Warum will er nicht arbeiten?

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8 Antworten

Hast du das Ultimatum mit einem DAtum verbunden? Und klar gemacht, was bis dahin passiert sein muss? Oder hast du es allgemein formuliert? Ic glaube, du bist nicht konsequent und fällst auf seine Ausreden rein. Wie lange noch?

Setz ihm ein Datum. 1.9. z.B. ist noch nett, und bis dahin muss er ausziehen.

Seine Vergangenheit mag schlimm gewesen sein, aber sie dient ihm auch als Ausrede, nichts zu tun. Mach nicht den Fehler, bei ihm den Therapeuten zu ersetzen. Das kannst du nicht, das ist nicht deine Aufgabe. Übrigens lässt sich ein Therapeut nicht durch Ausreden einwickeln.

Es ist auch nicht deinen Aufgabe, ihn an der Hand zu nehmen. Damit stabilisierst du nur sein Verhalten. Manchmal ist keine Hilfe die beste Hilfe. Nur so kannst du ih zwingen, für sein Leben Verantwortung zu übernehmen. Solange du für ihn tust und machst und sorgst, solange wird er für sich keine Verantwortung übernehmen und passiv bleiben.

Der Junge Mann muss vor die Sitation gestellt werden: aufrappeln oder untergehen.

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Es gibt Menschen die muss man fallen lassen um ihnen zu helfen. Es gibt Menschen die sich immer wieder neue Menschen suchen um sich helfen zu lassen. Es ist sein Leben und für mich klingt er wie jemand der - WENN er es schafft - das nur tut wenn da keiner mehr ist der alles für ihn regelt. Er ist einer derjenigen die erst merken dass sie was tun müssen wenn man sie fallen lässt - man weiß leider nicht ob es dann hilft aber es ist nach wie vor sein Leben und er hat nicht das Recht deines da mit reinzuziehen.
Du bist nicht verantwortlich dafür dass er sein Ding überwindet und du kannst ihm bei der Depression nicht helfen. Solange er nichts macht würde ich auch nichts mehr für ihn machen. Das ist wie bei Alkoholkranken.

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Ermittel doch seine Interessen und die Themen die ihn komplett langweilen.
Lass ihn dann Berufe suchen, die an seine Interessen passen.
Er soll dann in diesen Berufen mindestens zwei wöchige praktiken machen.
Im endeffekt, kann er so sein leeren Lebenslauf wieder aufstocken und übt die tätigkeit in einer angenehmen zeit aus.
Wenn er sich kein beruf sucht, weil er keine lust hat. Geh zum Jobcenter und erzwing die leute von der agentur, ihn zu verpflichten von 8 - 16 uhr bewerbungen zu schreiben.
Depression hin oder her. Er ist 22 Jahre alt und hat keine perspektive ihn zu verschonen, weil er arbeitslos ist, wird ihn mit 40 genauso belasten...

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Kommentar von Dahika
07.07.2016, 12:58

das was du vorschlägst, nimmt dem jungen Mann wiederum die Verantwortung für sein Leben ab. Die FS sollte aufhören, etwas für ihn zu tun, zu predigen, ihm das Leben zu erleichtern.

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Kommentar von JeSuisCaesar
03.08.2016, 01:29

eventuell benötigt er, unterstützung, zuneigung oder aufmerksamkeit die irgendwo mangelt :/ deshalb sollte eine freundschaftliche unterstützung da sein

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Du hast ja schon erwähnt, dass er eine Depression hat. Und möglicherweiße gefällt ihm die Arbeit gar nicht, bei der er sich bewirbt und geht deshalb nicht zum Vorstellungsgespräch.

MFG Dexxer

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Also ich finde jemanden helfen kann man immer aber ausgenutzt werden ist für mich was überhaupt nicht geht. Entscheide selbst fühlst du dich ausgenutzt oder ist es noch im Stadium helfen?

Also ich hätte ihn schon die hölle heiß gemacht. Ich helfe sehr gerne es muss nichtmal etwas für mich rausspringen aber ausgenutzen lassen vergiss es.

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Je länger eine Arbeitslosigkeit dauert, desto mehr stellt sich eine motivatorische Verwahrlosung ein. Der Arbeitslose macht die Erfahrung, dass es ja auch so geht. Das geschieht schleichend und zunächst weitgehend unbewußt. Wird er genötigt, sich der Alternative zu stellen, ist er völlig hilflos.

Ist die Motivationslosigkeit erst einmal fixiert, ist sie nur sehr schwer zu beseitigen. Du musst ihn bei der Hand nehmen und persönlich zur Arbeitssuche führen. Auch zu Bewerbungsgesprächen. Sogar zum Arbeitsantritt.

