Warum werden Wenn Dann Formulierungen verwendet?

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anschaulich gesagt, weil man in der Mathematik von Annahmen ausgeht und die sich daraus ergebenden Schlußfolgerungen untersucht. Die Annahmen müssen dabei (auf den ersten Blick) nicht unbedingt etwas mit dem praktischen Erfahrungen oder Leben zu tun haben. Solche wenn-dann-Sätze haben etwa folgenden Aufbau:
   Wenn ich annehme, dass die Aussage A richtig ist, dann ergibt sich daraus die folgende Aussage über B.

Ein Beispiel wäre: Wenn ich annehme, dass i^2=-1 ist, dann lassen sich alle Nullstellen eines Polynoms in der Form x0=a+ib (a,b reelle Zahlen) schreiben.

Im täglichen Leben läuft uns keine Zahl über den Weg, die malgenommen mit sich selbst -1 ergibt. In der Mathematik kann man das annehmen und es ergibt sich durchaus Sinnvolles.

Oft benutzt man in der Mathematik auch "es sei" statt "wenn" und "so" statt "dann", z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Satz_von_Rolle. Dieser Satz ist auch ein Beispiel für einen auf den ersten Blick einleuchtenden mathematischen Satz.

Das ist die häufigste Anordnung, die nicht nur in der Mathematik, sondern auch in allen Lebensbereichen vorkommt:

Wenn ich 1 und 1 addiere, dann erhalte ich 2.
Wenn ich im rechtwinkligen Dreieck a² und b² addiere, dann bekomme ich c².
Wenn es stockdunkel ist, dann kann ich leicht hinfallen.
Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der dritte.

...

Dabei geht es darum, logische Zusammenhänge zu beschreiben. Das ist in der Mathematik sehr grundlegend.

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