Warum werden so viele Prostituierte getötet und/oder vergewaltigt?

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8 Antworten

In vergangenen Jahrhunderten gab es das durchaus - man denke nur an Jack the Ripper und seine Arbeitskollegen. Damals war es allerdings auch so, dass eine "anständige Frau" sich nicht alleine in der Öffentlichkeit herumtrieb und so Prostituierte, die ja von Berufswegen mit Männern mitgingen, eine leichte Beute waren.

Heute sieht die Situation allerdings anders aus und die Fälle, in denen über die Vergewaltigung einer Prostituierten berichtet wird, stammen oft aus Situationen, bei denen Freier Anstand und Beherrschung verloren haben und während dem Anfangs einvernehmlichen Sex plötzlich Praktiken durchgesetzt haben, welche die Sexworkerin nicht anbieten wollte (z.B. ohne Kondom, Anal...). Auch eine Dienstleisterin hat jederzeit das Recht "nein" zu sagen - alles danach ist Vergewaltigung!

Es soll auch schon zu Fällen gekommen sein, dass ein Freier keine Erektion bekommen hat und aus Wut darüber aggressiv gegenüber der Frau geworden ist - bis hin zu Mord und Totschlag.

In den Randbereichen der Rotlicht-Branche, wie dem Drogenstrich oder illegalen Bordellen, bei denen die Freiwilligkeit der Girls evtl. fraglich ist, kommen Vergewaltigungen wohl eher vor. Die große Mehrheit der Sexworkerinnen arbeitet allerdings freiwillig und selbstbestimmt und hat auch keine Schwierigkeiten einen Vergewaltiger angemessen verfolgen zu lassen.

Ich glaube aber nicht, dass die Mordopfer in den Statistiken überproportional durch Prostituierte vertreten sind... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Kommentar von Hannahundso
30.03.2016, 18:54

Das ist ja ganz schön traurig ..ich hab gelesen für Prostutuierte ist es doppelt so wahrscheinlich umgebebracht zu werden als für Taxifahrer! Glaubt ihr man kann etwas dagegen tun, wenn in der Gesellschaft ankommt, dass Prostutierte sich nicht von Nichtprostituierten unterscheiden und sie keine Menschen zweiter Klasse sind?

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Ich habe Dir hier einen Link mit relativ wenig Text aber sehr viel Information zum Thema.

Und dann denke noch mal über Deine Frage nach. 

Tatsächlich sind die geschichtlichen Informationen die hier in einer Antwort stehen falsch. 

Es gab Zeiten in dieser Gegend da lebten die Sexarbeiterinnen unter dem Schutz der Kirche auf deren Gelände. 

Es gab Zeiten da war die Sexarbeiterin hoch angesehen in der Gesellschaft. Einige, die besten unter ihnen, hielten Salons, berieten die gesellschaftlichen Anführer. 

Es gab Zeiten da war es ab Mittelschicht selbstverständlich dass die Söhne von ihren Vätern zum Freudenhaus eingeladen wurden um dort in Liebestechniken eingeweiht zu werden. Diese Zeiten sind noch gar nicht so lange her. 

Es gab Zeiten da gab es spezielle sogenannte Sperrbezirke. Es waren Gegenden in denen sich die Sexarbeiterinnen anbieten konnten, die gut überwacht werden konnten. Wo es also möglich war die Dienstleisterinnen vor Gewalt zu schützen. Zu diesen Zeiten war es noch selbstverständlich dass die Frauen regelmäßig eine Untersuchung durchführen ließen vom Frauenarzt um so möglichst frühzeitig wegen einer Infektion behandelt werden zu können. Zu diesen Zeiten durften die Frauen noch keine Steuern zahlen und auch nicht in die Sozialkassen. 

Und dann wurden diese Sperrbezirke aufgehoben. Die Dienstleisterinnen dürfen nun Steuern zahlen - und bekommen gerne mal abstrusen Ärger mit dem Finanzamt. 

Die Dienstleisterinnen dürfen sich jetzt zwar versichern aber haben da teilweise massive Hürden zu überwinden. Früher wurden die Untersuchungen von Steuergeldern bezahlt Ging ja um die Verhinderung des Ausbruchs einer Seuche. 

Früher wurde ein anständiger Preis mehrheitlich akzeptiert von den Auftraggebern. Heute kann sich jedes Loch - da fällt mir jetzt wirklich keine andere Bezeichnung zu ein - anbieten und zwar überall und zu allen Bedingungen. 