Falls es ihm gelingen sollte, irgend eine Arbeit - welche auch immer - zu erlangen, muss in diesem Betrieb die inividuelle und persönliche Führung intensiv fortgesetzt werden. Die Motivation kehrt mit entsprechenden Erfolgserlebnissen langsam zurück.

Selbst, wenn Du dir diese Mühe machst, wird sie in den Betrieben nicht fortgesetzt. Dort sieht man diese Betreuung nicht als betriebliche Aufgabe an - man erkennt das Problem nicht einmal. Eher fliegt er umgehend wieder raus. Vielleicht hat er diese Erfahrung schon gemacht. Jeder Misserfolg bestätigt seinen Widerstand gegen eine bezahlte Tätigkeit.

Ich würde mir wünschen, dass Du nicht resignierst, und diese schwere Aufgabe weiterhin anpackst. Vielleicht bist Du ja der einzige, der sich diese Mühe um ihn macht.

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Kommentar von EstherNele
07.07.2016, 01:43

Du musst ihn bei der Hand nehmen und persönlich zur Arbeitssuche führen. Auch zu Bewerbungsgesprächen. Sogar zum Arbeitsantritt.

Nein. Muss er/sie nicht. Bringt nämlich auch nichts.
Du kannst jemanden ohne mögliche oder angedrohte Konsequenzen nicht fremdmotivieren, wenn derjenige nicht will. Was bringt es dir, wenn er nur zum JC geht, wenn du dabei bist. Außerdem muss er viele Wege /Telefonate / Gespräche alleine auf die Reihe bekommen, da reden die entsprechenden Stellen nicht mal mit einer "Ersatzperson". 

Deiner Auffassung stelle ich mal ein Sprichwort entgegen, dass ich schon von meiner Oma kenne.

"Wem nicht zu raten ist, dem ist auch nicht zu helfen."

Wenn jemand trotz mentaler Unterstützung und der Möglichkeit, mit jemandem alle Varianten durchzusprechen und sich Rat zu holen, nicht in die Puschen kommt, dann muss er mit den Konsequenzen leben.

Keine andere Person schafft es auf Dauer, jemanden ständig von A nach B zu schleppen, wenn da keine Eigenmotivation da ist.
Das ist nicht zu leisten für eine außenstehende Person, erst recht nicht, wenn diese vielleicht selbst noch einen Job hat..

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Kommentar von Kitharea
07.07.2016, 10:15

Habe ich gemacht in einer ähnliche Situation ist lange her. Gebracht hat es Null außer dass es Vorwürfe hagelte als ich dann irgendwann mit meinen eigenen Problemen beschäftigt war. Man kann die Leute bei der Hand nehmen und das für die regeln - jo - auf Dauer ändert das aber weder deren Einstellung noch Lebensweise. Da müssen die selbst draufkommen. Das sind Kinder in Erwachsenengestalt. Sie brauchen Hilfe - mag sein - aber "Freunde" und "nette Menschen" können da nicht helfen. Er muss selbst draufkommen - er muss WOLLEN. Wenn derjenige nicht will bringt jede Hilfe nichts. Wenn er um Hilfe bittet - einen Plan hat - engagiert ist selbst was zu tun - kann man helfen - ansonsten nein.

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Im Englischen sagt man "to be cruel to be kind" d.h. auch wenn du ihn rausschmeisst und dies sich nicht nett anhört, dann kann es trotzdem in seinem Interesse sein, und somit meinst du es gut, damit er endlich lernt, Verantwortung zu übernehmen und deine Gutmütigkeit nicht ausnützt, er hat sich an das lockere Leben gewöhnt, anderseits, wenn er tatsächlich depressiv ist, dann sollte er ärztlich betreut werden bzw. mit einem Arzt reden, wie er am besten sein Leben in den Griff bekommt.

Er ist noch jung, noch hat er sein Leben vor sich und kann noch viel erreichen, mach ihm Mut, vielleicht erst mal Praktikum machen, rumtelefonieren, frag ihn mal was er gern machen würde, etwas handwerkliches, draussen in der Natur, drinnen oder was? Er soll mal nachdenken, auf was er Lust hat, wenn er dann Lust auf etwas hat, dann seit ihr schon einen Schritt weiter, dann ist Geduld gefragt, natürlich werden Absagen hageln aber das geht vielen so, einfach weitermachen und die Termine auch einhalten, wenn es zum Vorstellungsgespräch kommt!

Sagt man so einfach, ich weiss, trotzdem viel Glück Euch beiden!

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Wirf ihn sofort raus und wechsele das Schloß der Wohnungstür.

Er wird sich nicht ändern, denn auf Kosten anderer zu leben ist viel angenehmer, als zu arbeiten oder irgendwelche Verantwortung zu tragen.

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