Warum will auf einmal Deutschland mit Hitler nichts zu tun haben?

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11 Antworten

Du schreibst deine Frage im "Präsenz".  Hitler ist 1933 an die Macht gekommen. Niemand, der heute lebt, hat ihn gewählt. Insofern ist deine Frage glatter Unsinn.

Und wenn du auf die Vergangenheit abzielst, ist deine Unterstellung ebenfalls glatter Umsinn. Deutschland hat sich der Schuld seiner Vergangenheit immer gestellt. Keine Regierung hat die Verbrechen geleugnet. Im Gegensatz beispielsweise zu Japan, die bis heute ihre Kriegsschuld leugnen, oder Russland, die unter Stalin mehr Menschen ermordet haben, als die Nazis.

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Sie haben fast alle mehr oder minder aktiv mitgemacht, sich schuldig gemacht, und wurden dann hinterher infolge der Niederlage "erwischt".

In der Situation haben sie dann, mit großem Erfolg, versucht, möglichst viel Schuld auf "die Nazis" im Allgemeinen und "Adolf Hitler" im Speziellen abzuwälzen und sich selbst idealerweise als "Verführte" darzustellen (und damit Opfer!) oder wenigstens nur als "Mitläufer". Oder sogar als geheime Widerstandskämpfer (lol).

Und für diesen Verdrängungs- beziehungsweise Entschuldungs-Mechanismus ist es natürlich von Vorteil, die Nazis beziehungsweise den Adolf zu überzeichnen und möglichst massiv zu dämonisieren.

Je übermenschlicher und monströser der böse Adolf, desto geringer die eigene Verantwortung.

(Ähnliches gilt übrigens fürs Ausland: Erst nachdem Stalingrad andeutete, dass die Achse doch nicht unbesiegbar war, verbreitete sich dort zunehmend die "Einsicht", dass Nazideutschland das "Reich des Bösen" sei, mit dem es keine Kompromisse geben dürfe.)

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Die die es wussten befuerchteten Ärger mit den Siegermächten, siehe Nuernberger Prozesse.

Ich wuerde nicht pauschal sagen jeder hat alles gewusst, man wusste einiges aber mit Sicherheit nicht alles. Nach dem Krieg haben ja auch viele bereut und eingesehen das dies komplett falsch war. Man muss schon zwischen Verfuehrer, Mitläufer und Sympatisant unterscheiden.

Aber du hast schon recht, hinterher wars auf einmal keiner

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In deiner Überschrift sagst du will. Das heute wirklich kein deutscher mehr was mit Hitler zu tun haben will, ist doch glaube ich klar. Warum früher alle gesagt haben, dass sie vom Holocaust nichts mitbekommen haben, verstehe ich auch nicht ganz, aber ich glaub es war so eine Art Selbstschutz.. Es ist einfacher zu sagen man hat nichts gewusst, als zu sagen man wusste es und hat nichts dagegen gemacht.

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1. "Mein Kampf" war das am wenigsten gelesene deutsche Buch überhaupt. Dieser Gefasel ist unerträglich. Das hält niemand bis zum Schluß aus.

2. Es gab genug Leute, die frühzeitig vor Hitler gewarnt haben. In den letzten freien Wahlen haben 67% die NSDAP nicht gewählt. Hitler ist gegen den Willen des Volkes zum Reichskanzler ernannt worden.

3. Der Weg in die Diktatur war auch kein Unfall sondern war von Eliten gewollt und vollzog sich bereits seit Jahren:

- Propagandaschlacht für die NSDAP seit 1928 durch den Hugenberg-Konzern (Hälfte der dt. Zeitungen)
- Deutschland war bereits seit 1930 Präsidialdiktatur
- Zusammenschluß von Eliten aus Militär, Wirtschaft und NSDAP zur "Gesellschaft zum Studium des Faschismus" mit dem Ziel, die Erfahrungen des italienischen Faschismus auf Deutschland zu übertragen.
- Preußenschlag 1932 (Staatsstreich in Preußen) erleichterte die spätere Machtkonzentration erheblich

4. Hitler hatte seine höchste Popularität bis 1938 - also solange er seine Ziele friedlich erreichte.

5. Eine Kriegsbegeisterung in der Bevölkerung war 1939 praktisch nicht vorhanden.

6. In Deutschland lebten 1933 nur 500.000 Juden - weniger als 1% der Bevölkerung. Die wenigsten Deutschen hatten also direkten Kontakt. Der Holocaust fand zudem im Generalgouvernement und in der besetzten SU statt - also außerhalb des Altreiches und vor allem an osteuropäischen Juden. Die Vernichtungslager waren zudem geheim. Das wenige, was Teile der Bevölkerung erfuhren, sickerte nur nach und nach per Mundpropaganda durch.
Zudem hatte kaum jemand Lust, dafür im KZ zu landen, weil er den Mund aufreißt. Die Leute, die Widerstand leisteten, haben oft hart dafür bezahlt.