Das bedeutet dann:

Die Hausfrau bietet sich für eine Vollleistung ohne Gummi für 20,- Euro an. Will die Dienstleisterin auch verdienen muss sie mindestens mithalten. 

Für die Dienstleisterin ist es aber bisher üblich einen Preis für eine Massage zu nennen. Gegen Aufpreis kann dann die Leistung gesteigert werden. 

So. Hinzu kommt dass mehrheitlich die Mütter sich weigern ihren Söhnen Respekt vor dem weiblichen Geschlecht zu vermitteln. Und zwar zunehmend. 

Weiter kommt hinzu dass absolut nicht unbegründet festgestellt werden kann dass die Bildung von kriminellen Vereinigungen in diesem Bereich staatlich gefördert wird seit vielen Jahren. Es gab mal einen Tatort aus Stuttgart zu diesem Themenkomplex. Seither wird das Personal der Polizei bundesweit gekürzt. Spezialisten für das Thema gibt es viel zu wenige. Auch dadurch steigt der Druck auf die Dienstleisterinnen.

Persönlich geht mir die Hutschnur hoch wenn ich Dämchen erlebe die Sexarbeiterinnen als Konkurentinnen um ein Männchen betrachten. Da ist im Verständnis mancher Fehler. Wenn nicht noch anderswo. 

Tatsächlich ist wohl eine Sexarbeiterin eher fähig sich einem gewalttätigen Mann zur Wehr zu setzen als manche sogenannte Freundin oder Ehefrau - oder auch Tochter. Denn die Frau wäre falsch im Beruf würden bei ihr tiefe Gefühle während der Arbeit mitspielen. Es sind aber tiefe Gefühlsbindungen die sehr viele Täter vor Strafverfolgung schützen. 

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Weil sie z.T. eine Randgruppe der Gesellschaft repräsentieren, bei der es weniger auffällt, wenn mal eine verschwindet.

Außerdem fallen mir spontan diese Punkte ein, die Gründe dafür sein könnten:

  • Vergewaltigungsopfer tun sich prinzipiell sehr schwer damit, ihre Peiniger / die Tat anzuzeigen
  • einige haben keine/kaum persönliche/familiäre Bindungen (sind vielleicht sogar vor den Eltern abgehauen?)
  • ein nicht geringer Anteil an Ausländerinnen, die vielleicht nicht einmal legal in dem Land leben (?)
  • Angst vor der Polizei / Bestrafung (denn sie rücken ja prinzipiell bei Anzeige in den Fokus)
  • fehlende Lobby (Vorurteile, nicht geachteter gesellschaftlicher Stand)
  • die Täter können viel einfacher an sie herankommen (z.B. weil die Frauen oft noch spät nachts allein auf den Straßen unterwegs sind, oder wegen Unzurechnungsfähigkeit aufgrund von Drogenkonsum)
  • in Großstädten / Metropolen ist die Bevölkerungsdichte zuweilen so groß, dass es nicht unbedingt auffällt, wenn da jemand von der Straße verschwindet
  • weil sie z.T. in sozialen Brennpunkten leben, wo du Kriminalitätsrate bereits recht hoch ist
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Ich sag es mal aus meiner Sicht. Sie haben sich mit diesem Job in die Gefahr begeben an Perverse Typen zu gelangen die auf sowas geil sind.

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Weil Studien zeigen, dass Sexkäufer keine Empathie und Achtung vor denjenigen haben, die sie benutzen. Es sind Objekte, keine Menschen. Siehe beispielsweise die Ergebnisse dieser Studie: http://abolition2014.blogspot.de/2014/04/sexkaufer-und-nichtkaufer-sind.html Eine sehr umfangreiche,internationale Sammlung von Morden (teilsweise mit Hintergründen) findet sich hiehttp://sexindustry-kills.de/doku.php?id=prostitutionmurders:start:start

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Meistens wegen dem Geld oder der Unzufriedenheit der Zuhälter/die jeweiligen Leute.

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Hi,

ist das so? Nach welcher Statistik gehst du?

Die meisten Mörder die ich kenne haben keine Prostituierten getötet.

LG Mata

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Sie sind leichte Opfer. Sie haben oft keine Angehörigen und Nachforschungen sind schwer. Man kann sie sich, als potenzielle Mordopfer sogar nachhause liefern lassen oder von der Straße pflücken...

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