Warum werden wir nach manchen Sachen süchtig?

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3 Antworten

Hab mal in der Schule eine Arbeit über Sucht geschrieben. Hier hab ich dir ein paar Absätze rauskopiert:

Eine bestimmte Ursache für Sucht gibt es nicht. Vielmehr ist eine Reihe von Faktoren ausschlaggebend, wenn ein Mensch Suchtprobleme bekommt:

Einer davon ist das Suchtmittel, seine Wirkungsweise, Suchtpotenz, Dosis, Verfügbarkeit, sowie sein Preis, seine gesellschaftliche Bewertung und die Art des Konsums.

Ein weiterer Faktor ist die Person selbst, ihr Selbstwert, ihre Einstellungen,
ihre Problem­lösungskompetenz, ihre Genuss- und Liebesfähigkeit sowie ihr
Umgang mit Gefühlen.

Außerdem prägen das soziale Umfeld und die Gesellschaft den Stellenwert und den Um­gang mit Rausch- und Genussmitteln, Arbeit, Essen, Einkaufsverhalten, Fernsehen etc.

Suchtgefahr besteht dann, wenn zum Bei­spiel Alko­hol als Aus­weg aus dem Frust gewählt wird. Das Gefühl „Wenn du diese Substanz nim­mst, oder diese Handlungen setzt, dann geht es dir gut, wenn nicht, dann geht es dir schlecht.“ führt unweigerlich zum Sucht­verhalten. Es kommt zuerst zu einer Gewöhnung, später zur Abhän­gig­keit. Ist diese nicht mehr steuerbar, spricht man schließ­lich von einer Sucht.

So, bei der Neurobiologie wird's jetzt etwas komplizierter :)

Trotz der Unterschiedlichkeit der Mechanismen, die zur Abhängigkeit führen sind die neurobiologischen Vorgänge der Suchtentstehung inzwischen in ersten Ansätzen aufgeklärt.

Drogen verändern die Informationsübertragung durch Neurotransmitter in zahlreichen Bereichen des Gehirns. Die Wirkung lässt sich im sogenannten positiven Verstärker­system, einem komplexen Netzwerk aus mehreren Hirnstrukturen, erkennen. Es ver­knüpft positive Gefühle mit Verhaltensweisen (z. B.: Nahrungsaufnahme, Sexualverhalten) oder Situationen und produziert entsprechende positive Erinnerungen. Die Freisetzung des Neurotransmitters Dopamin ist für diese Lernvorgänge charak­teristisch. Die stark erhöhte Ausschüttung von Dopamin verursacht allmählich beständige Veränderungen im Gehirn, wodurch ein zwanghaftes Verlangen nach der Droge, das lebenslang anhalten kann, entsteht.

Alkohol stimuliert das sogenannte "Belohnungssystem" im Gehirn, das dafür sorgt, dass Menschen wesentliche Erlebnisse nicht vergessen und auch wiederholt ausführen. Ein Schnaps führt ebenfalls zu einer erhöhten Ausschüttung von Dopamin. Die Folge: man entwickelt Verlangen nach mehr Alkohol. Ebenfalls freigesetzte körpereigene Opiate, die Endorphine, sind für die guten Gefühle beim Alkoholkonsum zu­ständig. Provoziert man die positiven Gefühle nun häufig und immer wieder, prägt sich das Hirn die Verknüpfung von gutem Gefühl und dafür eingesetzter Substanz ein. Die Opiatrezeptoren, bei alkoholabhängigen Patienten im Belohnungssystem sind eher erhöht, so dass der Alkohol besonders stark wirken könnte. Umgekehrt sucht das Gehirn nach Ausgleich zu der ungewohnten Dopamin-Ausschüttung und reduziert seine Empfangs­einheiten, genauer gesagt die
Rezeptoren, wo die Dopamin-Reize eintreffen. Dies hat zur Folge, dass die
Wirkung des Alkohols nachlässt, immer größere Dosen werden benötigt, damit man sich berauscht fühlt.

glg :)

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Der mensch ist ein gewöhnungstier. Er gewöhnt sich schnell an dinge die durch ständiges wiederholen irgendwann zur sucht werden. Die sucht entsteht durch das angst gefühl das etwas in dem Moment nicht da zu haben

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Hallo Bonniie,

weil wir von einer Sache abhängig werden. Mal angenommen eine Spielsucht, man möchte diesen Spielspaß weiterhin haben und kann sich es nicht ohne vorstellen.

Oder Drogensüchtige, die wollen diesen Zustand der Droge weiterhin behalten, da sie ohne nicht können.

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Mit freundlichen Grüßen
GromHellScream

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