Warum werden psychische Probleme weniger ernst genommen als körperliche Krankeheiten?

13 Antworten

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Dahinter stecken keine Vorurteile, sondern zwei einfache Gründe:

1.) Psychologie hat erst in den letzten 20 Jahren intensiven Einzug gehalten. Es ist quasi "neu" und muss sich erst sein Standing und seine Anerkennung in der Gesellschaft erarbeiten. Sprich: Gesundes Misstrauen gegen etwas Neumodisches. Edukation, also Aufklärung, findet zu den Krankheiten wenig statt.

2.) Greifbarkeit: Eine Grippe hat klar Symptome, die jeder sehen kann. Allerdings ist "die Psyche" schwer zu greifen. Gerade dann, wenn man sich vorher nicht darauf eingelassen hat.

Greifbarkeit? Das lann es eigentlich nicht sein.

Krebs sieht man nicht, Diabetes sieht man nicht, Schlaganfall sieht man häufig nicht, Migräne sieht man nicht. Firsr Liste kann man wahrscheinlich fast beliebig erweiter. Aber alle diese Krankheiten werden ernst genommen, obwohl man sich da genauso auf das Erzählen des Kranken verlassen muß wie z.B. bei Depressionen.

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@koten

Naja... Auch bei Diabetes kann man eindeutig den Blutzucker messen. Psychische Erkrankung sind jedoch irgendwie im Kopf, man kann sie nicht sehen, sie sind nicht ganz klar, der Psychologe diagnostiziert aus dem Bauch heraus - sicher erscheinen psychische Krankheiten eher schwammig und undurchsichtig...

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Ich kenne das Problem. Man ist schlecht drauf und die Leute können nicht mit umgehen. Aber viele haben schlicht und einfach dann Berührungsängste. Es macht ihnen Angst, daß es jemand so schlecht geht und es fehlen ihnen die Worte.

Dahinter stecken nur dumme Vorurteile. Wer sich ein Bein gebrochen hat, geht zum Orthopäden oder Chirurgen. Wer hingegen mit einem "gebrochenen Herzen" zum Arzt geht, wird komisch angesehen. Für solche, denen seelische Dinge unwichtig sind, d.h. die Angst haben. sich damit auseinanderzusetzen: Man sollte froh sein für jeden, der eine psychische Störung behandeln lässt, um nachher als Erwerbstätiger / Steuerzahler wieder zu "funktionieren" . . .

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