Warum werden Polygonläufe nicht öfter bei Gewehren verwendet?

2 Antworten

Kostenfrage ist nicht so entscheidend - Bei Lothar Walther beispielsweise sind die Polygonläufe in der selben Preisgruppe wie die gezogenen.

Was wohl eher (besonders) bei Gewehrläufen zum tragen kommt, ist die erhöhte Gasdichtheit, was zu massiv erhöhten Drücken in den Läufen führt, besonders bei bestimmten Geschossformen.

Hier ein sehr guter Bericht über eine Waffe, die mit beiden Läufen getestet wurde - Die V0 und E0 war teilweise um über 10 Prozent höher und je nach Munitionssorte war dort mal das eine, dann das andere Profil besser..

http://www.frankonia.de/images/multimedia/pdf/frankonia-mercury.pdf

Bei gefetteten Geschossen oder Bleigeschossen ist die Abdichtung dann nochmals höher, was sogar dazu führt, dass für die Kurzwaffe Glock beispielsweise von Drittanbietern (IGB) extra Läufe für Bleigeschosse angeboten wurden.

Glock selbst möchte auch nicht dass Bleigeschosse geschossen werden und empfiehlt nur die Verwendung von ummantelter Munition! (dabei spielt aber auch das Patronenlager, genauer der Übergang ein Rolle, an der sich Blei sammeln kann..)

Du hast die Frage selbst beantwortet-es ist eine Preisfrage

Danke für deine Antwort, was ich mich halt frage ist, warum Polygonläufe bei Pistolen schon recht häufig zu finden sind, aber bei Gewehren hingegen kaum.

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@JohnGrammaticus

Polygonläufe sind schwierig in der Herstellung.. jäh länger der Lauf umso .....Daher nur bei kurzen Läufen angewendet.

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