Hinterher ist es immer sehr leicht zu urteilen - insbesondere, wenn man über die historischen Fakten nur schlecht informiert ist.

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Kommentar von nationalskull89
09.12.2015, 07:46

Hitler hat geschafft (durch den Nationalsozialismus) dass Deutschland blühte. Ein übelster Aufschwung kam durchs Land. Ein Hoffnungsschimmer quasi für groß & klein. Familien wurden unterstützt und nach ein paar Kindern warst du quasi schuldenfrei und wurdest geehrt.

Wenn man sich NUR durch den Geschihtsunterricht über die damalige Zeit informiert hat, dann wird man schnell ein einseitges Bild vermittelt bekommen. ("Alles war schlecht")

In Wirklickeit gab es viele Fakten die belegen dass der Sieger die Geschichte schrieb/umdeutete.

Manche haben vielleicht noch Ur-Großmütter die aus der damaligen zeit berichten können oder Tagebücher von damals zeigen.

Fragt die Leute mal!

Dass die Deutschen Städte zerbombt worden und das obwohl fast auschließlich Flüchtlinge u Zivilisten darin lebten wird gern vergessen.

Ich rate einfach jedem: Informiert euch mal bei unabhängigen Medien.

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Weil 90% aller damals lebenden Menschen bereits tot sind, die restlichen 10% waren entweder damals schon dagegen oder versauern grade im Altenheim. Die neuen Generationen haben mit der Entscheidung für hitler absolut nichts zu tun.

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Naja, so leicht kannst du das nicht sehen. Ich meine, die meisten Deutschen fühlen sich ja nicht mit Hitler verbunden, nur weil sie deutsch sind. Wir haben nichts mit dem zu tun, was er getan hat, weil man entweder noch nicht auf der Welt war oder einfach gegen ihn war. Auch als Deutscher kann man Hitler hassen und verurteilen denn es war ein einzelner Mensch, er allein. Er hat nicht für ganz Deutshland gesprochen.

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Weil die Menschen die Heutzutage so etwas sagen nichts damit zu tun haben? Was soll ein sagen wir mal jetzt 40 Jähriger Deutscher der 1975 geboren wurde gegen Hitler tun? Es ist passiert und daran können die Leute heute nichts ändern. Und die Taten waren auch so schrecklich egal ob die Leute es wussten oder nicht, außerdem gab es viele Leute die schon damals gegen Hitler waren nur konnten diese es nicht groß öffentlich machen da sie sonst getötet worden währen.

MfG 

Roony

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Du denkst viel zu einfach. Viele Deutsche haben Hitler während seiner gesamten Amtszeit abgelehnt (z.B. meine Großeltern). Das durfte man sich aber nicht anmerken lassen... was meinst du, was dann mit ihnen passiert wäre? 

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Kommentar von Frag12345
08.12.2015, 21:58

Er ist ja auch nicjt aus heiterem Himmel zum Diktator geworden. Er hatte genug die ihn unterstützten.

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Du solltest dich mal mit deutscher Geschichte beschäftigen. Weit vor 1939.

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Kommentar von Frag12345
08.12.2015, 21:56

Das habe ich.

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Hitler kam durch eine Mehrheit an die Macht und hielt sich mit einer Mehrheit an der Macht. Man kann also sagen, die Mehrheit der damals erwachsenen Bevölkerung sei entweder an den Untaten beteiligt gewesen oder habe sie "nur" gutgeheissen oder habe weggesehen. 

Es ist aber menschlich und verständlich, dass nach dem Krieg fast niemand dieser Mehrheit eine dieser drei Möglichkeiten zugab. Man konzentrierte sich voll auf das harte Überleben in den ausgebombten Städten und wollte einfach von nichts mehr etwas hören. Es wurde nichts aufgearbeitet, sondern alles verdrängt.

Kein Wunder, dass an ihrer Stelle nun ihre Enkel und Urenkel auf die nationalsozialistische Pauke hauen, ohne vor sich selbst zu erschrecken.

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