Warum werden wir Menschen immer in eine "Schublade" gesteckt ?

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8 Antworten

Ein gutes Beispiel von mir. Ich selber bin Psychisch Krank (ich schäme mich nicht es offen zuzu geben!) und was denken die meisten Leute wenn von Psychisch Kranken hören? 

-Der ist gefährlich!

-Er ist unkontrollierbar! 

Ach, es gibt so viele bzw. 

Vor Jahren als ich das erste mal in einer Psychiatrie wahr (wahr ein normales Krankenhaus mit einer Psychiatrischen Abteilung) hatte das Krankenhaus einen "Tag der offenen Tür" und die Besucher haben sich natürlich vieles angeschaut bis auf eine Stadion, die Psychiatrie! Es haben kaum Menschen vorbei geschaut und warum, weil sie Angst hatten und voller Vorurteile sind und weil sie auch von den Medien beeinflusst wurden sind die auch ein teil dazu beitragen. In Filmen werden Psychisch Erkrankte Menschen ja immer als völlig verrückt und unkontrollierbar hingestellt, die mit Medikamenten volgestopft werden um sie ruhig zu stellen. Und wenn in den Nachrichten von einen Mörder berichtet wird heißt es dann auch manchmal, der Mörder ist Psychisch Krank. 

Und vor ein paar Jahren kannte ich einmal eine sehr nette Frau die eine Wohnung mit ein paar freunden suchte und auch wie ich alle Psychisch Krank wahren, als sie einen Besichtigungstermin für die Wohnung hatten (wollten eine WG) wurden sie abgelehnt nur weil sie offen zugegeben hatten, das sie Psychisch Krank wahren und die Vermieterin auch Vorurteile hatte (und Angst?)

Aber die Realität sieht ganz anders aus!

Ich habe keine einzigen Menschen in der Psychiatrie kennengelernt die so annähernd wahren wie es die Medien immer zeigen. Alle wahren Super nett, hatten einen normalen Job, hatten eine eigene Familie, hatten einen Schulabschluss... Es sind ganz Normale Menschen vor denen man keine Angst haben zu braucht und mit den man auch im Dunklen alleine spazieren gehen kann! 

Aber trotzdem geistert immer noch in Köpfen der meisten Menschen rum: 

Psychisch kranke sind gefährlich.

Die Menschen haben vorurteile vor solchen Menschen weil sie von anderen beeinflusst werden und machen sich keine Mühe es selbst herauszufinden ob dies stimmt oder nicht!

Ich habe noch eine schöne wahre story.

Ein Mann wuchs in einer Umgebung auf wo ihm beigebracht wurde Schwule Menschen zu Hassen und Schwule seinen gefährlich. Eines Tages kamm eine langjährige Freundin, im trähnen aufgelöst zu ihm und erzählte ihm das sie sich geautet hatte und von ihren Eltern rausgeschmiesen wurde, die auch gegen homosexuelle wahren. Dan fragte er sich ob Homosexuelle wirklich so gefährlich wahren und kamm auf die Idee, das er so tue, als sei er Schwul und hat dann sich als Schwul geautet und seine Mutter hat ihn gleich rausgeschmiesen und alle anderen haben sich gegen in gewann. Das hat er ein Jahr lang durchgezogen und hat in der Zeit viel gelernt. Nach ein Jahr ging er wieder zu seiner Mutter und hat ihm ihr die Wahrheit gesagt, die Mutter hatte sich erst einmal vor den Kopf gestoßen gefühlt aber heute kämpfen beide für die rechte der Homosexuelle.

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  • Na ja, das ist natürlich das altbekannte Spannungsfeld zwischen Erfahrungswerten und Vorurteilen. 
  • Der Mensch lebt nach Erfahrungen und das ist biologisch so gewollt und überlebenswichtig. Natürlich sind das nur statistische Werte, die im Einzelfall völlig falsch sein können, aber es hat sich eben bewährt. "Schubladendenken" ist so ein Ausdruck, der ganz normale Erfahrung in ein schlechtes Licht rückt. Auch das ist für mich Schubaldendenken -- nämlich stark vereinfachend. Erfahrungen sind gut und wichtig.
  • Wenn ein Schüler unerwartet plötzlich schlechter wird, dann sollte ein Lehrer ja sogar überprüfen, ob dort häusliche Probleme (Scheidung der Eltern, Missbrauch durch Eltern), Drogen oder dergleichen die Ursache sein könnten. Das sind keine Vorurteile, sondern Sorgfaltspflicht und Erfahrungswerte -- weil die genannten Punkte eben typische, verbreitete Ursachen für Leistungsabfall sind.
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Kommentar von Raabtt
07.02.2016, 17:52

Sowas macht mich krank dieses schubladen denken

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Das ist ein Evolutionsprogramm. Die Evolution sucht immer nach dem energiesparendsten Weg. Und Vorurteile ersparen energiefressendes Abwägen und differenziertes Nachdenken (das Gehirn verbraucht ca. 25% unserer Energieressourcen).

