibel und z.B. die ganze alttestamentliche Geschichte Israels zeugen von dieser Begegnung mit Gott und seinem Willen. Es geht um den Menschen in seinem sündigen Zustand und um Problemlösungen, um Tod und Teufel und um Propheten, Apostel und um das Evangelium von Gottes Sohn Jesus Christus (Johannes 3,16). Auf diese Art und Weise finden wir Zugang zu Gott und zur Wahrheit und zum echten Leben - über den Tod hinaus. Wer es glaubt ist selig (Johannes 14,6).

Es kann deswegen keine "wissenschaftlichen Belege" geben, weil die Existenz Gottes eine unbewiesene Behauptung ist. Auf einer falschen Grundvoraussetzung kann man zwar scheinbar logische Beweisketten aufbauen. Da aber die Grundthese keiner wissenschaftlichen Untersuchung standhält, ist die gesamte Kette falsch!

Selbst Hardcore-Theologen geben zu, dass Theologie eigentlich keine Wissenschaft ist!

Vieles was wahr ist, ist nicht schön und vieles, was schön ist, ist nicht wahr.

Um nun das Wahre vom Schönen in der Bibel zu trennen, kann man wissenschaftlich an die Sache herangehen, denn die Wissenschaft sucht das Wahre und der Glauben sucht das Schöne.

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