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Der Müll, der im Meer landet, wird nicht zwingend von Anfang an ins Meer geworfen. Nicht selten landet auch der Müll aus Städten etc. im Meer und das meistens eben nichtmal bewusst.

Die Leute werfen etwas in einen überfüllten Mülleimer in der City, was beim nächsten Windstoß wieder rausfällt und über Umwege ins Meer gelangt und so weiter...

Außerdem wird das Meer durch Mikroplastik verschmutzt, was z.B. in Kosmetikartikeln o. Ä. auftaucht...

Grundsätzlich könnte der Müll im Meer aber um ein vielfaches veringert werden, wenn die Leute mehr auf ihre Müllentsorgung achten, und generell durch einfache Tricks weniger Müll produzieren würden...

 

Aus Bequemlichkeit, aus Egoismus, oder weil es keine andere Entsorgungsmöglichkeit gibt.

Letzteres kenne ich aus meiner Kindheit auf den Kanarischen Inseln. In den 70er Jahren gab es auf der Insel Teneriffa keine Müllverbrennungsanlage (geschweige denn Recyclinganlagen), dagegen wurden bereits zunehmend plastikverpackte Produkte, Kühlschränke, Waschmaschinen, etc. importiert.

Müllkippen gab es in jedem Dorf, meistens direkt an der Küste. Auch die zahlreichen Barrancos (Schluchten) wurden zu diesem Zweck benutzt. Die winterlichen Regenfälle und Sturmfluten sorgten dann dafür, dass der Müll im Meer "verschwand".

Das ist heutzutage auf den Kanaren natürlich total anders, aber was ist mit den tausenden Kilometern der afrikanischen, asiatischen und z.T. lateinamerikanischen Küsten? An den wenigsten Stellen dieser Kontinente gibt es funktionierende Entsorgungssysteme, trotzdem wird eifrig konsumiert. Was sollen die Leute mit den Plastikverpackungen und alten Geräten machen? Einzige Lösung: Ins Meer

Das ist eine billige Entsorgung. Ich finde das auch eine gróße Sauerrei. 

Jedoch ein anderes Verhalten ist nicht zu erkennen, leider.  

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