Deshalb waren Vorurteile in einer zivilisations- und populationsarmen Welt nützlich. Denn der Typ aus der Nebenhöhle konnte nur ein Feind sein. Heute ist dieses ursprünglich sinnvolle Denkschema eher kontraproduktiv, wie vieles, was im Neandertal vielleicht lebensrettend war. (Genauso verhält es sich übrigens mit unserer Unfähigkeit, exponentiale Entwicklungen abzuschätzen).

Es ist in diesem Zusammenhang übrigens nachvollziehbar, dass wir das am meisten ablehnen, was wir am wenigsten kennen. Diejenigen, die noch nie einen Flüchtling gesehen haben, lehnen Flüchtlinge am hysterischsten ab.

Unser Betriebssystem ist für die Höhle gemacht, funktioniert in einer freiheitlichen Demokratie aber zuweilen leider nur sehr unzuverlässig. Eigentlich bräuchten wir dringend ein Upgrade.


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Hey ;)

Ich war auch in einer solchen Situation und es ist wirklich schwirig Selbstbewustsein aufzubauen wenn alle einen seltsam ansehen und sie Vorurteile und Gerüchte glauben... Ich bin das ganze folgendermassen angegangen:

1. Ich habe mich über die körpersprache und darüber informiert, wie man am besten mit leuten redet, also so dass sie sich wohl fühlen wenn man mit ihnen spricht. (anfangs bringt einem das zwar wenig, da niemand mit einem reden möchte aber es ist gut vorbereitet zu sein)

2. Ich habe folgendes Buch gelesen: http://www.amazon.de/Ein-neues-Ich-gewohnte-Pers%C3%B6nlichkeit/dp/3867281963/ref=asap_bc?ie=UTF8

und bin dadurch die Person geworden die ich gerne sein möchte. Ich weis nicht wie das bei dir ist, aber ich war damals auch nicht vollkommen von mir selber überzeugt und mit mir unzufrieden. (Ich denke bei mir war das wie eine Basis die ich aufbaute)

3. Ich habe YOLO als eines meiner Lebensmottos genommen und begonnen auf viele meinungen anderer einen Fu** zu geben. Das war anfangs nicht leicht, aber mit der zeit hat mir das leben begonnen im allgemeinen mehr spass zu machen, da ich mein befinden an die erste Stelle stellte.

4. Ich habe begonnen alles aus meinem Leben was ich nicht gerne tat und nicht nötig oder wichtig war zu lassen. (da gab es mehr als ich anfangs dachte)

--> Ja und durch diese sachen wurde ich ohne viel nachzudenken selbstbewusst... Ich muss zugeben, dass ich so ca. all 2 wochen vieleicht mal wieder einen Tag habe an dem ich ängstlich und unsicher bin, aber ich glaube das gehört einfach zu meiner persöhnlöichkeit...

Ich hoffe ich habe dir irgendwie geholfen und dich nicht nur genervt XD

glg Noeblacklike

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Menschen sind leider so und erst die eigene Lebenserfahrung oder Schicksalsschlag wird sie nachdenklicher werden lassen.

Vor allen Dingen sind sie immer nur in der Gruppe stark und das ist klein und arm.

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Kommentar von Raabtt
07.02.2016, 17:00

Das macht mich krank

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Ich bin selber psychisch nicht korrekt dran. Aba ich bin es immerhin manns genug um es zuzugeben kein einziger mensch ist perfekt;D Life ist life take it easy

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Ein Psychologe sagte mal zu mir, dass Menschen in Schubladen denken, weil es für den Menschen einfacher ist und nicht so kompliziert sei.
Man ordnet schnell ein und fertig.

Lg


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Die Leute urteilen zu früh. Man sollte die Person länger kennen.

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Kommentar von mychrissie
07.02.2016, 17:16

Er hat doch gefragt, warum das so ist. Dass es so ist, weiß er doch, sonst hätte er seine Frage ja nicht gestellt.

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